Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Eine Leere für den Fußball

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Auch wenn alle Augen am letzten Fußballwochenende auf Dortmund gerichtet waren, wo natürlich die leere Süd das Thema war, begann der 21. Spieltag am Freitag mit der Partie zwischen dem FC Augsburg und Bayer 04 Leverkusen. Es sollte ein historisches Spiel werden und damit ist nicht gemeint, dass nach den letzten Spielen der Werkself ein Sieg der Augsburger keine Überraschung gewesen wäre. Es sollte allerdings anders kommen und Leverkusen siegte mit 3:1. Das wirklich Historische war aber das 1:0 der Jungs vom Rhein, denn Karim Bellarabi schoss damit den 50.000. Treffer der Bundesliga, womit da wieder ein Rekord wäre, wo sich das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs nicht einmal hin mogeln kann. Somit konnte man doch von einem richtig guten Fußballabend aus Leverkusener Sicht sprechen. Jetzt sollte dort auch endlich ein Trend daraus werden, der längst überfällig ist. Dann ging es aber auch schon um die Leere von Dortmund, welche mit Sicherheit keine Lehre werden wird, auch wenn sich dies die vermeintlichen Machthaber dieses schönen Sports so ausmalen mögen. Samstagnachmittag und Borussia Dortmund empfing den VfL Wolfsburg. Die Süd war, wie hinlänglich berichtet, gesperrt, da aber nur wenige Wölfe-Fans Karten zogen, machten viele Ultras den Norden kurz und knapp zur Süd. Ein weiterer Tiefschlag für die Verantwortlichen, die sich so wieder blamierten. Für die Dortmunder selbst sollte es kein Tiefschlag geben, denn sie gewannen souverän mit 3:0. Dies lag aber auch daran, dass Wolfsburg wieder einmal keine Lust auf Fußball hatte. Nicht zum ersten Mal und so darf man sich auch nicht wundern, wenn die Fans ausbleiben. Übrigens machte den Auftakt ein Wolfsburger mit einem richtig guten Eigentor, was zeigte, dass sie schon auch Tore machen können.

Die Bayern und die Unfairness
Das größte Skandalspiel des Nachmittags gab es in der Hauptstadt, wo Hertha BSC Berlin auf den FC Bayern München traf und der finale Beweis erbracht wurde, wie es in der Bundesliga läuft. Patrick Ittrich gab hier den Unparteiischen, was es allerdings ganz und gar nicht traf. Die Bayern spielten gewohnt schlecht und so ging Hertha recht früh mit 1:0 in Führung, was bis zum Ablauf der regulären Spielzeit auch so bleiben sollte. Danach gab es fünf Minuten Bonus, welche schon nicht nachzuvollziehen waren, da auch dies nicht ausreichte, wurde weitergespielt und auch noch ein Freistoß gegeben, womit der FCB dann ausgleichen konnte. Wieder den nächsten Punkt geschenkt bekommen und wieder wird auch dieser Skandal keine Konsequenzen von DFB und DFL haben und man weiß, was dies nur bedeuten kann. Übrigens ist es Volksverdummung, wenn Medienvertreter nach einem solchen Spiel vom Bayern-Dusel sprechen. Peinlich wurde es dann auch noch, denn Manuel Neuer meinte sich zum Thema Fairness einlassen zu müssen, was man, gerade wenn man bei den Bayern spielt, einfach unterlassen sollte. Trainer Carlo Ancelotti beleidigte dann auch noch das Publikum mit dem Stinkefinger, was wohl auch ohne Strafe bleiben wird und viel über das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs aussagte. Natürlich sind es diese Vorkommnisse, welche auch im Fußball den Widerstand wachsen lassen  werden und man sich dann bitte nicht überrascht zeigen sollte, was die Resultate angeht. Letzte Anmerkung zu diesem schlechten Witz, welcher mit fairem Sport nicht viel zu tun hatte, der große Straftäter in Reihen der Bayern, Uli Hoeneß, feierte den Ausgleich auch noch ausgiebig, was wieder unterstrich, wie er tickt und daran hat wohl auch der Ministopp im Knast nichts geändert. Bei solchen Vorbildern darf man sich über die Verrohung der Gesellschaft nun wirklich nicht wundern.

Immer wieder der Samstag und die Schiedsrichter
Selbstverständlich war dies aber noch nicht alles in Sachen Schiedsrichterleistung, wobei dieser Begriff auch leicht in die Irre führen kann. 1899 Hoffenheim empfing Darmstadt 98 und dort machte Felix Brych den Schiri, nun ahnte man schon, dass es unter Mr. Phantomtor kein normales Spiel geben konnte. Am Ende stand ein 2:0 und dies aber auch nur, da Brych kurz vor Schluss noch einen Elfer gab, den so nicht jeder bekommen hätte. Ähnlich sah es beim Kartenspiel am Main aus, für welches Schiedsrichter Guido Winkmann sorgte. Auch hier gab es ein 2:0 durch einen Auswärtssieg des FC Ingolstadt bei Eintracht Frankfurt. Der FCI wurde durch eine Ecke, welche keine war, auf die Siegerstraße gesetzt. Danach bekamen die Frankfurter einen Elfer geschenkt, konnten diesen aber nicht nutzen. Einen fraglichen Elfer gab es dann auch noch für die Schanzer, die ihre Chance allerdings nutzten und es so zum Endstand kam. Zwei glatte Platzverweise, die es so nicht in jedem Stadion gegeben hätte, gab es auch noch, da blieben wieder einmal kaum Fragen offen. Somit blieb am Samstagnachmittag noch ein Spiel offen und hier traf der FSV Mainz 05 auf Werder Bremen und auch hier konnte man über den Schiedsrichter diskutieren, was bei Deniz Aytekin aber ebenfalls ganz normal ist und man sich freut, wenn man bei ihm nicht von einem Skandalspiel sprechen muss, denn das 2:0 für die Jungs von der Weser ging einfach nur in Ordnung. Nachdem Spiel gab es Nachrichten über einen Schwerverletzten durch Pyro, was aber offensichtlich dramatischer gemacht wurde, als es tatsächlich der Fall war. So forciert man selbstverständlich die Diskussionen, welche man zum Thema haben möchte, schließlich erkennt man auch in diesem Bereich der Gesellschaft einen Kontrollverlust.

Topspiel?
Samstagabend war dann wieder Zeit für das Topspiel, dies war Hamburger SV gegen SC Freiburg. Wie man dort auch immer zu dieser Deklaration kommen mag, die Tabelle gab es schon einmal nicht her. Wobei man sagen muss, es war schon ein interessantes Spiel und mit einem 2:2 kann man auch nicht von Tormangel sprechen. Hamburg war zweimal in Führung und eigentlich hätte das Spiel wohl auch einen Sieger bekommen sollen, gab es durch Schiedsrichter Christian Dingert noch einen diskussionswürdigen Elfer für den HSV, welcher allerdings nicht genutzt wurde. Spannend wurde es am Abend nachdem Spiel im ZDF, die sich wieder komplett systemtreu gaben und so, wie so oft, am Abbau ihrer Glaubwürdigkeit arbeiteten. Dort war auch Hans-Joachim Watzke zu Gast, der vor allem den großen Freund und Versteher des FCB gab, was ebenfalls wieder einiges verdeutlichte und selbstverständlich einfach nur Widerstand verdient. In der Politik würde man wohl von Steigbügelhalter sprechen, wenn ein solches Verhalten vorliegt. Danach schaute man dann erst einmal gespannt, wie der Anhang von Borussia Mönchengladbach die Antitraditionalisten von RB Leipzig empfangen würden, denn diese Teams machten am Niederrhein den Auftakt der Sonntagsspiele. Auch in Mönchengladbach war der Brauseclub nicht willkommen, was sich auch dort durch verschiedene Plakate zeigte und auch damit, dass es in den ersten 19 Minuten keinen Support von den Fans der Fohlen gab. Aber auch sonst ging es in der gewohnten Manier weiter, was vor allem auch für Schiri Felix Zwayer galt, der nicht nur durch einen fragwürdigen Elfer, welchen die Gladbacher aber direkt vor der Pause nicht verwandeln konnten, auffiel. Am Ende stand ein 1:2, welches, wie so viele andere Ergebnisse auch, nur bedingt zu werten sein sollte. Der Ausklang des Spiels hatte wieder was von Kontrollverlust und es reichte von Rudelbildung bis zu fliegenden Gegenständen, womit Begegnungen mit Beteiligung von RBL ein echtes Problem bleiben. Ganz zum Schluss stand noch ein reines Westderby an und der 1. FC Köln empfing Schalke 04. Es ging mit einem Blitzstart für die Schalker los und dann wurde es zäh, bis die Kölner kurz vor der Pause das 1:1 schossen und auch wieder Schiedsrichter Tobias Stieler in den Mittelpunkt rückte und die Halbzeit zur Beruhigung somit genau richtig kam. Es blieb bis zum Ende bei diesem 1:1 und des ging eher Richtung Grottenkick und das Fazit zum Spieltag ist wohl, dass es auch weiherhin vor allem viel Postfaktisches in der Bundesliga gibt.

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