Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein Stadion auf ganz hohem Niveau

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Stadien waren in den letzten Tagen wieder ein großes Thema, denn der internationale Profifußball hat durch die FIFA und ihren neuen Präsidenten Gianni Infantino einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Diesen muss man wieder einmal dem völligen Kommerzwahn zurechnen, so sollen ab 2026 die Fußball-weltmeisterschaften nun mit 48 Teams ausgespielt werden und viele fragen sich jetzt schon, welche Länder dies im Kontext der Infrastruktur überhaupt noch stemmen können, womit man eben auch bei den Stadien wäre.

Hier geht es aber diesmal eine ganze Nummer kleiner um dieses Thema und es geht noch einmal an die Brenz nach Baden-Württemberg. Dort in Heidenheim findet man die Voith-Arena, wie man das Fußballstadion des 1. FC Heidenheim 1846 aktuell nennt. Dieses Stadion findet man auf dem Heidenheimer Schlossberg, unweit von Schloss Hellenstein entfernt. Mit 555 Metern ist das Stadion der Stadt Heidenheim, die Eigentümer ist, das zweithöchstgelegene im deutschen Profifußball.

Alles begann im Jahr 1970, damals entschied die Stadt Heidenheim den Bau eines Fußball- und Leichtathletikstadions eben auf dem Schlossberg und schon ein Jahr später wurde das Albstadion eingeweiht. Dieses Stadion sollte trotz diverser Umbaumaßnahmen aber nur eine kurze Lebensdauer haben, denn schon im Februar 2009 beschloss der Heidenheimer Gemeinderat einen Neubau an Stelle des alten Albstadions.

Wiederum einige Millionen Euro später, welche für immer weitere Umbauten benötigt wurden, wofür oft genug die DFL und der DFB verantwortlich waren, standen im April 2015 erstmals 15.000 Plätze, davon etwa 6000 Sitzplätze, zur Verfügung. In der Haupttribüne findet man seitdem den FCH Business-Club mit 1.000 Plätzen und 17 Logen. Außerdem sind dort die Geschäftsstelle des Vereins, sowie das Eventbüro der Voith-Arena angesiedelt worden.

Als Wahrzeichen dieser Fußballarena gelten die markanten Flutlichtmasten, die schräg über das Spielfeld reichen, welches selbstverständlich auch über eine Rasenheizung verfügt. Es gibt aber auch noch ganz andere Besonderheiten dort, so muss man die Nähe der Zuschauerplätze zum Spielfeld erwähnen, welche maximal sieben Meter von der Seitenlinie entfernt sind, außerdem die steil ausgerichteten Tribünen.

Auch ökologisch hat man sich etwas einfallen lassen und verfolgte beim Bau des Stadions das Ziel, das erste energieneutrale im deutschen Profifußball zu bauen. Zu diesem Zweck gibt es auf allen Tribünendächern Solarkollektoren und hinter der Westtribüne findet man einen Regenwasserspeicherteich für die Rasenbewässerung.

Zum Gesamtgelände des FCH gehören ebenfalls noch vier vereinseigene Trainingsplätze, davon zwei mit Kunstrasen und einer mit Rasenheizung. An dem gerade erwähnten Kunstrasenplatz befindet sich eine Kick-Back-Anlage mit einer Länge von 42 Metern, das Highlight an dieser einzigartigen Anlage ist, dass  ein auf eine ganz besondere Betonwand geschossener Ball mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Flugbahnen zurückkommt. Dies fordert vom Schützen eine schnelle Reaktion und hohe Aufmerksamkeit, was wiederum einen sehr hohen Trainingseffekt zur Folge hat.

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