Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein entscheidendes Wochenende

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Endete der Rückrundenauftakt mit einem torlosen Unentschieden von Borussia Dortmund, ging es nur minimal besser für den BVB weiter. Die Borussia trat zum Auftakt des 19. Spieltags am Freitagabend in der Hauptstadt gegen Hertha BSC Berlin an und schaffte ein 1:1 und der Dortmunder Anhang feierte das Spiel mit feiner Pyro. Beschwerden darüber, sollte man sich einfach sparen, solange man die Liga mit dem Videobeweis tyrannisiert, wie auch bei diesem Spiel und am gesamten Wochenende wieder. Ein Kult um Trainer Peter Stöger, wie man ihn noch in Köln erleben konnte, wird so in Dortmund mit Sicherheit nicht aufkommen. Dann ging es, wie gewohnt, am Samstag weiter und dies bedeutete auch Neues vom Ausverkauf. Minuskulisse im Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Augsburg, wo man vor allem Schiri Bibiana Steinhaus hervorhob, um zu erklären, dass sie längst völlige Normalität wäre. Der Schwachsinn solcher Kommentare erklärt sich glücklicherweise von selbst. Am Niederrhein sollte dann auch das erste Tor am Samstag fallen und die Fohlen gingen mit 1:0 in Führung. Das nächste Highlight war dann allerdings ein negatives zum Thema Normalität von Steinhaus, denn diese wurde mit einer großen Fehlentscheidung unterstrichen und der Videobeweis kam gar nicht erst zum Einsatz, was wieder zeigte, dass die Technik nur einem Ziel dient und dies hat nichts mit Sport zu tun. So bekamen die Gladbacher nicht den verdienten Vorteil in Überzahl zu geraten. Danach verweigerte sie dann der Borussia auch noch einen klaren Handelfer, womit die einzige Schiedsrichterin in der Bundesliga bewies, dass auch sie problemlos Skandalspiel kann. Kurz vorm Schluss fiel dann noch das 2:0, was den riesigen Skandal gerade noch verhinderte.

Die Sache mit dem Topspiel
1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen war ein Topspiel, wie nicht nur der Blick auf die Tabelle verriet. Dieses Spiel wurde aber trotzdem nicht am Abend angesetzt, was auch wieder alles zum Thema vermeintliche Topspiele aussagte. Auch hier waren klare Lücken in den Rängen erkennbar, was DFB und DFL eigentlich ans Denken bringen sollte aber natürlich nicht tut. Es dauerte aber trotzdem eine ganze Weile bis Leverkusen endlich in Führung ging und so ging es mit 0:1 in die Pause. Danach ging es gleich so weiter und Bayer schoss das 2:0 und das 3:0. Kurz vorm Ende gab es dann noch den Anschlusstreffer aber danach machte Leverkusen mit dem 4:1-Endstand alles klar. Ein wirklich feiner Kick, welcher B04 auch endlich wieder zu Vizekusen machte. Von der Ansetzung her gab es am Europakreisel eher kein Topspiel, wo der FSV Mainz 05 auf den VfB Stuttgart traf und die Schwaben durch ein Eigentor in Führung gingen. Auch dort war der Videobeweis ein Thema, denn das 1:1 wurde aberkannt und dies eben durch den Videobeweis, es bleibt damit weiterhin ein Instrument der völligen Willkür. Die Stimmung kippte wohl nur deshalb nicht gänzlich, da es kurz danach tatsächlich noch den Ausgleich gab und man mit 1:1 in die Halbzeit ging. Nach der Pause trafen die Mainzer das dritte Mal, wenn man die gegebenen Treffer nimmt, so hatten sie das Spiel dann gedreht. Es sollte nicht lange dauern, bis es noch deutlicher wurde und die Heimmannschaft so mit 3:1 vorne lag. Der 3:2-Anschlusstreffer der Stuttgarter, welcher auch das Endergebnis markierte, kam dann einfach zu spät, womit das Comeback von Mario Gomez erwartungsgemäß mehr und mehr scheitert. Er selbst schaffte übrigens die 90 Minuten nicht, wurde er doch vorher verletzt ausgewechselt.

Wenn Fußball gerecht ist
Beim VfL Wolfsburg trat Eintracht Frankfurt an und ging auch zügig mit 2:0 in Führung, was auch bis zur Pause gehalten wurde. Nach der Pause kamen die Wölfe mit einem Freistoß noch 2:1 ran. Problem für die Jungs aus der Autoskandalstadt war, dass sie kurz danach einen Platzverweis kassierten, so war das 3:1 für die Frankfurter dann natürlich gar keine Überraschung mehr und Wolfsburg taumelt so langsam gen Abstiegsgefahr, was eigentlich nach der lächerlichen Relegation nur gerecht ist. Das letzte Nachmittagsspiel an diesem Samstag bestritten der SC Freiburg und RB Leipzig. Man kennt das Problem der vermeintlichen Premiumprodukte im deutschen Vereinsfußball und so ging es ohne Tore in die Pause, was für die Antitraditionalisten einfach nur enttäuschend war. Dann fiel aber natürlich doch das 0:1, weil dies einfach zum traurigen Prinzip solcher Spiele gehört. Wie verdient die Führung war, zeigte sich dann aber schon kurz danach, denn der SCF glich aus. Es sollte sogar noch besser werden und die Breisgauer drehten das Spiel und gingen nicht nur mit 2:1 in Führung, sondern mit diesem Sieg auch aus dem Spiel. Deshalb konnte man auch bei diesem Spiel glücklicherweise von großer Gerechtigkeit sprechen, was ansonsten leider auch im Fußball immer seltener der Fall ist. Das vermeintliche Topspiel dieses Wochenendes war dann laut Ansetzung das Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln. Es war ein gutes Spiel mit einer Schiedsrichterleistung, die nicht überzeugte. Das 0:2 führte zu den üblichen Reflexen, was beide Teams betraf. Für den HSV bedeutete dies, die Trennung von Trainer Markus Gisdol, der wohl durch Bernd Hollerbach ersetzt wird. Bei den Kölnern zeigte sich, dass sie mit Simon Terodde wieder nur einen Knipser haben und dieses Problem sollte man dort am Rhein genau kennen.

Der Tag der Entscheidung
Der für die Republik so wichtige Sonntag wurde vom FC Bayern München und Werder Bremen eröffnet. Der FCB fiel schon vorher durch Trainer Jupp Heynckes wieder negativ auf, säuselte dieser doch was von Ethik und Moral. Wenn es aus einer Ecke nicht kommen sollte, dann aus der, wo die Chefetage von Verbrechern durchsetzt ist. Zum Spiel selbst braucht man wieder nicht viele Worte zu verlieren, die Bremer verspielten ihre 1:0-Führung ziemlich schnell und so siegte am Ende natürlich der FCB und dies mit 4:2. Spannung im Fußball bleibt damit auch weiterhin ein Märchen. Im Gesamten passte dies aber zu diesem Sonntag, wo die große Entscheidung für Deutschland auf der Agenda stand und die SPD in Bonn, kurz vorm Abpfiff in München, sich selbst endgültig ins komplette Abseits stellte. Es sind eben dunkle Tage für Deutschland und dies nicht nur in der Bundesliga. Ganz zum Schluss sollte noch Schalke 04 und Hannover 96 gegeneinander antreten, was bei den beschriebenen Nachrichten an diesem Tag kaum noch Bedeutung haben sollte. Trotzdem tat sich natürlich auch dort noch einiges, so gab es ordentlich Protest gegen Leon Goretzka, der zu den unbeliebten Bayern will. Aber nicht nur die Fans hatten mit seinem Abgang ein Problem, wie vorm Spiel deutlich wurde. Am Ende stand ein 1:1 und es war kein Knaller zum Abschluss. Trotzdem kann man diesmal von einem halbwegs annehmbaren Spieltag sprechen, welcher aber trotzdem unendlich weit von der tatsächlichen Normalität, die im Fußball herrschen sollte, entfernt war, denn man muss auch berücksichtigen, welches Niveau leider auch längst dort erreicht ist. Sollte man diesen Level nun bis zum Saisonende halten, wo eher nicht mit zu rechnen ist, würde auch dies kaum helfen, um die Situation zu befrieden. So wird Widerstand in und um die Stadien auch weiterhin ein großes Thema bleiben.

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