Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Es wird wohl eine Skandalsaison

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem skandalösen Saisonauftakt, welcher gleich dafür sorgte, dass die neue Spielzeit vom ersten Moment an verzerrt wurde, sollte man davon ausgehen, dass der Videobeweis Geschichte gewesen wäre. Dies wäre auch ein wichtiger Beweis gewesen, wie ernst es DFL und DFB mit ihren Willen nach Frieden ist. Fakt ist, es ging weiter, als wäre alles normal verlaufen, was noch einmal unterstrich, dass es bei den vermeintlich Mächtigen gar keinen ernsthaften Willen zur Veränderung gibt, womit natürlich auch Dialog keinen Sinn macht. Die ominösen Abseitslinien beim Videoassistenten, welche bisher schon nicht zu sehen waren, gab es an diesem Wochenende dann auch offiziell gar nicht mehr, was das Ganze zu einem noch lächerlicheren Schauspiel machte. Freitagabend fing mit der Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV der 2. Spieltag an und es sollte kurios werden, denn Schiri Felix Brych, eigentlich für ganz andere Auffälligkeiten bekannt, musste verletzt gegen Sören Storks ausgewechselt werden, warum das Spiel auch ein gefühlte Ewigkeit lief. Am Ende gewann der HSV mit 3:1, womit der Fehlstart der Fahrstuhlmannschaft vom Rhein perfekt war und die Hamburger den Abend als Tabellenführer beendeten. Der Samstag war dann wieder von den nervigen Resten des Videobeweises überschattet, womit es langsam zu einer Skandalsaison wurde. Beim 2:2 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Augsburg gab es gleich zwei so klare Fehlentscheidungen mit der neuen Technik, dass sie selbst im Staatsradio kritisiert wurden. Dies ist nur exemplarisch zu sehen, denn auch auf anderen Plätzen sah es ganz ähnlich aus, was zeigte, warum der Druck auf den DFB offenbar noch immer nicht im Ansatz ausreicht und noch weiter erhöht werden muss.

Eine Kriegerklärung an den Fußball
Auch sonst war es ein in Phasen eher langweiliger Samstagnachmittag, was dazu führt, dass hier wirklich nicht jedes Spiel erwähnt werden muss. Erwähnen muss man aber Bayer 04 Leverkusen, die 1899 Hoffenheim zu Gast hatten. Die SAP-ler gingen zur Wochenmitte noch völlig auf der Insel unter, somit war es ein Spiel, welches Leverkusen absolut souverän gewinnen musste, dass dies mit 2:2 nicht geschah, zeigte, dass die bekannten Probleme geblieben sind und man nach der letzten Saison nun gleich zu Saisonbeginn davon sprechen kann, dass man Rudi Völler und seine Freunde im Management aus der Stadt jagen muss. Übrigens beklagte sich auch Völler über den Videobeweis, da B04 trotz dieser angeblich so tollen Technik zwei Punkte geklaut wurden aber das Problem ist eben doch größer. An der Weser empfing Werder Bremen den FC Bayern München und das vermeintliche Premiumprodukt spielte gewohnt schlecht und mit der bekannten Unfairness, was aber wieder nichts machte und man kennt die Gründe dafür nur zu gut. Schon zum Saisonauftakt gab es in einer kritischen Situation keinen Videobeweis gegen den FCB und so war es auch beim 1:0 gegen Bremen, wo Abseits das Thema war. Man kann es nicht oft genug erwähnen, die neue Technik macht die Bundesliga nicht gerechter, eher das Gegenteil ist der Fall und man ahnt schon, wer darauf wohl auch in dieser Spielzeit seine Triumpfe aufbauen wird. Dieses Tor mit Geschmäckle war dann übrigens auch der Dosenöffner und so endete es mit 0:2. Zweidrittel des zweiten Spieltags waren gespielt und man musste festhalten, dass hier vor allem dem Fußball der Krieg noch deutlicher erklärt wurde und dies muss mit aller Macht der wahren Fans beantwortet werden, auch dies kann nicht oft genug erwähnt werden.

Ein schlechtes Schauspiel namens Bundesliga
Eigentlich hatte man nach den Vorfällen der Nachmittagsspiele schon genug von der Inszenierung namens Bundesliga und nichts anderes scheint es in dieser Saison werden zu sollen aber es stand am Abend noch das so genannte Topspiel an. Borussia Dortmund und Hertha BSC Berlin trafen aufeinander und man ist nicht überrascht, dass der BVB, der sich gerade erst im Millionenausverkauf der Liga stark gemacht hatte, mit 2:0 gewann. Es war immerhin ein annehmbares Spiel, was in dieser Spielzeit wohl die Ausnahme bleiben wird. Sonntag ging es dann mit einem weiteren großen Problem der Liga in Sachen Ausverkauf weiter und RB Leipzig empfing den SC Freiburg. Zur Halbzeit sah es vom Ergebnis her noch ganz gut aus, denn Freiburg führte mit 1:0, allerdings sollte es sich in der zweiten Hälfte ganz anders darstellen und so gewannen die Antitraditionalisten dann leider noch mit 4:1. Auch dieses Spiel wurde natürlich vom Videobeweis überschattet, was auch nicht anders zu erwarten war und auch für die letzte Partie gelten sollte. Ganz zum Schluss wurde dann die schon reichlich verzerrte Tabelle noch mit geballter Tradition abgerundet und Hannover 96 empfing Schalke 04. Klangvolle Name mehr nicht, muss man leider festhalten, denn ein Leckerbissen war auch dieses 1:0 nicht. Das Problem an solchen Spieltagen ist, dass man es sich so auch noch mit den ganz normalen Zuschauern auf die Dauer verspielen wird. Zum Glück ist jetzt Länderspielpause, die zu diesem frühen Zeitpunkt schon wirklich nötig ist. DFB und DFL sollte die Zeit nutzen, um darüber nachzudenken, ob sie ihren Eskalationskurs, den sie verlieren werden, wirklich weiterfahren wollen.

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