Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Erste Zwischenbilanz vor dem Spiel der Deutschen

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Anspannung in Deutschland steigt und erreicht langsam aber sicher kurz vor dem Turnierauftakt gegen Portugal in einigen Stunden ihren Höhepunkt. Ein wirklich guter Zeitpunkt für eine erste Zwischenbilanz dessen, was das Turnier bislang ganz allgemein zu bieten hatte. Bisher hatte diese etwas andere WM 2014 in Brasilien schon einiges zu bieten, auch wenn dies nicht immer unbedingt positiv gemeint ist. Schon das Auftaktspiel, wo Brasilien 3:1 gegen Kroatien gewann, war von einem unfassbaren Schiedsrichterskandal überschattet und viele meinten, dass Brasilien dort wohl unbedingt gewinnen sollte. Beim Spiel zwischen Mexiko und Kamerun sah es, was den Schiri angeht, ganz ähnlich aus, so mussten die Mexikaner drei eigentlich reguläre Tore schießen, um 1:0 zu siegen. Was durch Volker Finke, den deutschen Trainer in Kamerun, zur ersten Niederlage des deutschen Fußballs bei dieser WM führte. Bis zu diesem Zeitpunkt häuften sich leider auch schon die Nachrichten über Krawalle und überzogene Polizeigewalt. Fußballerisch richtig heiß ging es auch gleich weiter, stand doch das erste absolute Topspiel zwischen Spanien und den Niederlanden an. Es sollte unglaublich werden und die Spanier gingen mit 1:5 unter. Man muss aber auch hier wieder auf den Schiedsrichter verweisen, der dafür sorgte, dass die Niederländer sich dank ihm, ganz im Stil des FC Bayern Münchens, über kaum oder nicht geahndete Fouls immer wieder Vorteile verschaffen konnten. Aber man muss sich natürlich ebenso fragen, wo die Spanier unterwegs ihr Talent verloren hatten.

Pyro natürlich auch bei der WM
Interessant war bis zu diesem Zeitpunkt auch die massive Kritik an den Schiedsrichterleistungen durch das übertragende, was unter keinen Umständen mit überragendem Staatsfernsehen zu verwechseln ist. Was hier im ZDF so massivst in der Kritik stand, erlebt man jedes Wochenende in der Bundesliga, durch solche Entscheidungen ist der FC Bayern München zu vielen seiner Rekorde gekommen, dies blieb in der Regel allerdings kritikfrei. Ein anderes Beispiel für das Zweite, mit dem man einfach bayerischer sieht, ist das Thema Ballbesitz, was man beim FCB immer gerne lobt, nennt man bei den Spaniern dann abwerten selbstverliebt. Rundfunkbeiträge für unabhängige Berichterstattung kann man so natürlich nicht rechtfertigen. Dies sollte sich auch im letzten Spiel des Abends zeigen, als Chile erwartungsgemäß mit 3:1 gegen Australien siegte. Es war ein wirklich schönes Spiel und auch das erste, wo der Schiedsrichter, der von der Elfenbeinküste kam und den man anfangs eher negativ beschrieb, die bis dahin beste Leistung brachte. Die Chilenen feierten ihren Sieg mit ein wenig Pyro und schon brachen die reflexartig an dieser Stelle immer aufkommenden Hasstiraden beim Staatsfernsehen los. Schon erstaunlich, findet man solche Reaktionen beim Einsatz von Pyro auf Open Airs zum Beispiel nicht, was beweist, dass es am Ende des Tages gar nicht wirklich um die Pyro selbst geht.

Eine richtig lange Fußballnacht
Nach den bisher beschriebenen Spielen übernahm die ARD im Bereich des Staatsfernsehens die Berichterstattung, was keinen allzu großen Unterschied machte, was natürlich auch daran liegt, dass hier der vermeintliche Experte ebenfalls von den Bayern kommt. Muss schon alles schön systemtreu sein. Das erste Samstagsspiel endete mit einem deutlichen 3:0-Sieg von Kolumbien über Griechenland und wieder fiel der Schiedsrichter, welcher diesmal aus den USA kam, positiv dadurch auf, dass er gar nicht auffiel. Dann war es aber auch schon wieder vorbei mit der Unauffälligkeit der Schiedsrichter, was nicht überraschen sollte, stand bei der Partie zwischen Uruguay und Costa Rica doch der deutsche Skandalschiri Felix Brych, der in der letzten Saison durch das Phantomtor von Sinsheim legendär wurde, auf dem Platz. Die Übertragung dieses Spiels wurde dann auch gleich, fernab der Realität, zu einer 90-minütigen ARD-Lobeshymne für extrem gute Schiedsrichterleistungen, was einfach nur blamable war, gerade auch bei der bekannten Leistung, die Brych auch hier wieder zeigte. Zum Glück verbockte er hier diesmal nicht gleich wieder ein ganzes Spiel, welches schon zu einer Sensation wurde, denn Costa Rica gewann tatsächlich mit 3:1 gegen Uruguay, die immerhin schon zweimal Weltmeister waren. Hut ab! Dies gilt selbstverständlich nicht für die lächerliche erste Rote im Turnier, die auch noch auf das Konto von Brych ging.

Schlag auf Schlag
Nach diesem Spiel war auch gleich vor dem nächsten Knaller, trafen um Mitternacht doch Italien und England aufeinander, was natürlich ein weiteres, großes Highlight werden sollte und bewies, dass die Nacht noch lange nicht vorbei war. Es sollte wirklich Schlag auf Schlag weitergehen in dieser Nacht, denn der 2:1-Sieg der Italiener gegen die Engländer ging nicht nur wirklich in Ordnung, sondern zeigte auch den bislang besten Fußball des Turniers. Vorbei war die ultralange Nacht des Fußballs aber auch zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht, denn es stand noch das Spiel zwischen der Elfenbeinküste und Japan an. Nach der ersten Halbzeit sah alles ganz normal aus und die Japaner führten mit 1:0. In der zweiten Halbzeit sollten die Afrikaner dies aber mit einem geballten Doppelschlag drehen und am Ende mit einem 2:1-Sieg vom Platz gehen. Mittlerweile war es natürlich längst Sonntag und weitere zwei Gruppen standen zum Start bereit und es sollten drei Spiele mit europäischer Beteiligung anstehen. Den Auftakt machte die Schweiz gegen Ecuador. Es wäre eigentlich das nächste Skandalspiel geworden, da der Schiri einen klaren Treffer für die Schweiz nicht gab, was langsam ein Trend wird aber in der Nachspielzeit schafften die Schweizer dann doch noch den 2:1-Siegtreffer und übernahmen so kurz die Tabellenführung.

Viel Spaß in Qatar
Dann traten auch gleich schon die Franzosen zum ersten Mal an und es ging gegen Honduras. Bevor es um dieses Spiel gehen soll, noch ein kleiner Hinweis in Sachen Klima. Der brasilianische Winter ist mit dem deutschen nicht wirklich zu vergleichen, ehrlich gesagt ist er auch nicht mit dem deutschen Sommer zu vergleichen. Hört man die Klagen über die Hitze dort, schon nach so kurzer Zeit, kommt doch die Frage auf, wie es erst 2022 in Qatar werden soll, wo noch einmal ganz andere Klimabedingungen auftreten werden. Das Klima war beim Spiel Frankreich gegen Honduras kein Thema, dafür sollte es die bislang merkwürdigste Begegnung des Turniers werden. Es gab keine Hymnen, Honduras spielte von kurz vor der Halbzeit an nur noch mit zehn Mann und die Torlinientechnik kam zum ersten Mal sinnvoll ins Spiel. Die Schiedsrichterentscheidungen waren allgemein vielfach auch wieder fragwürdig aber dies scheint nun einmal bei dieser WM so sein zu müssen und so überrascht es nicht, dass es dort bis zu diesem Zeitpunkt die meisten Karten gab. Am Ende gewann Frankreich mit 3:0 und dies auch nicht unverdient und zog so zum Ende der 1. Runde in der Gruppe E noch an der Schweiz vorbei. Im letzten Spiel dieses Spieltags trat Bosnien-Herzegowina dann noch gegen Argentinien an, womit auch gleich die Gruppe F eröffnet wurde. Bosnien-Herzegowina schoss zwar zwei Tore, da allerdings ein Eigentor darunter war, verloren sie mit 2:1 und so setzte sich der Favorit Argentinien durch.

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