Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein grandioser Achtelfinalspieltag

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der Sonntag stand natürlich ganz im Zeichen der LÖWenherzen, die seit dem Ende der Gruppenphase wieder ordentlich Gas gegeben hatten, leider bezog sich dies auch weiterhin mehr auf PR und weniger auf Fußball aber das Achtelfinale sollte Platz für Veränderung bieten. Den Auftakt des zweiten Achtelfinalspieltags machten aber erst einmal die Gastgeber im Spiel gegen Irland in Lyon. Es fing völlig wild an. Zuerst musste tatsächlich der Anstoß wiederholt werden und dann gab es auch gleich schon einen Elfer für die Iren, welcher über den Pfosten zum schnellsten Tor dieses Turniers verwandelt wurde und Frankreich somit richtig unter Druck gesetzt war. Dieser Zustand sorgte für eine großartige erste Halbzeit, die allerdings keine weiteren Tore brachte, trotzdem war es wesentlich besser, als alles was man am Vortag ertragen musste. Wie viel besser es war, sollte sich dann nach 60 Minuten endgültig zeigen, denn die Franzosen drehten das Spiel innerhalb von drei Minuten mit einem Doppelschlag und schon stand es 2:1 für den Gastgeber. Es sollte aber noch schlimmer für die Iren kommen, mussten sie dann auch noch nach einer Notbremse einen Platzverweis hinnehmen. Nach bislang zwei gelbroten Tickets in der Gruppenphase, war dies dann auch der erste glattrote Karton im Turnier. Es blieb bis zum Schluss spannend, wobei die Iren die Sensation nicht schafften und die Franzosen so mit einem 2:1 ins Viertelfinale einzogen. In diesem Stil dürfte es natürlich an diesem Sonntag sehr gerne weitergehen.

Eklat vorm Spiel in Lille
Schon vorm Spiel der LÖWenherzen gegen die Slowakei in Lille gab es einen Eklat. Es kam doch die Vermutung auf, dass sich Bundestrainer Joachim Löw an der Demontage von Mario Götze beteiligte und damit noch einmal seine Verbundenheit zum FC Bayern München untermauerte. Götze wurde somit aus der Startelf gekickt. Das Auffällige daran war, dass Thomas Müller, der den noch viel größeren Chancentod gab, weiter darauf hoffen dürfte, den Ball irgendwie ins Tor zu kriegen. All dies konnte man aber ganz einfach vergessen machen, wenn man endlich einmal ein überragendes Spiel abliefern würde, danach sah es aber erst einmal nur bedingt zum Beginn aus. Zwar gab es ein frühes 1:0 durch den Lieblingsnachbarn der Nation nach einem abgefälschten Standard aber als man frühzeitig Fakten schaffen konnte, da man, dank Weltmeisterbonus, einen Elfer bekam, den andere Teams im Turnier nicht bekommen hätte, schoss Mesut Özil diesen so schlecht, dass es kein Problem war diesen zu halten. So blieb es also erst einmal beim 1:0 und dies wieder bis zur Schlussphase des ersten Durchgangs, dann schafften die Slowaken fast den Ausgleich, bevor Deutschland aus dem Spiel heraus endlich das 2:0 machte. Somit stimmte zu mindestens der Weg, nun musste man ihn nach der Pause nur noch gehen. Erst einmal ruhte man sich allerdings auf der Führung aus. Aber 20 Minuten nach dem 2:0 gab es dann das nächste Tor nach einem Standard, womit es immerhin vom Ergebnis her schon einmal ziemlich souverän wurde. Mehr kam aber auch nicht und es blieb beim 3:0. Immerhin genauso viele Tore, wie zuvor in der ganzen Gruppenphase. Wenn man einmal nicht berücksichtigt, dass dieser Gegner auch wieder eine Art Freilos bei dieser Europameisterschaft war, kann man von einem ganz netten Spiel sprechen.

Ein großes Fragezeichen
Dann stand auch schon das letzte Spiel an diesem Sonntag an und Ungarn traf in Toulouse auf Belgien. Eigentlich, nachdem sich an diesem Tag bis dahin klar die Favoriten durchgesetzt hatten, stand über diesem Spiel irgendwie ein Fragezeichen, ob hier der Favorit auch so klar durchkommen würde, denn Belgien hatte bisher nicht so wirklich geliefert, während die Ungarn einfach nur positiv überrascht hatten. Man merkt, dass dieses Spiel viele Möglichkeiten bot. Erst einmal sah es ähnlich aus, wie man es im Spiel zuvor erlebte. Auch hier setzte der Favorit das erste Ausrufezeichen und so gingen die Belgier nach gut zehn Minuten, auch nach einem Standard, mit 1:0 in Führung. Es hatte auch ganz allgemein etwas vom deutschen Spiel, was man in Toulouse an diesem Abend von den Belgiern geboten bekam, denn sie ließen zwar massiv den Favoriten raushängen, allerdings fehlten dann doch wieder die Tore und so ging es auch mit 1:0 in die Pause. Danach war es erst einmal ein etwas anderes Spiel, wurde es doch ein wenig ausgeglichener, was bei diesem Spielstand natürlich ein Risiko für die Belgier und ein großer Vorteil für die Ungarn war. Bis zur Schlussphase fehlten dann wieder die Tore aber die Belgier sollte es nun so machen, wie es die Franzosen im ersten Spiel des Tages vorgemacht hatten. Zwei Tore in kürzester Zeit und dann stand es 3:0 und alles war klar. Es war aber noch nicht alles, denn quasi mit dem Schlusspfiff schafften die Belgier noch den 4:0-Endstand und schossen so viele Tore, wie es kein Team in diesem Turnier bis dahin geschafft hatte. Damit war diesmal ein grandioser Achtelfinalspieltag zu Ende gegangen. Schon in einigen Stunden steht dann das auf dem Papier wohl beste Achtelfinale an, das erste ernsthafte Endspiel dieser Europameisterschaft und Italien trifft auf Spanien. Aus deutscher Sicht vor allem extrem spannend, da hier der nächste Gegner der DFB-Auswahl bestimmt wird.

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