Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Die Vorrunde ist endlich geschafft

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Eigentlich sind sich alle einig, dieses aufgeblähte System mit 24 Mannschaften brauchte bei der Euro 2016 in Frankreich wirklich niemand. Nun ist es geschafft, denn am gestrigen Tage standen die letzten Vorrundenspiele an, bevor es nun am Samstag mit dem Achtelfinale weitergeht. Gestern ging es dann mit den letzten beiden Partien der Gruppe F los und dort traf Portugal in Lyon auf Ungarn, während in Saint-Denis die Isländer gegen die Österreicher antraten. Die bisherigen Begegnungen in dieser Gruppe hatten dazu geführt, dass dort noch so ziemlich alles möglich war, dass dies für den Spielverlauf nicht zwingend von Bedeutung sein musste, hatte man leider im bisherigen Turnier oft genug bewiesen bekommen. Die ersten 45 Minuten sollten aber gleich munter losgehen und zeigten, dass in dieser kuriosen Gruppe bis wirklich zum Ende alles möglich sein sollte. Fast gleichzeitig ging Ungarn mit einem 1:0 gegen Portugal in Führung  und Island ebenso gegen Österreich. Kurz vor der Halbzeit vergaben die Österreich den Ausgleich per Elfmeter. Kurze Zeit später machten die Portugiesen es besser und glichen aus dem Spiel heraus gegen die Ungarn aus. Dann war Pause und man konnte durchatmen und dies sollte auch nötig sein. Direkt nach dem Anpfiff ging es Schlag auf Schlag. Eine der ersten Aktion war ein Freistoß für Ungarn, dieser wurde abgefälscht und führte so zum erneuten Rückstand für die Portugiesen. Während man diesen Treffer noch verarbeitete, fiel auch schon wieder der Ausgleich in dieser Partie. Solche Spiele fehlten in dieser Vorrunde bislang schlichtweg. Wieder kurze Zeit später, wieder Freistoß und Ungarn holte wieder die Führung, diesmal gab es dann auch Böller, was da auch wirklich mal sein musste, war es doch jetzt schon das torreichste Spiel bislang im Turnier. Gerade startete das letzte Drittel der Partie, da glichen die Österreicher auch gegen die Isländer aus und dann auch direkt danach die Portugiesen wieder gegen die Ungarn. Bis jetzt waren schon sagenhafte acht Tore in diesen beiden Spielen gefallen, einfach nur unfassbar und es kam noch die Schlussphase. Den letzten Knaller gab es natürlich, wie so oft, in der gerade angesprochenen letzten Phase des Spiels, genauer gesagt in der Nachspielzeit, wo die Isländer noch das 2:1 gegen die Österreicher schossen, womit der Wahnsinn perfekt war. Ungarn war durch das Unentschieden gegen Portugal Tabellenführer, die Isländer waren durch den Siegtreffer in letzter Sekunde Tabellenzweiter und auch direkt qualifiziert. Portugal kam so etwas glücklich mit dem dritten Platz durch und Österreich musste abreisen.

Die letzten beiden Spiele der Vorrunde
Am Abend traten dann in den beiden allerletzten Vorrundenspielen in der Gruppe E noch Italien und Irland in Lille gegeneinander an, während zeitgleich in Nizza Schweden auf Belgien traf. Auch in diesen Partien war zum Ende der Gruppenphase noch einiges möglich, was zu mindestens theoretisch die Möglichkeit bot, dass es, wie in den Partien zuvor, weitergehen sollte. Das Spiel in Nizza war dann auch das letzte mit deutscher Beteiligung in der Vorrunde, namentlich bedeutete dies Felix Brych und Kollegen, wie Marco Fritz und Bastian Dankert. Nach der schlechten Leistung, die im ersten Spiel von Brych und seinen Freunden abgeliefert wurde, war es vielsagend in Sachen Schiedsrichterproblematik, dass sie weiterhin antreten dürften und über ein Kartenspiel konnte sich so auch niemand wundern. Ansonsten war die erste Halbzeit in beiden Begegnungen nicht im Ansatz mit den anderen beiden Spielen des Tages zu vergleichen, es war eher noch einmal ein Hinweis, warum man am Ende dieser Turnierphase schon sagen musste, dass es endlich geschafft ist. Mit Fußballspaß hatte dies nur ganz selten zu tun. Aber es standen in Lille und Nizza immerhin noch jeweils 45 Minuten an. Dann war allerdings auch schon die erste komplette Stunde wieder rum und nirgendwo war etwas passiert, außer dass Brych eine klare Torchance für die Schweden verhinderte und wieder nur er weiß, was dies sollte aber so etwas verdient eigentlich kaum eine Erwähnung, da es nichts ist, was man bei ihm außergewöhnlich nennen könnte. Natürlich kam dann noch die entscheidende Schlussphase, was auch schon Tradition hat und da gingen die Belgier mit 1:0 gegen die Skandinavier in Führung und auch die Iren erzielten das 1:0 gegen die Italiener. Dann war endlich Schluss und alle Würfel gefallen. Nach diesen letzten beiden Spielen war Italien nur durch den direkten Vergleich gegen Belgien Tabellenführer und damit natürlich durch, was aber so vorher schon feststand. Als Tabellenzweiter folgte eben Belgien und die drittplatzierten Iren schafften es ebenfalls. Damit standen nun alle Begegnungen des Achtelfinals fest und ebenso, dass von den Drittplatzierten Albanien und die Türkei ausgeschieden waren, alle anderen Dritten kamen durch und füllten die nächste Runde auf, welche hoffentlich wesentlich besser wird, was eigentlich gar kein Problem sein dürfte. Zum Abschluss sei aus aktuellem Anlass noch erwähnt, dass es bei dieser Europameisterschaft keinen BREXIT gab und man bald wissen wird, ob dies ein Omen war.

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