Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Fußball und Krieg 2015

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die internationalen Vereinswettbewerbe spielen hier zwar kaum eine Rolle, da man sich im Schwerpunkt mit der Bundesliga, sowie den Europa-meisterschaften und Weltmeisterschaften beschäftigt aber es gibt nun Anlass für eine Ausnahme. Am gestrigen Abend trat der FC Bayern München gegen Schachtar Donezk im Achtelfinale der Champions League an und dies ist so einfach nicht hinnehmbar. Die Vorwürfe richten sich allerdings erst einmal eher gegen die verantwortliche UEFA, als gegen den FCB. In der Ukraine herrscht Krieg. Ein Krieg, wo man auch nach der Schuld der UEFA fragen muss, denn die Finanzen des Landes spielen in diesem Gesamtkontext eine nicht unerhebliche Rolle und da kommt der europäische Fußballverband und seine EM aus dem Jahr 2012 ins Spiel, denn damals war schon klar, dass dieses Megaevent das Land wohl in die Pleite treiben würde. Genau diese Pleite ist ein Punkt, warum man nun diesen Krieg, fast direkt vor der eigenen Haustür, erleben muss. Das Fußballstadion von Donezk ist schon länger nicht mehr bespielbar, der Flughafen dort ist fast dem Erdboden gleichgemacht, alles Gründe dafür, dass das Heimspiel von Schachtar über 1.000 Kilometer entfernt in Lwiw, dem ehemaligen Lemberg stattfand, was auch belegt, dass es mit den wahren Fans nichts mehr zu tun hat, sondern rein um die Befriedigung der puren Profitgier geht. Da ist es natürlich schon ein ironischer Zufall, wenn man es so nennen mag, dass man ausgerechnet das Premiumprodukt des deutschen Fußballs zugelost bekommen hatte. Was man hier erleben musste, war eine zynische Banalisierung des Krieges und dies auch noch zu einer Zeit, wo Minsk 2.0 gerade scheitert, was auch die deutsche Außenpolitik und vor allem die Fußballkanzlerin wieder einmal in einem schlechten Licht da stehen lässt. Zu den Bayern sei noch erwähnt, dass die Aussagen und Taten, die von dieser Seite kamen, im Gesamtzusammenhang doch eher dünn waren. Natürlich gab es auch noch ein Ergebnis und zwar ein 0:0, was allerdings unter den geschilderten Umständen wirklich völlige Nebensache ist.

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