Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Es fing so gut an und hörte noch besser auf

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Kurz vor Ostern sollte es im deutschen Fußball, der angeblich der beste der Welt sein soll, eigentlich noch einmal groß zur Sache gehen, denn am Dienstag und Mittwoch standen die beiden Begegnungen im DFB-Pokal-Halbfinale an. Den Auftakt machte Borussia Dortmund mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg und mit einem 2:0-Heimsieg schaffte der BVB es ganz ohne Gegentore bis nach Berlin. Dieses erste Halbfinale bot viel Lobenswertes. Einen zurückhaltenden Schiedsrichter, was absolut nicht der Regelfall im deutschen Fußball ist, wo es doch häufig diese Berufsgruppe ist, die mit mehr als fragwürdigen Entscheidungen für Ergebnisse sorgt, die es so sonst nicht gegeben hätte. Der Hammer war natürlich auch wieder der Support im Herzen des Ruhrgebiets. Am Ende des Tages konnte man sagen, es war einfach ein richtig tolles Fußballspiel, auch wenn eine Überraschung durch die Wölfe nie wirklich greifbar war. Aber es gab leider auch wieder Schattenseiten, wie so oft verursacht durchs Staatsfernsehen und hier vor allem wieder einmal in Person von Mehmet Scholl. Natürlich bleibt es noch immer fraglich, was ein Aktiver vom FC Bayern München, als vermeintlich unabhängiger Experte bei einem TV-Sender zu suchen hat, der sich auch diese Unabhängigkeit teuer durch die Zwangsabgabe namens Rundfunkgebühr von fast jedem Haushalt finanzieren lässt. Die Hetzerei und Schlechtmacherei der Borussen waren auch an diesem Abend wieder nicht zu ertragen. Zu diesem Zeitpunkt war, wenn auch nicht sehr realistisch, noch die Hoffnung da, dass der BVB im Finale auf den 1. FC Kaiserslautern treffen sollte, dann hätte man wieder vom Pokal, seinen Wundern und seinen eigenen Gesetzen reden können. Es wäre ein großes Stück Glaubwürdigkeit zurückgekehrt. Dann war es soweit, Mittwochabend ganz im Süden der Republik.

Ein richtig geniales Pokalspiel
Es ging nun also darum, wer gegen die Borussia Mitte Mai in Berlin antreten sollte und es war absehbar, dass die Partie zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern eine ganz besondere werden sollte. Allerdings nahm der DFB vorm Anpfiff auch den letzten Rest Hoffnung, veröffentlichte man doch eine Medieninformation, welche im Staatsfernsehen zitiert wurde, dass im Endspiel Borussia Dortmund auf den FC Bayern München treffen würde. Dies war fast so auffällig peinlich, wie die letzte Panne bei der Auslosung und es geht immer in die gleiche Richtung. Bei diesen Vorzeichen braucht man über das Spiel selbst auch nicht mehr viel schreiben. Die Bayern gewannen mit 5:1 in einem Spiel, in dem man wieder massiv gegen das Einschlafen kämpfen musste und sich eigentlich nur an den Jungs aus Lautern erfreuen konnte. Die Stimmung war, wie beim FCB bekannt, auch nicht der Knaller, ebenfalls abgesehen von den Anhängern aus der Pfalz, die vorm Anpfiff eine imposante Pyroeinlage zeigten. Zum Glück gab es an diesem Abend aber auch noch ein richtig geniales Pokalspiel, denn in Valencia stand das Finale der Copa del Rey an und es gab El Clásico. Zum siebten Mal standen sich im Endspiel dieses Wettbewerbs der FC Barcelona und Real Madrid gegenüber. Bis zu diesem Abend stand es 3:3, was dieses Spiel noch bedeutender machte. Was El Clásico angeht, gab es ihn in der spanischen Liga in dieser Saison schon zweimal und beide gewann Barca. An diesem Abend sollte der Pokal allerdings an Real gehen, die mit 2:1 durch ein absolutes Traumtor von Gareth Bale gewannen. Dieses Spiel war nicht nur schön, sondern auch schnell und präzise und die Stimmung war auch grandios, von der Spannung ganz zu schweigen. Man sieht, Premiumprodukte haben zwar im Fußball nichts zu suchen, können aber auch richtig gut sein und Spaß machen, was beim FCB eben nicht der Fall ist.

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