Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Eine Alm in Ostwestfalen-Lippe

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Wurde in der letzten Woche Arminia Bielefeld vorgestellt, die mittlerweile auch erwartungsgemäß den Aufstieg in die 2. Liga geschafft haben und dies vor heimischem Publikum auf der Alm, soll selbige hier nun vorgestellt werden.

Die SchücoArena, wie man die Bielefelder Alm aktuell ganz offiziell nennt, wobei sie im Grundbuch unter Stadion an der Melanchthonstraße geführt wird, ist, wie gesagt, die Heimspielstätte vom DSC Arminia Bielefeld.

Die Namensrechte der Alm wurden zum Jahresbeginn 2004 an die Firma Schüco International KG vergeben, wie man es von der Art her leider mittlerweile von fast allen Stadien her kennt. Dieses Stadion bietet 26.137 Zuschauern Platz und ist im Besitz der ALM KG. Hierbei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft des Vereins, welche dieses Stadion ganz ohne öffentliche Zuschüsse finanziert, was auch nicht unbedingt als üblich zu bezeichnen ist.

Um noch einmal beim Begriff der Alm zu bleiben, stellt sich natürlich die Frage, wie es Mitte der 1920er dazu kommen konnte, dass ein solcher Name für ein Stadion eines Vereins in Ostwestalen-Lippe vergeben wurde und die Antwort wird wohl auf ewig Spekulation bleiben.

Die wohl am häufigsten genannte Version ist die, dass das Vereinsmitglied Heinrich Pehle, beim Anblick des Geländes feststellte, dass es dort aussehen würde, wie auf einer Alm. Eine andere Variante geht auf ein Zitat des späteren Vereinsführers Karl Demberg zurück. Spannenderweise ist es die Handballabteilung des Vereins, welche stets die Urheberschaft der Namensgebung für sich beansprucht.

Neben diesen geschichtsträchtigen Theorien, behaupten humorvolle Zungen, dass das Stadion deshalb diesen Namen trägt, weil es der höchstgelegene Spielort in der gesamten Bundesliga sei und man dort ein Jahr für den Aufstieg und ein Jahr für den Abstieg benötigt.

Seit Ende der 1980er gab es auf der Alm übrigens auch immer wieder Konzerte und zwar von außerordentlich namhaften Stars, wie zum Beispiel Joe Cocker oder auch Meat Loaf. Zur 100-Jahr-Feier des Vereins im Jahr 2005 spielte sogar Elton John und im Sommer 2008 gab es zum Abschluss der Umbauarbeiten, die eine gefühlte Ewigkeit gedauert hatten, ein Konzert von Herbert Grönemeyer vor 25.000 begeisterten Zuschauern.

Begeisterung ist allgemein ein gutes Stichwort, wenn man von diesem oder besser gesagt aus diesem Stadion berichtet und dies gilt nicht nur für emotionsgeladene Spiele, wie das Aufstiegsspiel vom letzten Wochenende. Dies ist natürlich schon ein Grund, warum es begrüßenswert wäre, dass die Bielefelder ihrem Weg weiter folgen und bald wieder in die 1. Liga aufsteigen.

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