Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein Biberbau?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nun wird noch ein letztes Stadion in diesem Jahr vorgestellt und irgendwie könnte man es tatsächlich einen Biberbau nennen, hat die dortige Heimmannschaft doch dieses possierliche Tierchen zum Maskottchen. Fleißige Leser wissen nun, es geht noch einmal nach Halle an der Saale.

In der größten Stadt von Sachsen-Anhalt findet man die Heimspielstätte vom Halleschen FC, den Erdgas Sportpark, welcher vor gut einem halben Jahrzehnt, im September 2011, eröffnet wurde. Dieser Sportpark in der fünftgrößten Stadt der ehemaligen DDR wurde auf dem Grund des alten Kurt-Wabbel-Stadions errichtet, welches im Sommer 2010 fast komplett abgerissen wurde.

Einiges an Bausubstanz wurde aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten, dazu zählten die Außenmauer und die Torbögen, die schon am 1936 errichteten Kurt-Wabbel-Stadion zu finden waren. Außerdem sollten die Arbeiterstandbilder, welche 1951 vom Thingplatz Brandberge ans Stadion umgesetzt wurden, erhalten bleiben. Während der Bauphase  musste der HFC übrigens ins Stadion im Bildungszentrum ausweichen, um dort die Heimspiele auszutragen.

Mit dem Richtfest des Neubaus im April 2011 bekam die Sportstätte den offiziellen Sponsorennamen Erdgas Sportpark, benannt nach dem Energieversorgungsunternehmen VNG-Verbundnetz Gas. Dieser Vertrag über das Namensrecht beschert dem Verein immerhin 500.000 Euro im Jahr und dies bei einer Laufzeit von 10 Jahren.

Die Bauarbeiten hatten im September 2010 begonnen und den ersten Spatenstich feierten die Oberbürgermeisterin von Halle, Dagmar Szabados (SPD), der Landesfinanzminister von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn (SPD) und Landesbauminister Karl-Heinz Daehre (CDU). Die Baukosten von circa 17 Millionen Euro teilten sich die Stadt, die etwa 11 Millionen Euro übernahm und das Land Sachsen-Anhalt, welches für die restlichen knapp 6 Millionen Euro aufkam.

Das so entstandene, neue Stadion in Halle hat jetzt ein Fassungsvermögen von 15.057 überdachten Plätzen. Diese teilen sich in 8.850 Stehplätze und 6.155 Sitzplätze auf. Hinzu kommen 8 Logen, 320 Businesssitze und 52 Plätze für Behinderte und ihre Begleitpersonen. Flutlicht und auch eine Photovoltaikanlage der Stadtwerke Halle sind in das Stadiondach integriert. Eine Rasenheizung findet man unter dem zwei Meter abgesenkten Naturrasen ebenfalls, die Besonderheit an dieser Stelle ist, dass die Wärme aus dem halleschen Fernwärmenetz kommt.

Im  September 2011 wurde das neue Stadion mit einem Tag der offenen Tür für die Fans und Freunden des Halleschen FC feierlich eröffnet und das passende Spiel gab es natürlich auch und so trat man gegen den Hamburger SV an, welcher mit 4:1 siegen sollte, was die Freude über das neue Stadion aber nicht wirklich eintrüben konnte.

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