Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Eher kein Knallerspieltag

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. In dieser Woche startete der Spieltag noch einmal am Freitagabend und zwar mit dem Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen. Die Bremer legten in der ersten Halbzeit mit 2:0 vor aber im zweiten Durchgang konnten die Frankfurter alles wieder auf Start stellen und mit dem 2:2 kam auch gleich schon der erste Elfer des 28. Spieltags daher, der allerdings ein klarer war. So rasen die Teams von Main und Weser weiter aufeinander zu. Frankfurt wird von oben durchgereicht und Bremen kommt dabei aus dem Keller hoch. Auch solch nette Geschichten schreibt die Bundesliga, nur leider machen die es nicht aus. Am Samstagnachmittag gab es erst einmal ordentlich Pyro am Rhein, denn es war Derbyzeit und der 1. FC Köln empfing Borussia Mönchengladbach. Man erkannte schnell, dass in der Domstadt schon einiges möglich ist, wenn die Kanzlerin, im Rahmen des Wahlkampfs, nicht da ist, was den Verdacht aus der Vorwoche untermauerte. In einem solchen Spiel Mr. Phantomtor Felix Brych zum Schiri zu machen, ist mindestens fahrlässig aber jeder dürfte längst verstanden haben, welches System hier auf der Agenda steht. So war man nicht irritiert, dass die Partie oft genug in der Nähe des Kontrollverlustes stattfand. Ansonsten taten die Kölner auch an diesem Samstag alles dafür, ihren Ruf als Fahrstuhlmannschaft zu unterstreichen und so gewannen die Fohlen dieses so wichtige Derby mit 3:2. Der Hamburger SV kam in der Hansestadt mit einem Freistoß gegen 1899 Hoffenheim in Führung, allerdings glichen die SAP-ler mit einem Foulelfmeter wieder aus, bevor dem HSV selbiger später verweigert wurde. Man sah schnell, dass Schiri Felix Zwayer auch wieder seinen Einfluss geltend machte. Am Ende gab es noch einen Treffer des Dinos aus dem Spiel heraus, welches übrigens ein Kartenspiel war. So endete es mit 2:1 und die Hamburger steuern auf eine ähnliche Saison zu, wie man sie schon im Vorjahr spielte.

Wenn keine Ausreden mehr bleiben
RB Leipzig trat gegen Bayer 04 Leverkusen an und dort stand Schiedsrichter Robert Kampka im Mittelpunkt, nicht nur, dass Leverkusen schon wieder ein Elfer verweigert wurde, gab es auch wieder eine dieser extrem langen Nachspielzeiten, welche in dieser Saison nicht zum ersten Mal spielentscheidend waren. In dieser Bonuszeit fiel dann auch das 1:0 für die Antitraditionalisten, die kurz zuvor dezimiert wurden. Selbstverständlich kann man dem Schiri aber nicht die Hauptschuld an dieser unnötigen Niederlage geben und so muss es nun endgültig Konsequenzen für das unfähige Management haben, welches all dies in der Hauptsache zu verantworten hat und längst über keinerlei Ausreden mehr verfügt und dies gilt vor allem auch für Rudi Völler. Schalke 04 machte im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg kurzen Prozess, da änderte auch ein Elfer für die Wölfe von Schiri Benjamin Brand nichts dran. Der fällige Platzverweis in diesem Zusammenhang blieb übrigens aus, obwohl er längst überfällig war. Das nächste Problem war, dass die Wölfe zwei klare Elfer zuvor nicht bekommen hatten. So blieb ein Geschmäckle, da man dieses Spiel kaum vernünftig beurteilen kann. Es zeigte sich dort aber vor allem auch wieder sehr deutlich, dass Dieselgate schon lange nicht mehr das einzige große Problem in Wolfsburg ist. Zum Schluss muss man noch das Spiel an der Dreisam erwähnen und dort trafen der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 aufeinander und eigentlich ist die Sache mit dem Erwähnen hier sehr relativ. Die Bundesliga hat, aus den bekannten Gründen, allgemein schon mit Langeweile zu kämpfen, da sollte man solche Grottenkicks einfach vermeiden.  Aber zurück zum Spiel, am Ende gewannen die Breisgauer mit 1:0, womit es bei den Mainzern nun lichterloh brennt, was ausnahmsweise nicht in Sachen Pyro zu verstehen ist, sondern sich eher auf die Tabelle bezieht.

Auch das Fußballproblem wird größer
Am Samstagabend stand dann noch die Partie zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund an und man hatte im Vorfeld so viel großes suggeriert, was natürlich vor allem auch wieder für die Staatsmedien galt, welche allgemein fast uneingeschränkt hinter dem vermeintlichen Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs stehen. Hierbei wird die Realität oft genug ausgeblendet aber es waren auch diese Protagonisten, welche vor der Saison prophezeiten, dass Leverkusen im Titelkampf eine maßgebliche Rolle spielen sollte. Dies sagt einiges über ihre Vertrauenswürdigkeit aus und zeigt, warum man sich dort in Sachen Fake-News nicht ständig soweit aus dem Fenster lehnen sollte. Das Spiel selbst ist einfach erzählt, Dortmund hat so mit dem großen Geld im Fußball nichts zu tun, was wohl auch an Trainer Thomas Tuchel liegt und der FCB kann sich wieder über eine lächerliche Schiedsrichterleistung freuen und darf sich auch bei Marco Fritz bedanken. Somit wird das Fußballproblem ebenfalls weiterhin immer größer. Der Sonntag stand in der Hauptsache im Zeichen des Abstiegskampfes und zuerst trafen Hertha BSC Berlin und der FC Augsburg aufeinander. Überraschungen blieben an dieser Stelle in der Hauptstadt aus und so gewann die Hertha souverän mit 2:0. Ganz zum Schluss gab es dann noch das vollkommene Kellerduell zwischen dem FC Ingolstadt und Darmstadt 98. Im Duell der beiden letzten Teams in der Tabelle, sah es lange Zeit doch noch nach einer kleinen Überraschung durch die Lilien aus, allerdings ist so etwas in der Liga offensichtlich nicht vorgesehen und so siegte am Ende doch der FCI mit 3:2. Dies passt natürlich ins Bild, was auch für gleich zwei Platzverweise durch Schiedsrichter Manuel Gräfe gilt. So blieb nur die Erkenntnis, dass es wieder einmal kein wirklicher Knallerspieltag war, ein trauriges Bild.

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