Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Ein überraschender Spieltag im Februar

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem die letzte Woche im Fußball schon sehr ereignisreich war, sollte der 21. Spieltag dann auch noch ein wenig überraschend werden, was natürlich immer im Rahmen des scheinbar Möglichen zu sehen ist. Letzte Woche hörte man vom Ende einer Trainerlaufbahn, denn Huub Stevens musste wegen Herzproblemen bei 1899 Hoffenheim sofort aussteigen und man kann ihm nur alles Gute wünschen. Dann wurde da noch das Viertelfinale im DFB-Pokal ausgetragen und dort gab es gleich zwei Skandalspiele, was den Trend im deutschen Fußball wieder weiter untermauerte. Alles Begebenheit, die es am vergangenen Wochenende mit zu berücksichtigen galt. Es begann mit der Partie FSV Mainz 05 gegen Schalke 04 und am Ende stand es 2:1 aber eigentlich war das einzige Thema die Managerfrage, welche beide Clubs verbindet. Diese Tatsache sagt zwei Dinge aus und zwar ein verhältnismäßig unauffälliges Verhalten des Schiedsrichter und das es kein Knallerspiel war. Beides sollte an diesem Spieltag irgendwie zum Trend werden. So trafen am Samstag der VfL Wolfsburg und der FC Ingolstadt aufeinander und man trennte sich 2:0. Auch hier war das Spiel eher mittelmäßig und die zweite Halbzeit konnte man gänzlich vergessen. Wenn der FCI spielt waren die Schiris zuletzt immer ein Thema aber diesmal kann man zu Patrick Ittrich nur sagen, dass es ein unauffälliges Debut des Hamburgers war. Vielleicht tut sich an dieser Stelle doch endlich etwas, es ist kaum vorstellbar aber dafür umso nötiger. Ebenfalls mit einem 2:0 trennten sich VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin, was schon etwas überraschend war und natürlich vermuten lässt, dass nicht nur schon die Meisterschaft längst vergeben ist, sondern auch der Vizetitel. Zu diesem Spiel sollte man noch anmerken, dass es im Schwabenland wieder reichlich leer im Stadion war, ein Problem, welches auch dort nicht ganz neu ist. Kurz zurück zum Thema Debut, dies gab es aus den beschriebenen Gründen dann auch in der Partie Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim und der neue Trainer bei den SAP-lern ist mit 28 Jahren der echte Junior der Liga, denn nie gab es einen jüngeren. Er muss nur wirklich schauen, dass es kein Karrierefehlstart gibt. Ein 1:1 an der Weser ist für den neuen Trainer Julian Nagelsmann zu mindestens kein Fehlstart in diesem Geschäft gewesen, brachte sein Team allerdings auch nicht weiter, wobei dies natürlich ebenfalls für Werder galt, gerade auch weil sie die eigene Überzahl in der Schlussphase nicht nutzten. Dann war da noch Borussia Dortmund gegen Hannover 96. Ein Torfestival, wie man meinen sollte, schließlich empfingen die Borussen mit dem Tabellenschlusslicht einen echten Abstiegskandidaten. Am Ende stand ein eher ernüchterndes 1:0, was auch wieder viele Frage und wenig Stoff für einen Bericht lieferte.

Warum Völler das Problem ist
Ebenfalls ernüchternd, wenn auch besser, als es noch in der Hinrunde der Fall war, sah es aus rheinischer Sicht beim Spiel zwischen Darmstadt 98 und Bayer 04 Leverkusen auf dem Acker am Böllenfalltor aus, wo sich mancher schon fragte, ob man dort demnächst vielleicht Kartoffeln anbauen will. Die Werkself gewann mit 2:1, was kurzfristig auch eine richtig gute Wirkung auf die Tabelle haben sollte aber schaut man sich an, was auch diesmal wieder unter Roger Schmidt geleistet wurde, hat dies mit den Ansprüchen gar nichts zu tun. Nicht zu vergessen das Aus im großen internationalen Geschäft, dann letzte Woche, wenn auch durch eines der angesprochenen Skandalspiele, das Aus im DFB-Pokal und eine Nominierung fürs große internationale Geschäft für die kommende Saison sollte man auch noch nicht abgeschlossen nennen. Es wäre aber nun völlig falsch, all dies nur dem Trainer anzulasten, denn das Problem in Leverkusen ist viel größer und betrifft vor allem das Management und hier ganz besonders Rudi Völler, der mit seinem Konzept, wie immer wieder erwähnt, gescheitert ist. Nun hat er in den etablierten Massenmedien großen Rückhalt, von dem andere Vereine, wo man schon längst eine Krise ausgerufen hätte, nur träumen können. Kritischen Fragen, hinsichtlich seines gescheiterten Plans, muss er sich in der Regel auch nicht stellen, so muss man nun auf die Fans hoffen, die vielleicht bald damit beginnen werden, seinen Rauswurf zu skandieren. Übrigens bot dieses Spiel merkwürdig viele Gelbe Karten in der Schlussphase, womit es auch ein Kartenspiel wurde. Fünf Gelbe in gut 5 Minuten ist schon erstaunlich, vor allem wenn man bedenkt, dass durch diesen Kartenregen fünf Lilien bei ihrem nächsten Spiel gegen das Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs nicht antreten dürfen, womit das Spiel gegen den FCB noch mehr an Sinn verliert. Interpretieren kann man nun einige Sachverhalte, Fakt ist einfach, dass dies nur durch das Mitwirken von Schiri  Jochen Drees möglich war. Aber nun noch einmal kurz zurück ins Rheinland, dort stand am Abend noch die Partei zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt an und es endete 3:1. Man muss nun anmerken, dass es der 68. Geburtstag vom FC war. Leider war es aber vor allem auch ein Kartenspiel, was unter Schiri Felix Zwayer aber dann auch wieder kaum überraschte. Problem daran war, dass der dazugehörige Kontrollverlust des Schiris, den Sieg mindestens begünstige und man schon an ein Geburtstagsgeschenk denken konnte. Am Sonntag stand dann erst einmal ein Traditionsspiel an und der Hamburger SV empfing Borussia Mönchengladbach und auch dort sollte es eine Überraschung geben. In einem phasenweise etwas chaotischen Spiel unter Deniz Aytekin, gewann nämlich der HSV mit 3: 2 und dies auch verdient. Den Abschluss gab es dann mit dem Südderby zwischen dem FC Augsburg und dem FC Bayern München. Hier große Worte zu verlieren, macht, wie man weiß, keinen Sinn. Am Ende stand es 1:3.

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