Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Frühlingserwachen in der Bundesliga?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Mit dem 23. Spieltag startete auch die Bundesliga in den Frühling und zum Teil sollte auch das Wetter mitspielen. Am Freitagabend begann alles mit dem Spiel zwischen dem Traditionsverein FC Augsburg und den Antitraditionalisten vom RB Leipzig. Am Ende stand hier ein 2:2 und ein großes Lob muss an den Augsburger Anhang gehen, die mit einer feinen Choreo nicht nur den Brauseclub ablehnten, sondern auch gleich den DFB und die DFL. Auch wenn RB das Spiel erst einmal drehen konnte, schafften die Augsburger zum Schluss noch den Endstand, was aber allgemein nur für kurze Freude sorgen sollte, wie man später noch erkennen wird. Samstag ging es dann zum Teil noch torreicher weiter, allerdings nicht bei der Partie FSV Mainz 05 gegen den VfL Wolfsburg, wo zum Abpfiff ein 1:1 auf dem Zettel stand. Ein echter Grottenkick und dies, wo man in Mainz allgemein schon Probleme mit den Zuschauerzahlen hat und sowas damit nicht wirklich förderlich sein dürfte. Auch bei Werder Bremen gegen Darmstadt 98 gab es nur zwei Tore, allerdings gab es hier ein 2:0. Auch dieser Kick war nun wirklich kein Highlight in Sachen Fußball, dies gilt selbstverständlich auch für Guido Winkmann, der den Schiedsrichter machte und den Jungs von der Weser ein Elfer gab, über den viel diskutiert wurde. Mit diesem sollte es dann für Werder auch auf die Siegerstraße gehen. Auf dieser Straße wird das Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs ständig durchgewunken und in der Domstadt wurde man doch sehr an das Pokalspiel der Bayern unter der Woche erinnert. 3:0 siegte der FC Bayern München eben diesmal beim 1. FC Köln. Problem dort, neben der bekannten bayerischen Unfairness, war Schiedsrichter Jochen Drees aber es waren nicht nur Ergebnis und Unfairness, die ans Spiel vom Mittwoch erinnerten, denn auch die rheinische Fahrstuhlmannschaft wollte scheinbar nicht wirklich gewinnen. Längst auch ein echtes Problem im Fußball, da wunderte es nicht, dass es phasenwiese richtig ruhig im Stadion war. Mit dem Bayernspiel schloss sich dann der Kreis zu den Leipzigern, denn die Bayern distanzierten sich so weiter und vermeintliche Experten wollten auch schon gleich rechnen, wann die Bayern wieder Meister sind. So erklärt auch die Tabelle wieder schön, was gemeint ist, wenn von der Zerstörung des Fußballs die Rede ist.

Neuer Tiefpunkt für Völler
Christian Dingert sorgte letzte Woche erst für ein Schiedsrichterskandalspiel und war diese Woche wieder ganz normal am Start, da bleiben keine Fragen in Sachen DFB und Merkwürdigkeiten offen. Am Samstagnachmittag gab er nun den Schiri im Spiel zwischen Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen. Hier hatte er ebenfalls so seine Schwierigkeiten, was nicht nur an einem Elfer und einer Kartenflut gegen B04 lag. Am Ende stand es 6:2, was in der Hauptsache allerdings nicht an Dingert lag. Es bleibt ein Fakt, dass die Werkself vor allem ein massives Problem im Management hat und hier gilt es auch an dieser Stelle wieder einmal vor allem Rudi Völler und sein gescheitertes Trainerkonzept zu erwähnen. Trainer Roger Schmidt wurde nun gefeuert, was nur bedeuten kann, dass eben auch Völler gehen muss, der für all dies der Hauptverantwortliche ist. Nebenbei war das Westderby übrigens auch das Comeback der Süd, welche zuletzt noch unter Sippenhaft leiden musste. Wenn selbst ein so großes Derby nicht ausverkauft ist, sollten sich manche Verantwortlichen fragen, ob sie auf dem richtigen Weg sind, was man wohl eher verneinen muss. Etwas weniger torreich sollte es dann bei den SAP-lern zur Sache gehen. 1899 Hoffenheim schlug den FC Ingolstadt aber auch noch ordentlich mit 5:2. Auch hier sorgte Schiedsrichter Bastian Dankert für Fehler, was dann wohl ebenfalls ohne Sanktionen bleiben dürfte. Das Spiel begann ganz munter, was für beide Teams galt aber am Ende wurde es doch ziemlich klar. Übrigens in diesem Stadion war es am Samstag ebenfalls wieder ziemlich leer. Auch zum Abschluss der Samstagsspiele sollte es dann am Abend torreich weitergehen und Borussia Mönchengladbach schlug Schalke 04 immerhin auch noch mit 4:2. Es war ein ganz besonderes Spiel, was nicht nur an Schiri Manuel Gräfe lag, der zum Teil klar die Regie übernahm. Dieses Spiel gibt es in gut zwei Wochen gleich dreimal. Nach diesem Vorspiel, was für S04 eher eine Katastrophe war, geht es nun gleich ab Donnerstag noch zweimal international mit dieser Begegnung weiter. Auf Schalke muss man sich nun einiges einfallen lassen, denn sonst wird ein großer internationaler Plan scheitern, was eigentlich schade wäre.

Der Sonntag und die Fake-News
Den Start am Sonntag gab es am Main, wo Eintracht Frankfurt auf den SC Freiburg traf, was eigentlich eine klare Sache sein sollte, allerdings kam es doch etwas anders, was auch an Schiedsrichter Günter Perl lag, welcher zum Teil mit Kontrollverlust zu kämpfen hatte, da es eine hitzige Partie war. Auch hier deutete sich dann bald schon an, warum es in der Bundesliga ganz anders aussehen würde, wenn man tatsächlich von Unparteiischen sprechen könnte, solange dies allerdings immer wieder nicht der Fall ist, bleiben die immer gleichen, ständig kritisierten Probleme. Deshalb muss man auch das 1:2, welches hier am Ende stand, sehr relativ sehen. Dies ist natürlich auch der Grund, warum es ein wenig schwer ist, hier von einem tatsächlichen Negativtrend für die Frankfurter zu sprechen, welcher vor allem auf dem Papier zu erkennen ist und somit die gerade angesprochenen Probleme mit sich bringt. Ganz zum Schluss ging es hoch in den Norden, wo der Hamburger SV auf Hertha BSC Berlin treffen sollte und dies unter der Leitung von Felix Brych. Hier sah der Ausblick ähnlich aus, wie zuvor beim Spiel in Hessen und man war somit gespannt, was sich dort tun sollte. Die erste Überraschung war dann wohl die verhältnismäßige Unauffälligkeit des Schiris, was an diesem Wochenende wieder einmal eine echte Seltenheit war. Ebenso überraschend, wenn auch ins Gesamtkonzept passend, war der 1:0-Sieg der Hamburger mit dem genauso wenig zu rechnen war, wie mit nur einem Tor, gab es doch sonst überall mehr Buden. An diesem Wochenende war es auch wieder witzig, wie man im Staatsradio die Schiris, ganz in der dort bekannte Form des Postfaktischen, lobte, um dann im Laufe der Spiele zurückrudern zu müssen, weil es einfach zu auffällig wurde, was sie an Fehlern verbockten. Dies passte dazu, dass ebenfalls die ARD unter der Woche noch mit Fake-News in Sachen Nachholtermin zum Viertelfinale im DFB-Pokal daher kam. Mittlerweile ist nun tatsächlich alles offiziell und so geht es am 14. März in Osnabrück und nicht in Lotte zur Sache. Die Sportfreunde empfangen dann den BVB und man darf gespannt sein, was sich in diesem letzten Viertelfinalspiel noch ergeben wird. Da auch dieses Wochenende zeigte, dass im Fußball einfach alles möglich ist, kann es eigentlich keine Überraschung geben aber man wird es sehen.

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