Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

FI-FA-Fairness?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. In einigen Stunden stehen dann auch die letzten zwei Partien fürs Achtelfinale bei der Fußball-weltmeisterschaft 2014 in Brasilien fest, womit die Gruppenphase dann beendet wäre. Bevor es aber am Samstag mit der KO-Runde weitergeht, wird hier noch einmal auf den bisherigen Turnierverlauf zurückgeblickt und es soll gar nicht nur um die fußballerischen Leistungen der letzten Tage gehen, sondern vielmehr um die negativen Randerscheinungen des Turniers. Zu den Leistungen sei noch angemerkt, dass sie einmal mehr merkwürdigen Schwankungen unterlagen, wie man es auch ganz deutlich im zweiten Spiel der LÖWenherzen gegen Ghana sehen konnte. Auch die letzten Tage boten neben den angesprochenen auffälligen Leistungsschwankungen wieder einige handfeste Skandale. Man muss sich manchmal tatsächlich fragen, was Show bzw. Strategie bei dieser  WM ist und da kommen natürlich auch die Schiedsrichter wieder ins Spiel. Es sind diese streng ausgewählten, vermeintlich unparteiischen Herren, die auch diese WM wieder so massiv beeinflussen, dass man kaum noch an Zufall glauben kann. Aus deutscher Sicht bedeutet dies Felix Brych, der sich auch bei seinem zweiten Auftritt in der Partie zwischen Belgien und Russland, welche 1:0 endete, als Skandalschiedsrichter zeigte und wenn selbst das Staatsfernsehen ganz deutlich von Fehlern spricht, kann man sich vorstellen, wie massiv diese waren. Man muss natürlich auch einräumen, dass Brych an dieser Stelle nur bedingt auffällt, da solche Fehler, wie eben erwähnt, leider schon fast die Regel und nicht die Ausnahme sind. Genau dies ist aber scheinbar von der FIFA auch so gewollt und dann darf man sich natürlich eben nicht wundern, wenn die Frage nach Spielmanipulation, wie eine dunkle Wolke, auch über der WM 2014 schwebt. Was dies für das Thema Fairness bedeutet, versteht sich von selbst und in diesem Kontext gibt es noch einige, weitere Probleme, die sich auch zum Ende der Gruppenphase noch einmal ganz deutlich zeigen sollten. Man merkt, wie auch die FIFA ihr Image weiter selbst schädigt.

Seelenraub durch die großen Verbände
Große Verbände haben ein Problem mit richtig grandioser Stimmung in den Stadien, was man auch an den Wochenenden oft genug in der Bundesliga erleben muss, wo die Fans immer mehr im Namen des Kommerzes gegängelt werden. So verwundert es auch nicht, dass der Unmut bei den wahren Fans stetig anwächst und es auch immer wieder zu Protesten kommt. Die Probleme in Deutschland sind aber wirklich nur Kleinkram, wenn man sich dagegen anschaut, was sich die FIFA aktuell in Brasilien erlaubt und man muss ganz deutlich sagen, dass das Fass auch dort längst übergelaufen ist. Wenn Kuhglocken, Fahnen und ähnliches in den WM-Stadien verboten sind und selbst die Kommentatoren im deutschen Staatsfernsehen schon darüber witzeln, dass man sich immerhin noch in den jeweiligen Nationalfarben schminken darf, ist dies schon der Versuch dem Fußball die Seele zu rauben. Es sind natürlich Trends, die sich auch hier deutlich abzeichnen und die eine ebenso deutliche Antworten verdienen und nicht einfach so hingenommen werden dürfen. Der Fußball gehört den Menschen und nicht irgendwelchen Verbänden und ganz sicher nicht der korrupten FIFA. Fahren diese Verbände ihren Kurs so weiter, sollten sie nicht verwundert sein, wenn es auch weiterhin klare Zeichen, unmissverständlichen Protest gegen diese falschen Entwicklungen gibt. Genau dies scheint man bei den großen Verbänden zu befürchten. Es ist schon auffällig, wie viel Werbung es mittlerweile von den Verantwortlichen des Ausverkaufs beim Fußball gibt, die den Massen suggerieren sollen, es wäre noch ihr Sport. Schaut man sich dann auch noch die Werbung der FIFA in Sachen Fairness an, kommt man aus dem Lachen kaum noch raus. Deshalb wird es eben nun umso wichtiger, dass endlich auch auf dem Platz klar Stellung bezogen wird oder die Akteure zeigen endgültig, dass sie nur ein Teil des Systems sind und so etwas kann man nicht unterstützen. Man darf gespannt sein, was das Achtelfinale bringen wird.

Der bissige Europäer
Zum Abschluss soll es jetzt aber doch noch einmal um die Spiele der letzten Tage gehen, denn die Skandale sollten sich noch einmal ausweiten. Immer mehr zeigt sich, dass dies nicht die Weltmeisterschaft der Europäer ist, auch wenn noch immer das Potential da ist, dass der Titel in Europa bleibt. Waren die Engländer und Spanier schon längst ausgeschieden, sollte es auch noch die Italiener erwischen und hier muss man wirklich sagen, dass es mit Fairness gar nichts zu tun hatte. Uruguay sorgt immer wieder für gute Stimmung und wird in vielerlei Hinsicht gelobt. Diese Stimmung sollte am Dienstag allerdings völlig kippen. Es war wieder eine dieser Schiedsrichterleistungen, die einfach nicht erklärbar sind, außer man geht von Manipulation aus. Dann gab es noch den Biss von Luis Suárez, der erst einmal ohne Folgen blieb, was auch zur Unfairness beim Spiel beitrug aber unverhältnismäßig aufgeblasen wurde. Hier gilt es natürlich auch das ZDF zu erwähnen, wo man sich in den verschiedensten Formaten auch massiv und völlig überzogen aufregte. Erwähnt man auch dort immer wieder gerne, wie unsportlich es ist, wenn auf dem Platz vom Gegner Karten gefordert werden, hat man hier mit Forderungen nach hohen Strafen für den Spieler von Uruguay kein Problem, was zum nächsten Erstaunen führt. Wenn es um unkontrollierte Aggressionen, Unfairness und natürlich um das Beißen von Gegnern geht, hat das ZDF mindestens den deutschen Meister in den eigenen Reihen und damit ebenfalls kein Problem. Dies verdeutlicht wieder einmal sehr schön, wie es dort tatsächlich mit der Unabhängigkeit aussieht und wie geheuchelt all die Aufregung ist. Unverschämtheit ist dann selbstverständlich auch, dass man so etwas mit der Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag mitfinanzieren muss. Das einzige Positive an diesem Spieltag war die Erkenntnis, dass es am Folgetag einfach nicht noch schlimmer kommen konnte, ob dies auch für die heutigen Spiele gilt, sei gerade auch im Bezug auf das Deutschlandspiel offengelassen.

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