Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein besonderes Jahr und viel Vorfreude

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nun ist es auch schon wieder August und langsam steigt die Vorfreude, denn in diesem Monat startet nicht nur der DFB-Pokal in die neue Saison, sondern auch die Bundesliga.

Schon das Wochenende war gleich von einer wahren Flut spannender Testspiel geprägt und eine erste Schlagzeile, die man durchaus etwas zu großgeraten nennen dürfte, gab es auch schon, so hat Bastian Schweinsteiger endlich begriffen, dass seine Zeit bei der Nationalmannschaft vorbei ist und seinen Rücktritt erklärt. Einige Monate früher wäre dies wahrscheinlicher wesentlich hilfreicher gewesen aber dies ist Geschichte.

Traditionell geht es in den unteren Ligen schon früher los und so trafen am gestrigen Sonntag auch schon der 1. FC Lok Leipzig und der FC Energie Cottbus im Bruno-Plache-Stadion unterhalb des Völkerschlachtdenkmals in der sächsischen Metropole aufeinander. Diese Aufwärmphase, wenn man es denn so nennen mag, mit der vierten Liga bot doch gleich Klasse.

In dieser Form gab es dieses Spiel zuletzt 1991 und es endete damals 1:1. Für Cottbus war es diesmal das erste Spiel in den schlechtesten Zeiten seit der Wende, war man doch letzte Saison erst abgestiegen. Genau umgekehrt sah es für Lok aus, denn der große Leipziger Traditionsverein war grade aufgestiegen. Am Ende stand auch diesmal wieder ein 1:1-Unentschieden.

Für viele Ostvereine ist dieses Jahr ein ganz besonderes, feiern sie doch ihren 50. Geburtstag, was auch ein Grund dafür ist, dass sie hier in diesem Jahr ein wenig im Fokus der Vereinsvorstellungen stehen.

Energie Cottbus feierte bereits am 31. Januar 2016 offiziell mit einem Geburtstagsspiel gegen Fortuna Köln, es endete 0:0 und neben einer Choreo, gab es auch richtig ordentlich Pyro, welche zu einer Spielunterbrechung führte.

Zur Geschichte vom Fußballclub Energie Cottbus e.V. wie es ganz richtig heißen muss, ist zu sagen, dass es ein Fußballverein aus Cottbus in Brandenburg ist.

1963 wurde bereits der SC Cottbus gegründet und wurde dann 1966 in BSG Energie Cottbus umbenannt. Im Jahre 1990 wurde die BSG, also die Betriebssportgemeinschaft, aufgelöst und es entstand der Verein in FC Energie Cottbus.

Nach der Wende gab es große Zeiten für den Club aus der Lausitz, so spielten sie ganze 17 Jahre lang, von 1997 bis 2014, in der 1. und 2. Liga. Seitdem zeigt der Kurs allerdings nur noch nach unten und nach zwei Jahren in der 3. Liga ging es nun, wie angesprochen, in der aktuellen Saison 2016 / 2017 in der viertklassigen Regionalliga Nordost weiter.

Es war die Saison 1962 / 1963 und die gerade aus der damaligen DDR-Oberliga abgestiegene Mannschaft SC Aktivist Brieske-Senftenberg wurde nach Cottbus delegiert und dem SC Cottbus angegliedert, ein Vorgang, wie er in der damaligen DDR durchaus üblich war und sich so eben auch in der Lausitz abspielte. So war die zweite Mannschaft des Sportclubs die ausgegliederte Mannschaft von der BSG Lokomotive Cottbus. Es waren zu dieser Zeit solche Maßnahmen mit denen man Talente in Clubs konzentrieren wollte. In Cottbus war dabei das Ziel, den Lokalrivalen ASG Vorwärts Cottbus, seiner Zeit der stärkste Fußballverein dort, zu überholen.

Da dies nicht gelang, wurde die Sektion Fußball 1966 aus dem Sportclub ausgegliedert und es kam eben am 31. Januar 1966 zur Neugründung mit der Betriebssportgemeinschaft Energie Cottbus. Die Energie kam übrigens durch Bodo Krautz, welcher sich an einem Leserwettbewerb der Lausitzer Rundschau beteiligt hatte, damit ein passender Name gefunden werden konnte. Es hat auch einen logischen Sinn, denn der ehemalige Bezirk Cottbus galt durch Kraftwerke und den Braunkohletagebau als Energieproduzent.

Nach der Wende 1989 löste sich das System der Betriebssportgemeinschaften aus den bekannten wirtschaftlichen Wendefolgen auf und so gründeten Mitglieder der Fußballsektion der BSG am 1. Juli 1990 den FC Energie Cottbus. Wobei das BSG bis zum heutigen Tage eine große Bedeutung, gerade auch für die Anhängerschaft der Cottbusser hat.

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