Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein aussagekräftiges Comeback in der Liga

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem schon in der letzten Woche mit Gianni Infantino irgendwie das System-Blatter in den Weltfußball zurückgekehrt war, ohne dass es je wirklich weg war, gab es nun auch in der Bundesliga ein ähnlich erschreckendes Comeback. Der Verbrecher Uli Hoeneß ist nun sprichwörtlich und in Rekordzeit auch auf der ganz großen Bühne des FC Bayern München wieder angekommen. Er brauchte nur gut die Hälfte seiner Haftstrafe absitzen, was trotz allerlei juristischer Erläuterungen ein Geschmäckle hatte und sein Comeback wurde auch gut vorbereitet, so konnte man ihn schon während seiner langen Zeit, in welcher er Freigänger war und beim FCB arbeitete, auch gerne beim Basketball sehen. Schaut man so auf seine Haftzeit zurück und überlegt sich den Schaden, welchen er der Allgemeinheit versucht hat zu zufügen, bleibt der Verdacht einer Zweiklassengesellschaft. Übrigens war er nicht der einzige Verbrecher dieses Vereins, welcher dort für Schlagzeilen sorgte, auch sein vorbestrafter Kollege Karl-Heinz Rummenigge suchte die Öffentlichkeit und zwar in Sachen Videobeweis. Es ist natürlich völlig lächerlich, wenn irgendwelche Vorschläge dieser Art gerade von Bayern München kommen, wo man doch überdurchschnittlich oft bevorteilt wird. Man sieht, auch weiterhin ist neben dem Platz mehr los, was auch nicht überrascht, denn die Fakten aufm Platz sind schon länger immer durchschaubarer geworden. Am Dienstagabend gab es dann gerade einmal nur noch zwei Spiele zum Auftakt des 24. Spieltags, was auch wieder belegt, wie überreizt auch dort längst vieles ist. Da war die Partie zwischen dem FC Ingolstadt und dem 1. FC Köln, das erste Spiel nachdem überraschenden Tod der Kultfigur im Kölner Fußball, denn am Tag zuvor war Hannes Löhr im Alter von 73 Jahren verstorben. Es gab das für die Domstädter übliche Ergebnis von 1:1, womit sie sich schon lange Zeit im Mittelfeld halten.

Eine absehbare Eskalation
Am Dienstagabend stand aber auch noch das Niedersachsenderby an und Hannover 96 empfing den VfL Wolfsburg. Der Kampf der vermeintlichen Machthaber gegen die wahren Fans ist nichts Neues mehr im Fußball, für dieses Derby bedeutete dies ein Verbot von Fahnen und Trommeln bei den Gästefans. Neben der normalen Pyro, die gerade auch ein Derby braucht, kam es zum Beschuss der Ersatzbank, was noch einmal eine neue Qualität in der angesprochenen Auseinandersetzung war. Ohne so etwas rechtfertigen zu wollen, muss man auch sehen, wer ständig provoziert und so erklärte man selbst im Ersten, dass es eine Reaktion auf die angesprochenen Sanktionen war. Langsam muss man sich fragen, wie weit die Provokationen noch gehen sollen und was erst passieren muss, bis die Feinde des Fußballs verstehen, was sie mit all ihren, oftmals sinnfreien Sanktionen auslösen. Zum Spiel ist zu sagen, es hatte im Vorfeld viele Spekulation gegeben, was alles hätte passieren können, am Ende gab es einen klaren 4:0-Auswärtssieg für die Wölfe. Somit enden die Probleme in der niedersächsischen Landeshauptstadt auch weiterhin nicht, wie ein Blick auf die Tabelle verrät. Richtig ging es dann eigentlich erst am Mittwoch los, wo gleich sieben Begegnungen anstanden und irgendwie klar war, dass nicht alles glatt verlaufen sollte. Dies zeigte sich auch gleich bei verschiedenen Begegnungen. Da war Schalke 04 gegen den Hamburger SV und es endete 3:2 und dies dank dem Kontrollverlust von Schiri Günter Perl, dessen Liste an Fehlentscheidung für dieses Spiel zu lang war, um sie hier im Detail zu präsentieren. Es sei nur so viel gesagt, Ergebnis und Punkteverteilung hätten hier auch durchaus anders aussehen können. Ganz ähnlich sah es unter Knut Kircher in der Partie zwischen Hertha BSC Berlin und Eintracht Frankfurt aus, welche 2:0 endete. Die Hessen kennen ihr Schicksal in Sachen Schiedsrichter schon ganz gut, womit auch dies keine Überraschung war. Guido Winkmann war dann der vermeintlich Unparteiische beim Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Augsburg, der dem FCA mit einem lächerlichen Elfer den einzigen Treffer gönnte und 1899 einen klaren verweigerte. Es half aber alles nichts und am Ende siegten die SAP-ler trotzdem mit 2:1 und man fragte sich, ob so eine misslungene Einflussnahme aussieht.

Es zeigte Wirkung
Auch Bayer 04 Leverkusen kann ein Lied von den Schiedsrichtern singen und da irritierte es auch nicht, dass im Spiel gegen Werder Bremen Marco Fritz, welcher diesen Job diesmal ausfüllen sollte, dafür sorgte, dass man das Ergebnis nur relativ sehen konnte. Die Jungs von der Weser gewannen mit 4:1 und die Werkself schoss nicht ein Tor, denn die Bremer machten auch noch ein Eigentor. Neben der Fehlplanung von Rudi Völler muss man aber auch festhalten, dass ein Negativtrend zu erkennen ist, welcher auf das Skandalspiel unter Felix Zwayer und dessen Folgen zurückzuführen sein dürfte. Was passiert, wenn Schiris keinen Einfluss nehmen und der FC Bayern München ein für sich normales Spiel abliefert, konnte man in der Partie gegen den FSV Mainz 05 erleben, welche die Bayern mit 1:2 verloren. Dieser Zufall sorgte natürlich auch dafür, dass man die Spannung für das kommende Spiel gegen den BVB hochsetzen konnte, was wieder für ein Geschmäckle sorgte. Dies gilt auch noch einmal ganz besonders für Uli Hoeneß, den die Fans feierten, was er sichtlich genoss. Dies war schon überraschend, hat dieser Verbrecher auf Bewährung es doch sonst im Moment nicht so mit der Öffentlichkeit. In den systemtreuen Massenmedien gibt es übrigens eher Mitleid für ihn, was völlig unverständlich ist und Straftaten natürlich banalisiert. Passend zum Spannungsaufbau fürs kommende Topspiel war dann natürlich auch der 2:0-Auswärtssieg von Borussia Dortmund bei Darmstadt 98. Ein nicht zwingend schönes Spiel aber ein ungefährdeter Sieg. Nimmt man die letzten beiden Spiele zusammen, welche hier kommentiert wurden, hätte alles andere, als ein klarer Sieg des BVB am nächsten Wochenende gleich das nächste Geschmäckle, was aber auch nicht mehr großartig auffallen würde. Immerhin kann man zum Schluss noch von einem unauffälligen 4:0-Heimsieg von Borussia Mönchengladbach über den VfB Stuttgart berichten, welcher noch höher hätte ausfallen können aber so schossen die Borussen vom Niederrhein nur drei Tore und den Rest erledigte ein Eigentor. Ganz am Ende kann man leider wieder nur sagen, dass auch dieser Spieltag ganz anders verlaufen wäre und der Glaubwürdigkeit nicht geschadet hätte, wenn …

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