Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Frankfurt bleibt – Duisburg geht

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Zum Wochenstart ging es auch mit der Relegation weiter und so trafen der 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt zum zweiten und alles entscheidenden Relegationsspiel aufeinander. Das Hinspiel am Main endete mit einem 1:1, womit es einen kleinen Vorteil für die Clubberer gab. Sie wären mit einem torlosen Unentschieden aufgestiegen, hatten allerdings direkt angekündigt diesen, doch eher gefährlichen Weg nicht gehen zu wollen. Im Spiel sollte es allerdings ein wenig anders aussehen. Ein Spektakel gab es schon vorm Anpfiff mit einer großartigen Choreo der Nürnberger und natürlich auch wieder mit reichlich Pyro, die von den Frankfurtern selbstverständlich gekontert wurde, womit sich der Spielbeginn ein wenig verzögerte. Übrigens hielt die Pyro auch hier wieder fast das gesamte Spiel über an, was man durchaus beachtlich nennen darf. Auch sehr positiv war, dass Schiedsrichter Christian Dingert zwar die üblichen Probleme hatte aber nicht das Spiel entscheiden sollte, wie man es in der abgelaufenen Saison bei so vielen Spielen schon erleben musste. Die erste Halbzeit ging klar an Frankfurt, blieb allerdings torlos, womit sich der Trend aus dem ersten Spiel fortsetzte. Mehmet Scholl vom FC Bayern München, der wieder den vermeintlich unabhängigen Experten gab, versuchte in der Halbzeitpause das Frankfurter Spiel massiv zu zerreden, was nach der Leistung der Bayern im Pokalfinale am Samstag schon erstaunlich war aber man weiß, was von seinen Kommentaren zu halten ist.  Die zweite Halbzeit war mit der ersten ziemlich identisch, allerdings gab es einen maßgeblichen Unterschied, die Eintracht schoss das 1:0 und bestrafte damit die Torlosstrategie des Clubs, die nun zwar begannen Vollgas zu geben aber da war es schon zu spät. So blieb es unterm Strich dabei, dass der FCN nicht ein Tor in dieser Relegation schoss und damit ist es absolut in Ordnung, dass auch in diesem Jahr wieder nur zwei Vereine aus der Bundesliga abgestiegen sind. Der Klassenerhalt der Eintracht war aber nicht das einzig Schöne an diesem Abend, denn Marco Russ wurde doch schon an diesem Tag operiert und ließ verlauten, dass alles gutverlaufen sei, was mindestens genauso schön war und für viel Freude sorgte.

Duisburg oder Würzburg?
Am gestrigen Abend folgte dann auch gleich das nächste Relegationsrückspiel. Der MSV Duisburg und die Würzburger Kickers sollten tief im Westen der Republik aufeinandertreffen. Hier waren die Zeichen etwas deutlicher, waren die Kickers doch mit einem 2:0-Heimsieg im Gepäck angereist. Allerdings sollte eigentlich die Kulisse nicht im Ansatz vergleichbar sein, was den Zebras eine Spur Hoffnung geben konnte. Sah es am Vorabend fürs Frankenland nicht so gut, gab es nun noch eine zweite Chance. Die Würzburger, die allgemein sehr defensivstark sind, hatten es natürlich auch deshalb einfacher, da sie die Duisburger absolut kommenlassen konnten und im Gegensatz zum FCN tatsächlich gefahrlos auf ein torloses Unentschieden spielen konnten. Ein Haken in Duisburg sollte die eigenen Fans sein, denn bedingungslose Unterstützung für die Heimmannschaft konnte man kaum erkennen. Nach gut 30 Minuten sollte sich dies für kurze Zeit ändern, denn plötzlich stand es 1:0 und es hieß wieder Eigentor, diesmal profitierte allerdings das höherklassige Team, womit es nicht mehr ganz so solide für Würzburg war und das Stadion endlich einmal vor Freude tobte. Allerdings konterten die Würzburger relativ direkt mit dem 1:1, was faktisch das KO war und damit war auch gleich klar, dass es keine Verlängerung geben würde. So endete dann auch die erste Halbzeit. Duisburg brauchte also nach der Pause noch drei Treffer und dürfte keinen mehr kassieren. Die Zebras sollten keinen Treffer mehr schaffen, dafür erzielten die Kickers in der Nachspielzeit noch den 2:1-Siegtreffer. Allerdings muss man einräumen, dass Schiedsrichter Tobias Stieler leider größeren Einfluss nahm, denn er verweigerte dem Westteam gleich zwei Elfer. Ob dies etwas verändert hätte, ist nicht mehr zu klären, bleibt aber ein kleiner Schatten auf dieser Partie. Nachdem zweiten nicht gegebenen Elfer, brannte einem Duisburger, nicht ganz unverständlich, noch eine Sicherung durch, womit es auch noch einen Platzverweis gab. Eine Eskalation, die es nicht gebraucht hätte. In der Gesamtheit kann man aber schon sagen, dass der Aufstieg der Franken verdient war, was auch daran lag, dass auch hier ein Team kein Tor schoss und dieses kam diesmal aus Duisburg. Bemerkenswert ist übrigens auch der steile Weg der Würzburger, die es damit RB Leipzig gleichtaten und ihnen ein Alleinstellungsmerkmal klauten. Dies gelang den Unterfranken aber durch eine rein sportliche Leistung, was den Rasenballsportlern, durchaus berechtigt, immer wieder abgesprochen wird, da dort vor allem auch die Finanzen maßgeblich sind. Hier gilt also kurzgesagt, MSV Duisburg abgestiegen und Würzburger Kickers aufgestiegen.

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