Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Doppelte Trauer zum Rückrundenauftakt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Natürlich stand der Rückrundenauftakt der Bundesliga ganz im Zeichen der Trauer und zwar vor allem mit einem großartigen Gedenken an Junior Malanda, dem belgischen Nachwuchstalent der Wölfe, der zu Jahresbeginn bei einem Autounfall verstarb. Aber im freitagabendlichen Auftaktspiel zur Rückrunde zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München mischte sich auch die Trauer, dass es in der Rückrunde weitergehen wird, wie schon seit längerer Zeit. Wolfsburg gewann zwar ganz souverän und hochverdient mit 4:1 aber dies darf über einige Fakten nicht hinwegtäuschen. Der FCB hätte niemals bis zum Ende mit elf Mann auf dem Platz stehen dürfen, was wieder zeigte, wie die vermeintlich Unparteiischen, in diesem Fall Tobias Welz, auch weiterhin am Premiumprodukt der Liga mitwirken. Der Sieg, der natürlich auch aufzeigte, warum es keine Fragen mehr gibt, warum das Softdrinkwerbefigürchen aus München nicht Weltfußballer wurde, sollte nicht überbewertet werden, denn faktisch hat der Sieg der Niedersachsen, nach all den in der Hinrunde ergaunerten Punkten der Bayern, kaum etwas verändert. Es sollte wohl eher ein Zeichen der vermeintlichen Spannung zum Rückrundenauftakt gesetzt werden, eine Spannung die natürlich kein Stück größer wurde. Begleitet wurde all dies vom Staatsfernsehen, welches mit der Liveübertragung selbstverständlich wieder als FCB-TV daher kam. Man wundert sich nicht, dass diese Sendergruppe mittlerweile nicht mehr nur im Fußball abgelehnt wird, was verständlich ist, wenn man zum Beispiel beachtet, dass Pyro dort  im Wintersport für tolle Fans und gute Stimmung steht, während man die, die es beim Fußball nutzen, einfach nur aufs Übelste beschimpft. All dies war aber nur der Anfang in die Rückrunde und mit Spannung schaute man, wie es am Samstag weitergehen sollte.

Der erste Samstag der Rückrunde
Auch wenn das so genannte Topspiel, welches man medial so groß aufgebaut hatte, wieder erst am Samstagabend anstand, sollte es auch ein interessanter Nachmittag werden. Man muss allerdings einräumen, dass die erste 45 Minuten eher keine Werbung für den Fußball waren aber dies sollte sich in der zweiten Halbzeit massiv ändern. Es sei aber noch erwähnt, dass das Gedenken an Malanda tatsächlich durch alle Stadien ging, was wirklich ein großartiges Zeichen der Menschlichkeit in diesem ansonsten auch längst vom Kommerz zerfressenem Sport war. Ganz und gar nicht lobenswert waren wieder einmal die Schiedsrichterleistungen, da aber weitere ganz große Skandale ausblieben, soll nicht weiter darauf eingegangen werden. Einen wirklichen Knaller sollte es im Breisgau geben, wo man nicht nur Werbung für ein neues Stadion machte, über welches am Sonntag per Volksentscheid abgestimmt wurde, sondern auch guter Fußball beworben wurde. Der SC Freiburg geriet gegen die Eintracht aus Frankfurt mit 0:1 in Rückstand, was keine große Überraschung war, dass die Freiburger das Spiel noch drehten und mit 4:1 siegten, war dann allerdings nicht nur eine Überraschung, sondern auch ein echtes Highlight. Es sollte mit fünf Toren auch gleich weitergehen, denn der FSV Mainz 05 siegte mit 5:0 gegen den SC Paderborn, was ein erster großer Rückschlag für den Neuling in der Bundesliga war und man nun sehen muss, wie man es dort verkraftet. Dann war es mit dem Torregen aber auch vorbei und es sollten in den restlichen vier Partien des Samstags auch nur noch vier Tore geben. Der 1. FC Köln startete mit einem 2:0-Auswärtsieg beim Hamburger SV, was die Probleme des Dinos nicht kleiner machte. Schwer tat sich Borussia Mönchengladbach beim Klassiker gegen den VfB Stuttgart, wo man einen 1:0-Ausärtssieg schaffte. Auch nicht wirklich einfach war der 1:0-Heimsieg von Schalke 04 gegen Hannover 96.

Das Urmel aus dem Eis
Wie der Freitag gezeigt hatte, versuchte man krampfhaft die Tabelle spannend zu halten, schließlich will man Geld verdienen, was natürlich schwer ist, wenn die Meisterschaft offensichtlich längst verbucht ist. Samstagabend stand dann das so genannte Topspiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund an, welches im Vorfeld vor allem auch im Staatsfernsehen so forciert wurde. Man streute die Info von vielen Toren und einigem mehr. Am Ende war es ein torloses Unentschieden, dem man nur wenig abgewinnen konnte. Warum laut dem angesprochenen Kreis der Medien beide Teams mit dem Ergebnis zufrieden sein konnten, versteht außer ihnen selbst wohl kaum jemand. Für die Werkself bedeutete es einen Absturz an der Tabellenspitze und für den BVB endete der 18. Spieltag so auch auf dem selbigen Tabellenplatz, da muss man wohl eher sagen, dass für beide Teams ein Sieg wichtiger gewesen wäre, als dieses äußerst schädliche 0:0. Nach diesem gefloppten Topspiel standen dann noch die Sonntagsspiele an. Den Auftakt machte Werder Bremen, die Hertha BSC Berlin empfingen und man war nicht überrascht, dass es ein Kartenspiel werden sollte, stand doch Felix Brych auf dem Platz. Fußball wurde auch gespielt und es ging für die Jungs von der Weser besser los, denn kurz vor der Halbzeit gab es das 1:0, bevor es dann auch nach der Pause weiter fleißig Karten regnete. Eine weitere Parallele zur ersten Halbzeit gab es dann auch noch und Werder erhöhte auf 2:0, was auch der Schlussstand sein sollte, womit man bei Werder etwas durchatmen kann. Den Abschluss gab es dann mit der Partie zwischen dem FC Augsburg und 1899 Hoffenheim. Die Augsburger Puppenkiste kam an diesem Sonntagabend, wie die Kulisse vom Urmel im Eis daher und es sollte ein allgemein komisches Spiel werden, welches phasenweise doch sehr langweilig daher kam aber auch Kampf und Highlights bot. Am Ende siegten die Augsburger mit 3:1, wodurch auch Leverkusen noch weiter abrutschte.

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