Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Fußball plötzlich wieder ganz ohne Terrorgefahr

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Winterpause rückt zum Glück immer näher, damit man sich ein wenig von dem Schauspiel, welches die Hinrunde der laufenden Saison bot, erholen kann. In dieses Schauspiel passte leider auch wieder der 15. Spieltag. Während man sich beim DFB so sehr darum bemüht, den Skandal aufzuklären, wie man es sonst nur von den Kirchen in Sachen Kindesmissbrauch kennt, rollte ab vergangenen Freitag auch wieder der Ball. Dies übrigens schon wieder ganz ohne die Folgen der vermeintlichen Terrorbedrohung von Hannover und dies obwohl die angeblich so große Gefahrenlage offiziell nicht weniger geworden war. Zum Fußball selbst  ist zu sagen, dass alles am Freitagabend mit einer starken Leistung begann, was natürlich auf Wolfgang Stark, als vermeintlich Unparteiischen hinweist. Dieser setzte im Spiel zwischen Schalke 04 und Hannover 96 die Heimmannschaft mit einem Elfer auf die Siegerstasse, was funktionieren sollte. So gewann S04 gegen die 96er mit 3:1. Wirkliche Weltklasse war das Spiel nicht, dafür allerdings die Choreo der Fans, die im wahrsten Sinne des Wortes großes Kino bot. Für die Hannoveraner bleibt es sehr kritisch, da sollte es auch nicht überraschen, wenn der Anhang einen Zug zerlegt, wie es auf der Rückkehr in die niedersächsische Landeshauptstadt geschah. Natürlich sollten Schiedsrichter und Fans nicht nur am Freitag ein Thema sein. So muss man auch das Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg erwähnen, welches die Schwaben mit 1:0 am Rhein gewannen. Es war ein absolut unfaires Spiel des FCA, was eigentlich nur noch davon getoppt wurde, dass Schiedsrichter Daniel Siebert dabei mitspielte und diesen nicht gerechtfertigten Sieg so erst möglich machte. Erstaunlich war, wie sehr man sich bei der ARD über dieses unfaire Spiel aufregte, denn leider ist es ein spieltägliches Thema, welches ansonsten eher kaum Wellen schlägt. Von diesem Thema sollte aber auch noch eine andere Mannschaft vom Rhein betroffen sein. Bayer 04 Leverkusen wurde beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin wieder einmal frühzeitig dezimiert, Verantwortlicher diesmal war der Schiedsrichter Robert Hartmann. Zwar brachte dies die Werkself erst einmal voran, am Ende reichte es in Unterzahl aber nicht und die Hertha gewann mit 2:1. Gegen solche Benachteiligungen sagt Sportdirektor Rudi Völler in der Regel kaum etwas und sein sein Konzept mit Trainer Roger Schmidt ist längst gescheitert. Somit wird immer deutlicher, dass er endlich gehen sollte, denn dieses Mittelmaß braucht man in Leverkusen nicht. In die gerade geschilderten Verläufe passte dann auch die Partie zwischen dem FC Ingolstadt und 1899 Hoffenheim, wo Schiedsrichter Manuel Gräfe eben einfach einmal einen klaren Elfer nicht gab und das Spiel auf sagenhafte 99 Minuten ausdehnte, was nicht nur wegen der Zahl perfekt zu 1899 passte. In dieser Zeit gab es dann auch das abschließende 1:1 durch den Ausgleich der SAP-ler.

Jetzt doch keine Herbstmeisterschaft?
Bevor es mit den konkreten Merkwürdigkeiten in diesem Sport weitergeht aber erst einmal zum Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem FSV Mainz 05, welches die Mainzer am Ende mit 3:1 gewinnen sollten, womit die Hamburger den Schwung aus dem Derbysieg aus der Vorwoche nicht mitnehmen konnten. Erstaunlicherweise war es die Begegnung zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München, die auch noch am Samstagnachmittag stattfand und dies obwohl allgemeine Einigkeit bestand, dass dies das Topspiel des Wochenendes war. Am Ende dieses Klassikers feierten alle die Fohlen, welche 3:1 gesiegt hatten und damit die vorläufige Herbstmeisterschaft des FCB verhinderten. Merkwürdig nur, warum die Bayern ganz plötzlich kaum noch Fußball spielen konnten und auch noch die Unterstützung des Schiris fehlte, denn diese Kombination gab es in dieser Saison so noch gar nicht. Überraschenderweise wurde diese Niederlage der Bayern, als Triumph für die Spannung in der Bundesliga gefeiert, die so vermeintlich geblieben ist. Führt man sich allerdings die Tabelle vor Augen, wird einem schnell klar, dass man auch dies durchaus, als ein Schauelement bezeichnen könnte. Ganz passend war dann auch das Samstagabendspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund unter der Leitung von Tobias Stieler, wo man sich nur fragen musste, ob vielleicht irgendwas schiefgelaufen war, denn just zum Spielende konnten die Wölfe noch mit einem Elfer zum Ausgleich gelangen, was zur Punkteteilung geführt hätte. Allerdings gab es dann  noch umgehend den 2:1-Siegtreffer für die Borussen, womit sich die Punkteaufteilung an der Spitze wieder etwas anders darstellte. Dann kam ein interessanter Sonntag, der damit begann, dass sich der VfB Stuttgart und Werder Bremen im Kellerduell mit 1:1 trennten und in den Staatsmedien von einem gerechten Ergebnis die Rede war, was natürlich irritierte, wenn man vorher zurecht davon berichtete, dass auch Werder ein klarer Elfer vorenthalten wurde, verantwortlich war diesmal Florian Meyer. Richtig interessant sollte aber die letzte Begegnung dieses Spieltags werden, das wahrscheinlich einzig wahre Topspiel des vergangenen Wochenendes. Eintracht Frankfurt traf nach 33 Jahren erstmals wieder in dieser Konstellation auf Darmstadt 98. Ein wahrlich großes Hessenderby, was alles bot, was wahre Fans an diesem Sport so lieben. Es begann mit einer wirklich grandiosen Choreo der Frankfurter und später sollte man auch noch Pyro in beiden Vereinsfarben geboten bekommen. Als deutlich wurde, dass die Lilien mit 1:0 ihren ersten Sieg in Frankfurt überhaupt einfahren sollten, brande es im Block der Eintracht richtig und sogar Böller kamen zum Einsatz. Von Terrorangst und Panik war selbst im Staatsfernsehen nicht mehr die Rede, was zeigt, was man von den hannoveranischen Vorkommnissen tatsächlich zu halten hat. Nach dem Schlusspfiff, der ohne Grund extrem lange auf sich warten ließ, gab es noch einen ganz kleinen Platzsturm der Frankfurter, der aber kaum erwähnenswert war. Ganz anders, als die Tatsache, dass ausgerechnet Felix Brych dieses hochbrisante Derby pfiff, womit klar war, dass es noch aufgeheizter werden sollte und da stellt sich wieder die Frage, warum es immer wieder zu solchen Besetzungen kommt, hinter denen scheinbar ein gewisse Interesse steckt, da so etwas anders wirklich nicht zu erklären ist.

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