Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Stimmung sinkt weiter

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem der Ausverkauf im Fußball gerade erst einen neuen Höhepunkt erreichte, was hier zur Wochenmitte noch ein Thema sein wird, stand am Wochenende erst einmal wieder die Bundesliga mit ihren bekannten Problemen auf dem Plan. Am Freitagabend startete der 20. Spieltag am Main und Eintracht Frankfurt siegte mit 2:0, in einem Kartenspiel, über Borussia Mönchengladbach. Schiedsrichter Marco Fritz sah in der Mainmetropole gar nicht gut aus, was schon wieder zeigte, dass sich an diesem Problem weiterhin nichts ändern wird und man davon ausgehen muss, dass dieser inakzeptable Zustand gewollt ist. Am Samstagnachmittag war dann ein klarer Fokus auf die Westclubs gerichtet, so empfing Borussia Dortmund den SC Freiburg und man war gespannt, wie es mit Trainer Peter Stöger wohl weitergehen sollte. Das frühe 1:0 war keine große Überraschung, anders sah es dann schon mit dem 1:1 aus aber da war noch viel Zeit auf der Uhr. Zur Pause stand das Unentschieden noch und dies führte erst einmal zu nachhaltigen Unmutsbekundungen vom Anhang des BVB. Nach der Pause sah es auch nicht besser aus, denn der SCF ging mit einem Granatentor aus 50 Meter Entfernung mit 2:1 in Führung. Am Ende stand dann noch ein glückliches 2:2, was aber die Stimmung auch nicht mehr wirklich verbesserte. Es zeigte sich, dass Stöger kein Knaller mehr wird, was bei einem Blick auf seine jüngere Kölner Geschichte auch niemanden überraschen dürfte. Schalke 04 trat im Schwabenland gegen den VfB Stuttgart an, auch dort dauerte es nicht allzu lange und S04 ging mit 1:0 in Führung. Dort setzte sich der Torreigen des Samstags auch gleich fort, allerdings mit den bekannten, traurigen  Problemen, war es doch Schiedsrichter Felix Zwayer, der mit seinem Elfer für Schalke für Diskussionen sorgte. So wurde es dann eine 2:0-Führung und mit der gingen die Schalker dann auch zufrieden in die Halbzeit. Dies sollte es dann auch mit Toren fürs Spiel gewesen sein und so war auch der Unmut der Fans in Stuttgart sehr deutlich, während Schalke zufrieden die Rückreise antrat. Hannes Wolf, der Stuttgarter Trainer, kann nun auch viel auf Reisen gehen, denn am Sonntag war er seinen Job los, was sich schon nach Abpfiff angedeutet hatte.

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Mit richtig großer Spannung schaute man an den Rhein und wollte wissen, wie es beim 1. FC Köln so weitergeht, denn man hatte den FC Augsburg zu Besuch am Dom. Dort dauerte es am längsten, bis das 1:0 fiel und dies gleich wieder zu den bekannten Reflexen, wenn es um die Kölner geht, führte. Der Klassenerhalt wurde so kurz ein immer größeres Thema, was man durchaus verfrüht nennen konnte, wie auch die Tabelle zeigt. Immerhin aber eine Pausenführung. Danach sah es schon wieder anders aus, lange hatten die Kölner Glück aber dann fiel doch das 1:1. Gewissermaßen kehrte das Glück aber noch einmal zurück, denn dieses Unentschieden blieb bis zum Schluss und es hätte auch noch schlimmer werden können. Beim Thema Abstiegskampf kommt man leider in dieser Saison auch wieder nicht am Hamburger SV vorbei, die musste zum ersten Spiel unter Bernd Hollerbach ausgerechnet bei RB Leipzig ran. Die Antitraditionalisten gingen erwartungsgemäß früh mit 1:0 in Führung, mussten allerdings dann erst einmal das 1:1 hinnehmen, womit es auch in die Halbzeitpause ging. Beim Brauseclub scheint die Luft endgültig raus zu sein, was Fußballdeutschland erfreut und den HSV ganz besonders, holten sie doch so einen Punkt, da es beim Unentschieden blieb. Der FC Bayern München bekam mit dem Nachschuss eines Elfers das erste Tor des Tages durch 1899 Hoffenheim eingeschenkt aber dies war noch nicht alles, denn es folgte gleich auch noch das 0:2 aus dem Spiel heraus. Natürlich dauerte es aber nicht lange, bis es schon 2:2 stand und sich wieder zeigte, wie der bescheidene Ligaalltag eben ausschaut und so ahnte man für die zweite Hälfte schon nichts Gutes. Das vermeintliche Premiumprodukt im deutschen Vereinsfußball drehte nach der Pause das Spiel, was man nicht weiter kommentieren muss und so endete es 5:2.

Der Topspielwitz
Am Samstagabend spielten Werder Bremen und Hertha BSC Berlin gegeneinander, was auch immer daran ein Topspiel sein sollte aber das Thema Spielansetzung wird bald schon allgemein richtig Unfrieden bringen, starten doch die Montagsspiele und da steht der Widerstand schon fest und dies ist auch absolut gerechtfertigt. Am Samstagabend an der Weser wurde dann auch klar, dass dieser Kick nicht zu den Highlights des Spieltags zählen sollte, trennte man sich doch 0:0. Dies bedeutete aber nicht, dass keine Tore fielen. In einem normalen Spiel hätte Werder dank Schiri Bastian Dankert gewonnen aber Köln verhinderte dies. Was die Fans vom Videobeweis halten, wurde auch wieder ganz im Norden durch deutliche Ablehnung des DFB klar. Längst eskaliert es auch im Fußball richtig, ganz wie man es aus der Politik kennt, wo die Verantwortlichen ebenfalls meinen, alles ignorieren zu können. Ein böser Fehler, der auch nicht dadurch besser wird, dass das systemtreue ZDF versuchte, all dies mit linientreuem Geschwätz zu vertuschen. Am Sonntag ging es sehr angenehm am Rhein weiter, wo Bayer 04 Leverkusen den herrlichen Siegeszug mit einem klaren und verdienten 2:0 gegen den FSV Mainz 05 fortsetzte. Dann stand ganz zum Schluss noch das Niedersachsenderby zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg an. Im Duell der Niedersachsen sollte es mau losgehen und so fielen bis zur Halbzeit keine Tore, auch wenn die Heimmannschaft, in einem nicht so tollen Spiel, klar besser war. Da Fußball leider eben nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, siegten am Ende die Wölfe mit 1:0 und dies ohne eine Verbesserung im Spiel. Man sieht, es bleibt spannend in der Bundesliga, was sich nur leider nicht aufs Sportliche bezieht.

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