Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Eiskalte Leere unter der Woche

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Da ist es doch tatsächlich Winter und dies ausgerechnet nach der Winterpause in der Bundesliga. Englische Woche steht auf dem Plan und damit begann der 19. Spieltag am Dienstagabend mit vier Partien. Beginnen wir im Eiskeller ganz im Süden der Republik beim FC Bayern München, die Schalke 04 empfingen. Es schien erst einmal auch weiterhin darum zu gehen, um wirklich jeden Preis Spannung für die Liga zu schaffen. Da passte es ziemlich gut, dass die Bayern recht schnell nur noch zu zehn Mann waren, da Jerome Boateng in der 17. Minute die rote Karte von Bastian Dankert bekam. Bei einem Foul dieser Art eigentlich nichts Besonderes aber gegen das Premiumprodukt des deutschen Fußballs, da scheint sich doch was zu tun im Oberhaus, oder? Der folgende Elfer wurde dann aber so geschossen, dass man das Gefühl bekam, dass dieser Ball auch gar kein Tor werden sollte. Dann schoss der FCB im zweiten Durchgang auch schon das 1:0 und das Thema mit der zwingenden Spannung hatte sich gleich wieder erledigt. Unterm Strich sollte sich daran auch kurze Zeit später nichts ändern, obwohl S04 in ähnlicher Art ausglich und man sich so am Ende nach einem doch schon irritierenden Spiel mit 1:1 trennte. Warum dieses Ergebnis nicht wirklich für tatsächliche Spannung sorgte, zeigt ein Blick auf die Tabelle, der verdeutlicht, dass sich an der Spitze rein gar nichts tat. Dies lag auch daran, dass die Eintracht aus Frankfurt ihre etwas überraschende 1:0-Führung gegen den VfL Wolfsburg, welcher einen auffälligen Leistungseinbruch hatte, verspielte und man sich so auch dort 1:1 trennte. Wahrscheinlich alles nur Zufall, oder? Auch Borussia Mönchengladbach tat sich beim 1:0-Heimsieg über den SC Freiburg ziemlich schwer und dieses Spiel hätte durchaus ebenfalls 1:1 enden können. Genau dieses Ergebnis sollte es dann noch bei der letzten Partie des Abends zwischen Hannover 96 und dem FSV Mainz 05 geben, womit es natürlich auch gleich das Ergebnis des Abends war. Kalte Temperaturen, wenige Tore und unter der Woche auch wieder phasenweise große Löcher in den Zuschauerrängen, da hoffte man auf Besserung am Mittwochabend, wo die verbleibenden fünf Spiele ausgespielt werden sollten.

Weitere Trauer in der Bundesliga
Die zweite Hälfte dieses Spieltages sollte, wie schon der vorherige, von Trauer geprägt sein, denn Deutschlands erfolgreichster Trainer, der legendäre Udo Lattek verstarb bereits am Sonntag in einem Pflegeheim in Köln, dies wurde allerdings erst am gestrigen Tage bekannt. So begann die Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart auch mit dem Gedenken an diesen wirklich Großen des Fußballs. Das Spiel selbst hatte allerdings kaum etwas zu bieten und endete dementsprechend 0:0. Der Erzrivale war zu dieser Zeit in der Hauptstadt unterwegs und so traf dort Bayer 04 Leverkusen auf Hertha BSC Berlin aber auch dieses Spiel hatte nur wenig zu bieten aber immerhin gewann die Werkself mit 1:0 und holte so die ersten drei Punkte der Rückrunde. Tortechnisch gesehen, sollte es auch mit Magerkost weitergehen, denn auch beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg, wo vor Spielbeginn auch getrauert wurde,  sollte gerade einmal ein Tor fallen. Da dieses Tor nicht für den BVB fiel, blieb es beim Höhenflug der Augsburger, welcher im krassen Gegensatz zum Sturzflug der Borussen steht, die somit noch immer Tabellenletzter sind und es diesmal auch eindeutige Unmutsbekundungen der Fans gab. Mit einem Schmunzeln mag man sich langsam fragen, ob Jürgen Klopp auch einen Vertrag für die 2. Liga hat. Sah es bisher genauso schlecht aus, wie noch am Vorabend, sollte es in Sinsheim dann etwas besser werden. Werder Bremen war zu Gast bei 1899 Hoffenheim und feierte dort den 116. Geburtstag, denn auch Werder ist 1899. Als Geburtstagsgeschenk gab es dann gleich einmal einen 2:1-Auswärtssieg, womit es für die Jungs von der Weser langsam etwas besser ausschaut.  Man weiß, dass Bremen nicht allein ist, wenn es um Probleme mit den Nordclubs in der Liga geht, denn beim Erzrivalen aus Hamburg, sah es zuletzt auch nicht besser aus. Der Hamburger SV musste zum SC Paderborn, womit man sich natürlich ganz schnell an den großen Schiedsrichterskandal aus dem Jahr 2004 erinnert fühlte. Man kann sagen, dass auch dieses Spiel wieder ein Geschmäckle hatte. Rekordverdächtig schnell nach Anpfiff gab es erst einmal einen Elfer von Schiri Peter Gagelmann für die Hamburger, welchen Rafael van der Vaart auch problemlos verwandelte und bis zum 3:0-Auswärtssieg des HSV, womit man sich auch dort freischwimmen konnte, sollte es nicht die letzte kritische Szene des so genannten Unparteiischen gewesen sein. Man sieht, dass es nach der Winterpause, direkt in die Vollen geht.

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