Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Fortsetzung folgt…

Ermöglicht durch: hÜlsberg-Die Sache mit dem Ü! Eine gefühlte Ewigkeit dauerte diese Sommerpause, da half auch die 1. Runde des DFB-Pokals 2013 / 2014 nur bedingt aber am Wochenende ging es dann endlich wieder mit der 1. Liga los und es gab den Saisonauftakt in München, was natürlich Bedeutung haben sollte, denn es wurden gleich die Weichen gestellt. Das Eröffnungsspiel lautete FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach und die Saison wurde tief im Süden vom Präsidenten der Liga, Reinhard Rauball, eröffnet, dem Menschen, der in Nordrhein-Westfalen schon für die SPD Justizminister war, immerhin für sieben Tage, um dann wieder gehen zu müssen, weil er fünf Jahre zuvor Mitglied des Aufsichtsrates des amerikanischen Unternehmens Eurogas war, ohne dafür die für ihn als Notar nach der Bundesnotarordnung erforderliche Genehmigung eingeholt zu haben. Wo wir gerade beim Thema Zwielicht in der Liga sind, sei auf die Schiedsrichterleistung in diesem Spiel hingewiesen, die sich spielentscheidend an das anschloss, was man aus der letzten Saison kannte. Bringt man nun die jüngsten Gerüchte, um vermeintlich verschobene Millionen des Steuerbetrügers und Präsidenten des FCB, Uli Hoeneß, mit ins Spiel, würden einem glatt einige Ziele einfallen, wohin Gelder abgeflossen sein könnten.

Wa(h)re Fans
Aber zurück in das Stadion der Bayern oder war es das eines großen Versicherungskonzerns? Gut, die Finanzen in diesem Verein sind eben nicht immer klar zu durchschauen. Hier bekam Rauball zum Saisonauftakt, den Empfang, den er verdient hatte, was bedeutet, es war sehr schwer seinen Worten im gellenden Pfeifkonzert zu folgen, was daran lag, dass die wahren Fans, hier die Ware Fans weit überlagerte und es von den Fans her so etwas wie ein Heimspiel für die Fohlen war. All dies war im deutschen Staatsfernsehen live mit zu verfolgen, wobei man durch die verzerrenden Kommentare natürlich ebenfalls, wie in der letzten Saison, nicht von einer unabhängigen Berichterstattung sprechen konnte. Dies ist ein weiterer Beweis, dass man den Rundfunkbeitrag, den man angeblich für unabhängige Informationen entrichten soll, eigentlich nicht hinnehmen sollte. Das Bayernspiel, wie gehabt. Das was man dort Fans nennt, ging, wie bereits erwähnt,  größten Teils unter, was die ARD mit den vielen Feiern der letzten Saison rechtfertigte und nicht weiter kommentiert werden muss aber es fehlt noch etwas Entscheidendes, der Trainergott Pep Guardiola. Pep, der sich zuletzt im 14. Supercup schon zum Depp machte, war auch da und man hatte das Gefühl, er sei am falschen Ort, denn er würde viel besser zum FC Augsburg passen. Sorry an dieser Stelle an den Anhang des FCA, es ging nur um die Nähe zur Puppenkiste.

Dann doch noch Fußball
Nach einem erwarteten, enttäuschenden Auftakt, konnte man sich dann ab Samstag ein wenig vom Bereich der großen Fußballsoap abwenden und sich dem wirklichen Saisonauftakt 2013 / 2014 widmen und der sollte es gleich in sich haben. Hertha BSC Berlin gewann vor heimischem Publikum gleich mit 6:1 gegen den Shootingstar der letzten Saison, gegen die Eintracht aus Frankfurt. Im Niedersachsenderby setzte sich Hannover 96 in der Landeshauptstadt mit 2:0 gegen den VfL Wolfsburg durch, wobei nur neun Wölfe das Ende der Partie erlebten. Auch an diesem Samstag zeigte sich wieder in so gut wie allen Partien, dass es ein massives Schiedsrichterproblem gibt und man wohl auch in der aktuellen Saison in diesem Bereich nicht von Leistung sprechen sollte. Dies erkannte man auch sehr schön beim 2:2 zwischen 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Nürnberg, wo ein eindeutiges Tor einfach nicht gegeben wurde. Man sieht schon bis hierher, dass nicht die Bayern die Mannschaft des Auftakts waren. Auch diesmal zeigte Jürgen Klopp dem Pep, wo der Hammer hängt und so besiegte Borussia Dortmund den FC Augsburg auswärts ganz souverän mit 4:0. Auch für Bayer 04 Leverkusen gab es einen, wenn auch nicht überraschenden Traumstart in die 51. Saison und die Werkself siegte in der BayArena, wie die Bayern, mit 3:1, hatten hierbei allerdings, ganz im Gegensatz zum Spiel des Vortags, den Schiedsrichter nicht auf ihrer Seite, sondern klar gegen sich. Zum Abschluss des Samstagsspieltags stand dann noch ein Nordderby zwischen der Eintracht aus Braunschweig und Werder Bremen an, welches Werder mit 1:0 für sich entscheiden konnte, was unter Robin Dutt doch als kleine Überraschung gelten kann.

Der Sonntag und das Fazit
Zum Ende des 1. Spieltags standen dann, wie immer am Sonntag, noch zwei Begegnungen an. Im ersten Sonntagsspiel traf der FSV Mainz 05 auf den VfB Stuttgart und es sollte mit einem, wenn auch sehr glücklichen, 3:2-Sieg für die Mainzer beginnen. Im zweiten Sonntagsspiel, welches gleich sehr furios losging, trennte sich Schalke 04 mit einem gerechten 3:3 im ersten Heimspiel vom Hamburger SV. Der Blick auf die Tabelle am Ende dieses Spieltags macht deutlich, dass der FC Bayern München weit davon entfernt ist die beste Mannschaft der Welt zu sein, ist man doch noch  nicht einmal die beste Mannschaft in Deutschland und selbst der aktuelle Tabellenplatz ist so eigentlich nicht gerechtfertigt. Dieser ganze Bayernhype, den man auch an diesem Wochenende wieder erleben musste und der sich nahtlos an die letzte Saison anschließt, nervt einfach nur. Was der Fußball braucht ist Herz, sind echte Emotionen und keine Millionenansammlung. Dieser Weg der totalen Kommerzialisierung ist der völlig falsche und wird sich auf längere Sicht rächen. Einen Vorgeschmack darauf gab es dieses Wochenende zum Beispiel auch in Leverkusen, wo das Topspiel des Wochenendes stattfand und natürlich auch der Heimauftakt der Werkself und trotzdem blieben gute 10 Prozent der Plätze leer. Trotz allem war es ein gelungener Auftakt in eine hoffentlich spannende Saison.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball