Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Endspurt ins Achtelfinale

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Wochenende standen erst einmal die letzten Spiele der zweiten Runde der Gruppenphase an. Außerdem startete am Sonntag die erste wirklich entscheidende Phase vorm Achtelfinale. Nach den letzten beiden Spielen vom Freitag war die Laune etwas besser geworden und man war erst einmal wieder einfach nur gespannt. Den Anfang bot der Abschluss in der Gruppe E, wo Belgien in Bordeaux auf Irland traf, auch wieder so ein wegweisendes Spiel, vor allem für die Belgier. Trotzdem auch hier wieder fast torlose erste 45 Minuten, denn ein Treffer wurde wegen einer Abseitssituation nicht gegeben. Die zweite Hälfte fing gerade an, da schafften die Belgier dann auch ihren ersten regulären Treffer dieses Turniers. Dafür lief es nun auch und nach 60 Minuten sollte schon das 2:0 folgen. Etwa 10 Minuten später kam dann schon das nächste belgische Tor und es schien tatsächlich so weiterzugehen, wie am Freitag, zu mindestens gab es so wieder einen 3:0-Sieg. Danach ging es in Marseille weiter, wo der Auftakt zum Ende der zweiten Runde in der Gruppe F auf der Agenda stand. Island musste gegen Ungarn ran, zwei Teams, die in ihren ersten Spielen schon überraschten. Die erste Hälfte war wenig überzeugend und dann gab es auch noch einen Elfer gegen die Ungarn, der zu vielen Diskussionen führte, schlicht und ergreifend, da es keiner war. So konnten die Isländer noch vor der Pause in Führung gehen. Wie würde nur die zweite Hälfte werden? Die Antwort sollte schnell klar werden, es war wieder eines dieser Spiele, von denen man dachte, es würde sie nun nicht mehr geben. Bis kurz vor Schluss tat sich wieder wenig bis gar nichts und dann schossen die Isländer mit einem Eigentor den Ausgleich. Danach gab es noch reichlich Böller von den Ungarn, nachdem es vorm Anpfiff auch schon wieder Krawall und Pyro gab aber beides war längst zur Normalität geworden. Vorm Abpfiff hätten die Isländer noch einen Elfer kriegen müssen, dieser wurde verweigert und es gab nur einen Freistoß, welchen die Wikinger nicht mehr verwandelt bekamen und so endete es 1:1. Es schien so, als hätte es sich nicht bis in die letzte Gruppe herumgesprochen, dass die Zeit des Tormangels vorbei war. Zum Abschluss dieser Gruppe und damit auch der gesamten zweiten Runde gab es dann noch die Begegnung zwischen Portugal und Österreich in Paris. Für die Jungs aus der Alpenrepublik war es auch gleich schon das erste Endspiel. Auch hier spielte man aber noch nach dem alten Modus, den niemand brauchte und so stand es zur Halbzeit 0:0. Bis fast zur 80. Spielminute ging es so weiter, dann gab es einen Elfer für die Portugiesen und Cristiano Ronaldo schaffte es tatsächlich diesen an den Pfosten zu setzen. Ohne Worte. Etwas später traf er noch per Kopf, allerdings aus dem Abseits, also wieder kein Tor. Am Ende sollte so die zweite torlose Begegnung des Turniers stehen.

Entscheidungen in der Gruppe des Gastgebers
Die Woche endete mit der letzten und alles entscheidenden Runde in der Gruppe A, also in der Gruppe des Gastgebers. Man war gespannt, gab es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine 50 Treffer, wobei der zweite Durchgang der Gruppenphase schon ein wenig besser war, immerhin 25 im Gegensatz zu 22 Tore in der Auftaktrunde. Traditionell werden die letzten beiden Gruppenspiele jeweils parallel ausgetragen. So spielte die Schweiz gegen Frankreich in Lille und Rumänien gegen Albanien in Lyon. Am schwersten in dieser Kombination hatten es wohl die Albaner und wieder war die Spannung groß. An dieser Stelle muss man auf eine große Veränderung bei dieser Europameisterschaft hinweisen. Durch das erweiterte Teilnehmerfeld, sieht die Gestaltung des Achtelfinals etwas anders aus. Weiterhin ziehen der Tabellenführer und er Zweitplatzierte ins Achtelfinale ein, dann kommen aber noch die vier besten Drittplatzierten weiter, was auch ein Grund für die merkwürdige Gruppenphase gewesen sein dürfte. Man merkt, dass sich somit mit dem Ausspielen einer Runde noch nicht zwingend alles ergeben muss. Der EM-Gastgeber war bereits fürs Achtelfinale qualifiziert, somit war für die Franzosen am Sonntagabend die Frage, ob man am Ende der Vorrunde Tabellenführer sein würde. Das Nachbarschaftsduell gegen die Schweiz zeigte zu mindestens schon früh, dass es einen großen Gastgeberbonus vom Schiri gab, um es vorsichtig zu formulieren. Das erste Tor gab es dann aber in der zweiten Partie des Abends und zwar für die Albaner kurz vor der Halbzeitpause. Man konnte nun schon vermuten, dass das Aussetzen der Torflaute nur ein Intermezzo und doch leider kein neuer Trend war. So wurde es ein langer und zäher Abend, da das große Taktieren scheinbar weiterging. Am Ende blieb der erste albanische Treffer bei einer EM überhaupt tatsächlich auch der einzige des ganzen Abends. Somit waren die Gastgeber am Ende Tabellenführer in der Gruppe A und auch die zweitplatzierten Schweizer waren sicher durch und dies war auch ein Novum. Übrigens war dieses eine Törchen in der dritten Runde ein neuer Negativrekord in dieser Vorrunde. Die Albaner können nun noch hoffen und Rumänien ist raus. Kaum waren diese ersten Entscheidungen getroffen, wird es auch gleich spannend, zu mindestens theoretisch, denn schon in ein paar Stunden wird man vor allem sehen, was aus den Engländern wird. Am morgigen Tag steht dann auch schon das nächste Spiel der LÖWenherzen an und den dritten Sieg in Folge bei diesem Turnier kann es schon nicht mehr geben, umso wichtiger wird es, sich mit einem Torfestival aus der Vorrunde zu verabschieden.

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