Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein erwartungsgemäßer Rückrundenauftakt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Freitagabend ging es in der 1. Liga endlich wieder los, der Auftakt der Rückrunde stand mit dem Spiel Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern München am Niederrhein an. Dieses Spiel konnte man aber nicht nur im Stadion live verfolgen, sondern auch im Staatsfernsehen und zwar in der ARD. Wenn man in diesen Tagen über das Staatsfernsehen spricht, ist man meist ganz schnell bei der ablehnenden Haltung gegen den König der Massenablenkung und Volksverdummung Markus Lanz aber er ist nicht das einzige Problem, warum die Zwangsabgabe für jeden Haushalt namens Rundfunkbeitrag abgeschafft gehört. Denn, wie man es schon seit langem gewöhnt ist, mutierte die ARD mit ihren vermeintlichen Experten vom FCB wieder zum FCB-TV, was natürlich klar der teuer bezahlten, kaum vorhandenen Unabhängigkeit widerspricht. In diesem Rückrundenauftaktspiel, welches wieder einmal durch eine Mannschaft geprägt war, die über einen Großteil des Spiels plötzlich vergessen hatte, was Fußball war, denn die Fohlen stünden ganz wo anders in der Tabelle, wäre die Leistung des Abends ihre Standardleistung in der Hinrunde gewesen, fiel auch zum wiederholten Male Peter Gagelmann, den man unverständlicherweise auch diesmal wieder Unparteiischen nannte, negativ auf. Natürlich gab es auch zum Rückrundenauftakt Pyrotechnik und den Anschein, dass man mit einer Menge weiterer lächerlicher Rekorde für die Bayern rechnen muss. Diese Art Fußball, geleitet von Steuerhinterziehern und Zollbetrügern, brauchen wahre Fans nicht.

Aufstand der Kellerkinder
Scheinbar haben sich leider die 17 anderen Mannschaften neben dem FC Bayern München dem Gedanken angeschlossen, dass sie auch in dieser Saison ein Rennen um Platz 2 bis 18 bestreiten, was jeden Fan in Rage bringen sollte, denn das einzige Ziel muss die Meisterschaft sein. Dieses erbärmliche Rennen bot dann am Samstag gleich weitere Highlights. Das Bayer 04 Leverkusen an der Dreisam mit 3:2 gegen den SC Freiburg verlor und das daran der Schiedsrichter Deniz Aytekin nicht ganz unschuldig war, überrascht nicht wirklich. Was man von Aytekin zu halten hat, ist schon länger bekannt und wie Leverkusen gegen Kellerkinder spielt, weiß man eigentlich auch. Die Borussia aus Dortmund machte es da auch nicht wirklich besser und schaffte vor heimischem Publikum gerade einmal ein 2:2 gegen den FC Augsburg. Es fiel den höher Platzierten an diesem Wochenende wirklich schwer, was sich auch beim großen Nordderby zeigte, wo Hannover 96 beim so ambitionierten VfL Wolfsburg ran musste und mit einem 3:1-Auswärtsieg überzeugte. Den absoluten Knaller in diesem Zusammenhang schaffte aber der 1. FC Nürnberg, denn der Club schoss im Frankenland völlig souverän 1899 Hoffenheim mit 4:0 ab, als hätte es nie einen fränkischen Negativrekord gegeben. In dieses Bild passte dann natürlich auch, dass am Samstagabend die Eintracht aus Frankfurt die Hertha aus Berlin mit 1:0 zurück in die Hauptstadt schickte. Ein Rekordheimsieg, denn es war der 400. und der erste in dieser Saison. Es sei noch erwähnt, dass auch dieser dem Schiedsrichter gedankt war aber dies kennt man von dem Verein an der Tabellenspitze noch viel intensiver und muss es wohl als Normalität ansehen.

Deutscher Meister 2014
Um noch einmal aufs Staatsfernsehen, also auf die ARD zurückzukommen, verbreiten auch sie weiterhin, dass spätestens am Mittwoch, wenn dann auch endlich einmal die Hinrunde beendet wird, die Bayern wohl mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart, als Deutscher Meister nicht mehr zu stoppen wären. Wenn solche Einigkeit bei den Verantwortlichen, den etablierten Massenmedien und den Mainstreamfans besteht, kann man den Spielbetrieb letztendlich doch direkt einstellen. Dies geschah, wie die Sonntagsspiele zeigten, natürlich nicht, denn die Kuh muss weiter gemolken werden. Der Sonntag begann mit einem weiteren Nordderby zwischen Werder Bremen und der Eintracht aus Braunschweig und es stand schon vorher fest, dass sich durch dieses Spiel am Ende der Tabelle nichts verändern würde.  Womit das torlose Unentschieden kaum erwähnenswert ist. Am Ende des 18. Spieltags stand dann noch ein wahrer Klassiker an und ganz im Norden der Republik empfing der Hamburger SV die Jungs von Schalke 04 und man war auch hier gespannt, wie diese Teams in die Rückrunde starten sollten. Überraschungen blieben aber aus, wie der 3:0-Auswätrssieg von S04 zeigte und man somit durchaus von einem erwartungsgemäßen Rückrundenauftakt sprechen kann, nur leider ist genau dies auch das Problem.

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