Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein Stadion im Erzgebirge

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Diesmal geht es um die Heimspielstätte des FC Erzgebirge Aue, womit es noch einmal in den Osten nach Sachsen geht, wo man das Sparkassen-Erzgebirgsstadion samt Leichtathletikanlage findet.

Auf dieser Baustelle, welche bis Ende 2017 abgeschlossen sein soll, werden Ränge für ein reines Fußballstadion und damit ganz nah am Spielfeldrand errichtet. Bis zum Beginn der aktuellen Bauarbeiten betrug das Fassungsvermögen 15.690 Plätze. 9.390 waren Sitzplätze und außerdem gab es 6.300 Stehplätze.

Das Stadion in Aue wurde im Mai 1928 damals als Städtisches Stadion im Lößnitztal am Fuße des Zeller Berges eröffnet und wurde zur Austragung für Wettbewerbe in den verschiedensten Sportarten genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte das Stadion erst einmal nur sehr eingeschränkt genutzt werden, denn es wurde von Einheiten der Roten Armee für ihre Zwecke genutzt.

Im Jahr 1949 wurde die SDAG Wismut, der mittlerweile größte Arbeitgeber in der Region, zum Trägerbetrieb der Anlage. Ein Jahr später wurde in nur vier Monaten an der Stelle des alten Stadions eine neue Arena errichtet. So wurde im August 1950 das Otto-Grotewohl-Stadion eröffnet. Dieses neue Stadion hatte 22.000 Sitzplätze und verfügte über Wettkampfstätten für Leichtathleten, Schwimmer und Ballsportler. Schon acht Jahre später, im Jahr 1958, wurde die Heimspielstätte des damals sehr erfolgreichen SC Wismut Karl-Marx-Stadt umgebaut und die Kapazität auf 25.000 Plätze erhöht.

Gut 30 Jahre später, in der Zeit von 1986 bis 1992, wurde das Stadion dann modernisiert, womit es auch internationalen Ansprüchen gerecht wurde. Im Oktober 1989 konnte so vor 26.000 Zuschauern die Premiere der neuen Flutlichtanlage gefeiert werden. Genau zwei Jahre später, also im  Oktober 1991, wurde das Stadiongelände, welches Eigentum der SDAG Wismut war, dem Landkreis Aue von der Treuhandanstalt übereignet und dann einen Monat später in Erzgebirgsstadion umbenannt.

Im Jahr 2004 sollten dann weitere Baumaßnahmen folgen, so bekam die Laufbahn einen neuen Belag in der Vereinsfarbe Lila und eine Rasenheizung gab es auch gleich noch. Dann wurde noch eine Videowand aufgestellt, welche aus dem Parkstadion auf Schalke stammte. Während der Sommerpause 2010 sollte dann die Gegengerade des Stadions umgebaut und überdacht werden.

All dies will natürlich finanziert werden, was auch aktuell noch immer gilt, schließlich soll das Stadion, wie bereits erwähnt,  doch 2017 ein reines Fußballstadion sein. Deshalb hat man sich auch dort ganz im Sinne des Kommerzwahns, welcher längst auch den Fußball erreicht hat, dazu entschlossen, die Namensrechte am Stadion zu vermarkten. Dies führt dazu, dass das Stadion seit März 2011 offiziell Sparkassen-Erzgebirgsstadion heißt und im Gegenzug bekommt der FC Erzgebirge Aue bis 2020 jährlich eine halbe Million Euro.

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