Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Effektiv unschön

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Das gestrige Spiel der LÖWenherzen gegen Schottland in Glasgow war ähnlich, wie das Spiel gegen die Polen vom Freitag aber es wurden auch Veränderungen deutlich. So verzichtete Jogi Löw diesmal, zu mindestens vor der Kamera, auf Körperpflegeeinheiten. RTL, der übertragende Privatsender, mutiert nun leider auch mehr und mehr zum FCB-TV. So versuchte man dort alle Fehler, gerade auch die beiden Böcke von Manuel Neuer, die jeweils zu den Toren für Schottland führten, anderen Spielern anzuhängen, welche nicht beim Premiumprodukt des deutschen Fußball beschäftigt sind. Erwartungsgemäß hingegen war die super Stimmung im Hampden Park, diesmal sogar auch von den deutschen Fans. Was aber nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass es phasenweise ein wirklich anstrengendes Spiel war. Es war das typisch deutsche Gekicke, wie man es kennt, nicht schön aber, wenn man die Ergebnisse der letzten beiden Spiele nimmt, effektiv. Immerhin hat es genauso schon in Brasilien geklappt, von daher wieder aufs Losglück hoffen und auf Schiedsrichter, welche Respekt vor den LÖWenherzen haben, dann wird es schon. Freude an einem Spiel, wie das gestrige, verbreitet man so nicht unbedingt aber darum geht es im kommerzialisierten Fußball eben auch nicht. Man sollte nun aber nicht glauben, dass dies schon alle Veränderungen waren, denn nachdem man vor dem Saisonstart noch ein wenig kleinere Brötchen gebacken hatte, sieht es nun schon wieder ganz anders aus und man spuckt gewohnt große Töne, was den nächsten Titel schon fast zur Nebensache macht.

Paris nur noch eine Zwischenstation
Plötzlich ist die EM 2016 in Frankreich nur noch eine Zwischenstation zur Titelverteidigung bei der WM 2018 in Russland. Da muss natürlich noch einiges an Losglück und ähnlichem hinzukommen. Wirklich überzeugend ist es beim DFB-Team alles noch immer nicht, auch dies zeigte der Saisonauftakt, gerade wenn man einbezieht, wie lang die Sommerpause war, von den Gehältern ganz zu schweigen. Löws Espresso nachdem Spiel muss man eigentlich auch nicht mehr übertragen, denn natürlich hat immer der Gegner die Schuld daran, dass das deutsche Spiel nicht überzeugt und wie verbunden auch er dem Premiumprodukt ist, hat auch jeder begriffen. Komisch dann nur, dass Polen zum Beispiel gegen Gibraltar sehr wohl mit 8:1 glänzen konnte. Nun ist klar, auch bei den kommenden Freilosgegnern, sollte man bei der deutschen Nationalmannschaft nicht mit überzeugenden Highlights rechnen. Die letzten beiden Spiele hätten auch ganz schnell anders ausgehen können, eine Option, die nun für die weitere Qualifikation natürlich keine Rolle mehr spielen dürfte. Ob dies allerdings für die Titel in Frankreich und Russland auch reicht, sollte man nicht voraussetzen. Die Titel bei diesen kommenden Turnieren sind jetzt aber kommuniziert und man weiß, woran man die DFB-Auswahl nun messen kann und muss. Dies gilt übrigens neben Neuer, vor allem auch für seinen Kollegen und Großmeister des Eigenlobs Thomas Müller, der auch immer wieder gerne den Clown gibt, nur leider ohne jede Komik.

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