Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Fußball verkehrt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Freitag startete der 14. Spieltag mit der Partie zwischen Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim, dass man den 1:0-Sieg des BVB direkt zum ganz großen Befreiungsschlag machte, sagt doch einiges über einen gewissen Teil der Medien aus. Korrekt hätte das Ergebnis wohl auch anders ausgesehen, da Schiedsrichter Felix Zwayer aber wieder einmal mit seiner Aufgabe völlig überfordert war und so einige schwere Böcke schoss, sollte nur ein Tor offiziell sein. Allgemein ist es interessant, wie ruhig es im Verhältnis zu anderen Vereinen in Dortmund zugeht. Nimmt man zum Beispiel den großen Rivalen Schalke 04, da wurden Krisen in dieser Saison schon für wesentlich bessere Leistungen von den etablierten Massenmedien herauf beschworen, was natürlich auch wieder einiges über die tatsächliche Unabhängigkeit dieser Medien aussagt. Kritik an S04 war allerdings an diesem Wochenende schwer möglich, traten sie doch im Schwabenland beim VfB Stuttgart an und gingen in Windeseile mit 3:0 in Führung, bevor sie etwas auf die Bremse traten und am Ende mit 4:0 verdient im Ländle siegten und deutlich wurde, dass auch mit Huub Stevens die Wende bei den Stuttgartern noch lange nicht vollzogen ist. Was die Schiedsrichter angeht, sind es immer wieder die gleichen Protagonisten, welche Wochenende für Wochenende negativ auffallen und so war es Peter Sippel, welcher beim Aufeinandertreffen der beiden Sportclubs in Ostwestfalen für ordentlich Chaos durch seine Fehlentscheidungen sorgte. Am Ende trennte sich der SC Paderborn und der SC Freiburg mit 1:1, was für die Breisgauer doch eher schmeichelhaft war. Ordentlich lachen konnte man auch an diesem Wochenende wieder in der Karnevalshochburg Köln, was vor allem am WDR lag, der in der Liveübertragung im Radio wieder einmal, wie ein hauseigener Sender des 1. FC Köln daher kam. Die Geißböcke traten in der Domstadt gegen den FC Augsburg an und gingen schnell mit 1:0 in Führung und beim angesprochenen Radiosender war auch gleich der ganz große europäische Fußball ein Thema. Am Ende breitete sich dann allerdings wieder einmal Ernüchterung am Dom aus, wurde doch dieses Spiel, wie auch schon das große Rheinderby aus der Vorwoche, gedreht, allerdings verloren die Kölner diesmal nur mit 1:2 und so sollten man doch eher über Klassenerhalt und nicht über Europa sprechen.

Vom Derby bis zum vermeintlichen Topspiel
Natürlich hatte Nikolaus noch vielmehr zu bieten, so empfing Borussia Mönchengladbach den Hauptstadtclub. Hertha BSC Berlin bot die Qualität an Fußball, die man aus dieser Stadt sonst auf der politischen Ebene gewohnt ist und so gewannen die Fohlen verdient mit 3:2 und es war auch nur so knapp, da Hertha direkt vorm Abpfiff noch einen Elfer bekam und so noch verkürzen konnte. Außerdem stand auch noch ein Nordderby auf dem Plan und zwar das große Niedersachsenderby zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg. Es brauchte zwar etwas, bis die Klarheit richtig deutlich wurde, trotzdem war diese am Ende gegeben und die Wölfe gewannen in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit 3:1und bleiben damit, wie ein Blick auf die Tabelle verrät, das Topteam in der Bundesliga, wenn man vom forcierten Premiumprodukt absieht. Genau dieser FC Bayern München war dann auch Gastgeber des vermeintlichen Topspiels am Abend und empfing Bayer 04 Leverkusen, die mit 0:1 verloren, womit auch schon wieder alles gesagt ist und man auch gleich zu den Sonntagsspielen kommen kann und hier wurde der Auftakt hoch im Norden der Republik gemacht, wo der Hamburger SV den FSV Mainz 05 empfing. Jeder der nun dachte, es sollte eine klare Sache werden, wurde schnell vom Gegenteil überzeugt, denn es war der HSV, der in Führung ging und dies sogar sehr verdient. Diesen Vorsprung konnten sie dann sogar noch durch einen Handelfmeter weiter ausbauen und es blieb auch weiter verdient. Ganz zum Schluss sollten die Mainzer noch mit einem Treffer ein wenig herankommen, konnten die Niederlage aber nicht mehr verhindern und so siegte der HSV absolut verdient mit 2:1. Im zweiten Sonntagsspiel trafen dann die jeweiligen Erzrivalen der Mannschaften aus der ersten Partie des 2. Advents aufeinander und Eintracht Frankfurt empfing Werder Bremen und auch hier hatten die Meisten wohl nicht aufs Nordlicht getippt, da es ganz im Norden der Republik fußballerisch nicht ganz so rosig aussieht. So war man gespannt, ob die Jungs von der Weser, wie die Hamburger zuvor, auch einen Befreiungsschlag landen sollten. Einen ersten Dämpfer gab es allerdings schon in der ersten Halbzeit, denn die Eintracht ging mit 1:0 in Führung, allerdings glichen die Bremer noch kurz vorm Pausenpfiff aus. Nach der Pause sollte durch einen Torregen alles anders werden und die Frankfurter setzten sich souverän und erwartungsgemäß mit 5:2 durch.

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