Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Saison 2015 / 2016 – Schrecken ohne Ende

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist geschafft und die Saison 2015 / 2016 ist fast komplett ausgespielt. Da die nun ablaufende Saison recht erwartungsgemäß verlief, kann man den Saisonrückblick auch gleich mit dem auf den letzten Spieltag verbinden. Wahrscheinlich wird es in der kommenden Saison noch drastischer, auch wenn man sich dies wieder einmal kaum vorstellen kann oder mag. Ein Indiz dafür ist RB Leipzig, der Verein, welcher allgemein bei wahren Fußballfans auf großen Widerstand trifft und dies dürfte in der 1. Liga nicht weniger werden. Sie drängen gleich mit 50 Millionen Euro ins Oberhaus des deutschen Fußballs. Gut, dies ist nur etwa zwei Drittel davon, was der FC Bayern München an manchen Tagen ausgibt aber trotzdem schon ein Wort. Die fast abgelaufene Saison mutete schon über weite Strecken, wie ein einziger, riesiger Fake an, was vor allem daran lag, was die Schiedsrichter ablieferten. Es gab wieder neue Skandale, unzählige Spiele wären anders verlaufen, hätte man dem Regelwerk entsprechend agiert und hier von profitierten vor allem auch wieder die Bayern, womit auch ihre neuen Rekorde mindestens ein Geschmäckle haben. Erschreckend war natürlich auch wieder, was man bei ARD und ZDF geliefert bekam, wo in dieser Saison phasenweise erstaunlich viele Schiedsrichterfehler sehr deutlich angesprochen wurden, was allerdings irgendwann auch plötzlich wieder aufhörte, als hätte es eine passende Anweisung gegeben. Schlimmer noch war allerdings, dass man es wieder einmal versäumte, auf die Tragweite dieser Fehler hinzuweisen, denn natürlich hätte sich die Tabelle unter anderen Umständen ebenfalls ganz anderes dargestellt. So ist es auch absolut unverständlich, dass all die Merkwürdigkeiten mit dem letzten Schlusspfiff bei diesen Sendern völlig vergessen waren und man so tat, als sei auch diese Meisterschaft unter völlig normalen Umständen  erreicht worden. Abschließend soll zum Bereich der etablierten Massenmedien, wo man das Staatsfernsehen natürlich zuzählen muss, noch erwähnt werden, dass man sich dort nicht wundern muss, ordentlich Kontra zu bekommen, wenn man sich auf die Seite des DFB und der DFL schlägt und sich somit am großen Ausverkauf dieser wundervollen Sportart aktiv beteiligt. Wahre Fans zu beschimpfen, oft genug in einer Art zu berichten, welche vermuten lässt, man sei beim FCB-TV gelandet, macht es da nicht besser und wirft in Bezug aufs Staatsfernsehen auch wieder die Frage nach der Unabhängigkeit auf, welche jeder Haushalt teuer mit der Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag mitfinanzieren muss.

Der fast letzte Akt
Nun stand am gestrigen Samstag der 34. Spieltag an, die Spannung in Bezug auf den Meistertitel war, aus den bekannten Gründen, schon lange verflogen, wenn es sie an dieser Stelle überhaupt jemals gab, womit man sich andere Spannungsfelder suchen musste. Sieht man vom internationalen Geschäft ab, blieb somit auch in diesem Jahr wieder nur der Abstiegskampf und da Hannover 96 in diesem Zusammenhang schon seit Wochen feststand, ging es nur noch um zwei Spiele, welche eigentlich relevant waren. Der VfL Wolfsburg, welcher zuletzt einen brachialen Absturz, ähnlich dessen des großen Automobilbauers im Hintergrund, hingelegt hatte und auch gerade erst den Klassenerhalt verzeichnen dürfte, empfing den VfB Stuttgart.  Die Stuttgarter hatten die schlechtesten Karten in Sachen Klassenerhalt, denn sie mussten nicht nur gegen die Wölfe gewinnen, sondern waren auch noch von einer anderen Begegnung abhängig. Aber natürlich war es auch so, dass man sich nicht, wie andere Vereine, frühzeitig von Robin Dutt getrennt hatte, der auch im Schwabenland fester Bestandteil auf dem Weg nach unten war. Die angesprochene andere Partie war die zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt. Die Frankfurter hatten die besten Karten, konnten sie sich doch mit einem Sieg bzw. einem Unentschieden aus allem direkt rausziehen. Alleine schon dieses Gesamtkonstellationen hätte es ohne manche Schiedsrichterfehlentscheidung übrigens wohl kaum gegeben, womit klar war, wo man besonders drauf achten sollte. Die Wölfe machten es ganz souverän gegen die Stuttgarter und besiegelten mit einem 3:1 den ersten Abstieg der Schwaben seit 1975. Ein ganz bitterer Tag für Stuttgart, denn auch die zweite Mannschaft des VfB und die Kickers stiegen an diesem Samstag ab. Schiedsrichter Manuel Gräfe, eine Ansetzung, welche natürlich auch gleich wieder Fragezeichen aufwarf, blieb unauffällig aber man weiß nicht, ob dies bei einem anderen Spielverlauf auch so gewesen wäre. Damit ist klar, dass es bei Bremen gegen Frankfurt, dem angesprochenen Superknaller, nur noch um den Relegationsplatz bzw. den direkten Klassenerhalt ging. Schiri war dort ausgerechnet Deniz Aytekin, was mindestens genauso viele Fragen aufwarf, wie die gerade besprochene Ansetzung. Natürlich unter gleichem Vorbehalt, blieb aber auch er unauffällig. Hier siegten die Bremer mit 1:0, retteten sich so direkt und schickten die Frankfurter in die Relegation, welche am Donnerstag gegen den 1. FC Nürnberg startet und ein heißer Ritt werden wird. Übrigens gab es auch an der Weser einen Platzsturm, welcher allerdings nicht im Ansatz so negativ kommentiert wurde, wie der aus der Vorwoche in Stuttgart. Fairness fehlt bei diesem Sport eben leider an vielen Stellen. Natürlich hatten auch wieder andere Spiele an diesem Samstagnachmittag ein Geschmäckle aber da lohnt es nun auch nicht mehr drauf einzugehen. Nun kommt also noch die Relegation, warum man auch vom Schrecken ohne Ende sprechen muss, denn noch ist es nicht vorbei! Allgemein war es ein lahmer und damit passender Abschied von dieser Saison. Auch was die drei Teams anging, schien es so, als hätten sich alle vorher mit ihrem Schicksal abgefunden und es nur noch angenommen.

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