Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Fußballmarathon 2015 Teil 2 – Die letzten Spiele und das Fazit

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Man hatte sich noch nicht wirklich vom großen Skandal bei der FIFA im Kontext der Wiederwahl von Sepp Blatter erholt und den kleinen Skandal des DFB-Pokal-Finales vom Vorabend  in Berlin hatte man auch noch nicht wirklich verdaut, da ging es auch schon in der Relegation weiter und der Offenbacher FC empfing den 1. FC Magdeburg. Man sollte nie vergessen, dass auch alle diese Geschehnisse im Fußball schlichtweg für Frust bei den wahren Fans sorgen. Natürlich ahnte man nachdem, was sich seitdem Mittwoch zuvor schon alles abgespielt hatte, auch nichts Gutes für die verbleibenden Spiele und so sollte es auch in Offenbach gleich richtig zur Sache gehen. Eigentlich hätte dieses Spiel ausgeglichen beginnen sollen aber unter anderem dank einer Schiedsrichterfehlentscheidung aus dem Hinspiel, kam der FCM mit einem 1:0-Heimsieg im Rücken nach Hessen. Die Atmosphäre war somit von der ersten Sekunde an vergiftet, was man auch auf dem Platz gleich erkannte. Es ging direkt mit einer Tätlichkeit der Offenbacher los, welche ohne Konsequenzen blieb. Diese sollte es dann aber ab der 84. Minute bei einer 3:1-Führung der Magdeburger geben, als FCO-Fans den Platz stürmten und die Staatsmacht anrückte und unter anderem auch wahllos Pfefferspray gegen die Fans einsetzte, welche noch im Block waren. Letztendlich endete das Spiel hier. Viel später pfiff man es zwar noch einmal an, allerdings konnte man nicht mehr von einem Spiel sprechen und vier Sekunden vor dem regulären Spielende wurde dieses Schauspiel dann auch tatsächlich beendet. Gefeiert werden konnte nur unter massivem Polizeischutz inklusive Hundestaffel und Polizeihubschrauber in der Luft. Man sieht auch im Fußball mehr und mehr, wo der Weg dieses Systems hinführt und es waren nicht die ersten Szenen dieser Art in diesem Jahr und es ist auch klar, dass es mit Sicherheit nicht die letzten gewesen sein werden. Erstaunlich waren auch die Kommentare der übertragenden Sender, die sich, wie auch schon in Sachen Pyro, die es natürlich auch dort gab, komplett verändert hatten. Man versucht wohl das überall die Jahre immer deutlicher angekratzte Image aufzubessern. Bei allem dürfte man auch nicht vergessen, dass zum Beispiel auch noch die Relegation in Sachen Bundesliga am Folgetag an stand. Dieses Spiel in Karlsruhe hatte man wegen der Angst der Sicherheitskräfte vor der Dunkelheit extra auf 19.00 Uhr vorverlegt.

Rettet den Dino IV – Und er schafft es wieder
Dann war es soweit und der Karlsruher SC traf im Rückspiel der Relegation im heimischen Wildparkstadion auf den Hamburger SV, wie gesagt, wesentlich früher als gewöhnlich. Es war nun schon das vierte Spiel in dem es um die Rettung des Dinos ging, dass man dafür einen Manuel Gräfe ansetzte, der den Unparteiischen geben sollte, passte ins Bild, welches der Fußball seit letztem Mittwoch schon abgegeben hatte. Es war ein Hammerspiel, welches selbstverständlich mit Pyro im HSV-Block begann. Bis in die 78. Minute gab es eigentlich fast nur Druck von den Hamburgern, umso überraschender war dann in diesem Moment das 1:0 durch die Karlsruher. In der Nachspielzeit glich der HSV aber noch durch einen Freistoß aus, an dem sich die ARD bis zum Ende hochziehen sollte, was erst einmal erstaunlich wirken mag, bleibt dies doch bei vergleichbaren Szenen des Premiumproduktes der 1. Liga, wo dies am laufenden Band geschieht, aus. Fakt war, dass dieser Ausgleich für den Dino mehr als verdient war. So sollte es dann in die Verlängerung gehen und die allgemein schlechte Leistung des Schiris ging zum Teil in Richtung Kontrollverlust, ein gewohntes Bild. Gut fünf Minuten bevor es ins Elfmeterschießen gegangen wäre, gab es dann den so wichtigen 2:1-Siegtreffer für die Hamburger und selbst ein Elfer für Karlsruhe in der letzten Nachspielzeit der Saison änderte nichts mehr am Ergebnis, und selbst mit einem 2:2 wäre der KSC nicht aufgestiegen. So kann man aber mit diesem 2:1-Auswärtssieg des HSV immerhin auch noch eine minimale Steigerung zum letzten Jahr erkennen und muss am Ende festhalten, dass es absolut verdient war, dass sie die Klasse wieder einmal gehalten haben. Natürlich sah man dies bei der ARD, wie eben schon angedeutet, anders und schoss permanent gegen die Hamburger, was wieder beweist, dass sie einfach auch nur den FC Bayern München unterstützen, schließlich hält der Dino einen Rekord, den der FCB niemals aus eigener Kraft einholen kann, so lang die Hamburger in der Bundesliga bleiben. Aber gut, wer Mehmet Scholl vom FC Bayern München ständig als Co-Moderator hat und sich über die Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag für unabhängige Berichterstattung bezahlen lässt, hat schon lange jegliche Glaubwürdigkeit verspielt. Dies ist übrigens auch ein Grund, warum es etwas irritiert, so lobenswert es auch inhaltlich sein mag, dass man sich so sehr darüber beschwert, dass die FIFA den Fußball zerstört, denn solche Spielberichte gehen auch in exakt diese Richtung. So endete dann die Saison 2014 / 2015 in der 1. Liga im Staatsfernsehen wieder eher traurig.

Eine allerletzte nationale Entscheidung und die bekannten Skandale
Während auch am Dienstag nach und nach neue Fakten im FIFA-Skandal aufkamen, hieß es am Abend noch einmal Süden gegen Norden in der Relegation, allerdings diesmal eine Spielklasse tiefer. Das letzte große Spiel auf nationaler Ebene zwischen 1860 München und Holstein Kiel stand an. Eigentlich wären die Kieler dort mit einem 1:0-Heimsieg im Rücken angereist aber da man nicht erst seit den interessanten Entscheidungen, um es vorsichtig zu formulieren, der letzten Tage weiß, wie es mit den Schiris läuft, stand es zum Anpfiff, auch unter Berücksichtigung des Hinspiels, nur 0:0. Diese Partie wurde von Knut Kircher geleitet, was natürlich auch nicht allzu viel Hoffnung machte. So überraschte es auch nicht, dass am Ende eben wieder ein vermeintlich Unparteiischer alles entschied. Vor einer grandiosen Kulisse von gut 57.000 Zuschauern schoss Kiel in der 7. Minuten wieder ein Tor, welches abermals nicht gegeben wurde. Erst in der 16. Minute wurde dann der nun schon dritte Treffer der Störche auch als solcher gewertet, womit die Löwen zwei Tore brauchten, um die Klasse zu erhalten, was zu diesem Zeitpunkt schlichtweg undenkbar war. Mehr und mehr zeigte sich auch ein Kontrollverlust des Schiris ab, der natürlich nicht überraschte. Zur Halbzeit war deutlich, wie chancenlos die 1860er waren. Kiel startete in die zweite Halbzeit allerdings mit angezogener Handbremse und so war es phasenweise so langweilig, wie es der Grottenkick im Hinspiel war aber dies sollte sich ändern, denn Knut Kircher war natürlich auch noch da. Mit einer Tätlichkeit gegen einen Münchener sorgte er für völlige Verwirrung, welche die Heimmannschaft in der 78. Minuten zum 1:1 nutzte, was mindestens kurios war. Ab diesem Moment war natürlich wieder Vollgas angesagt und es sollte merkwürdig bleiben, denn in der 85. Minute verweigerte der Schiri nun den Münchenern den Treffer zum Klassenerhalt, den Grund kennt wohl nur er. In diesem völligen Chaos, welches Knut Kircher von Beginn an angezettelt hatte, schaffte der TSV 1860 München in der Nachspielzeit noch den 2:1-Siegtreffer und damit den Klassenerhalt, welcher nach dieser Relegation leider absolut unverdient war und ein weiteres, übles Geschmäckle hinterließ. Zu dem Thema passt dann auch, dass einige Stunden zuvor, völlig überraschend, Sepp Blatter seinen Rücktritt ankündigte, nachdem er sich gerade erst hatte wählen lassen. Man darf nun gespannt sein, welche Taktik er jetzt fahren wird. Längst ist die Rede von Strohmännern zum Machterhalt. Am Ende dieses Fußballmarathons kann man festhalten, dass dieser diesem tollen Sport vor allem wieder geschadet hat, was dafür spricht, dass die Tonart auch dort weiterhin aggressiver wird.

Das Fazit! Schiris – Staatsfernsehen – Pyro
Eine Woche unter dem dauerhaften Einfluss von Fußball, da wird einem noch einmal eine ganze Menge klar, denn an den neun relevanten, nationalen und internationalen Partien, welche es seitdem vorigen Mittwoch alle gab, konnte man einiges ablesen. Da waren die Schiedsrichter, Schiris oder auch vermeintliche Unparteiischen, die auch zuletzt vielfach für die Ergebnisse sorgten und dies in ihrer bekannten, ganz eigenen Art. Im Staatsfernsehen versuchte man krampfhaft die Entscheidungen dieser Herren so oder so für das zu nutzen, was man gerade verkaufen wollte, wie eben bereits am Beispiel der ARD-Berichterstattung aus dem Wildparkstadion aufgezeigt wurde, was man einfach nicht ernstnehmen kann, womit sich an dieser Stelle wieder ein Kreis schließt und man hervorragend zum nächsten Thema übergehen kann. ARD und ZDF, um nur die dortigen Flaggschiffe zu benennen, weht immer massiverer Gegenwind entgegen, da immer mehr Menschen den Propagandagedanken dahinter verstehen und nicht mehr darauf reinfallen. Nicht zu vergessen, dass man trotzdem, wie ebenfalls bereits erwähnt, auch noch die Frechheit besitzt, sich für vermeintliche Unabhängigkeit über den Rundfunkbeitrag mitfinanzieren zu lassen. Scheinbar hat man aber erkannt, dass es so nicht bei jedem Thema weitergehen kann und versucht nun an mancher Stelle krampfhaft einzulenken, so zum Beispiel auch beim Thema Pyro. Was seitdem letzten Mittwoch im Staatsfernsehen an Pyro zu sehen war, kann nur zu einem großen Lob für die wahren Fans dahinter führen. Die übertragenden Sender, welche bislang immer mit Hasstriaden, Beschimpfungen und Beleidigungen reagierten, waren nun plötzlich ganz zahm, sprachen maximal von Randerscheinungen. Selbst bei den schweren Ausschreitungen, welche man, wie berichtet, in Offenbach am Sonntag erleben konnte, gab es die bereits angesprochene neue Tonart und man fragte sich natürlich, welche Strategie man dort nun fährt. Mit wirklichen Typen steht man allerdings auch weiterhin auf Kriegsfuß, wie der peinliche Eklat mit Jürgen Klopp nachdem Finale in Berlin bei der ARD zeigte und so wird deutlich, dass der Widerstand weitergehen muss. Genau dieser Widerstand gegen die vermeintlich Mächtigen im Fußball, die auch diesen Sport vernichten wollen, muss sich auch in der nächsten Saison weiter fortsetzen, denn, wie das Beispiel Staatsfernsehen in den letzten Tagen gezeigt hat, ist dies eine wirkliche Option. Man muss aber auch weiterhin mit massivem Gegenwind durch das System rechnen, auch dies zeigten gerade die Rückspiele der Relegation, wo nicht ein Spiel ohne massives Polizeiaufgebot im Stadion zu Ende ging, was natürlich auch ein Statement ist.

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