Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Gerade noch die Kurve bekommen

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Jetzt ist quasi Frühling aber der erste Spieltag der ins Frühjahr ragte, weckte nicht gerade Frühlingsgefühle, er sorgte eher für Frühjahrsmüdigkeit. Dieser 23. Spieltag begann ganz im Süden der Republik, wo der FC Bayern München den 1. FC Köln empfing und mit 4:1 siegte. Lächerlich war, was aus diesem gewohnten Sieg des Premiumproduktes der Liga wieder alles gemacht wurde. Da hob man hervor, dass ein Torhüter Tore hält und bei der rheinischen Fahrstuhlmannschaft sprach von möglichen Chancen, alles nette Versuche, welche die Liga aber auch nicht interessanter machen werden. Die Hinweise auf die grandiose Tordifferenz des FCB interessiert doch ebenso kaum jemanden, schaut man sich alleine an, wie viele Treffer sie davon auch in dieser Saison wieder geschenkt bekommen haben. All dies braucht niemand und somit war der Blick mit Spannung auf den Samstag gerichtet und es sollte erst einmal eine richtig herbe Enttäuschung geben. Simon Rolfes von Bayer 04 Leverkusen sollte tatsächlich mit dem 1:0 gegen den SC Freiburg nicht nur den einzigen Treffer dieser Partie erzielen, sondern auch das einzige Tor in der ersten Halbzeit und zwar bei allen Partien an diesem Samstagnachmittag. Ohne Meisterschaftskampf ist es schon ziemlich langweilig, ohne Tore wird es da natürlich auch nicht wirklich besser. Allerdings sollten in der zweiten Halbzeit dann doch noch ein paar Tore fallen, womit man so gerade noch die Kurve bekam. Genau ein Tor fiel in der Hauptstadt und man mag es kaum glauben, es fiel für Hertha BSC Berlin, die den FC Augsburg zu Gast hatten, also keinen wirklich einfachen Gegner. So schaffte der Hauptstadtclub tatsächlich einen 1:0-Heimsieg, allerdings vor ziemlich leeren Rängen, was an diesem Wochenende auch wieder ein allgemeines Problem war.

Sturm auf den Block beim Revierderby
Von Zuschauermangel konnte in Dortmund nicht die Rede sein, wo die Borussia Schalke 04 zum Revierderby empfing. Es war erstaunlich friedlich, vorm Spiel wurden scheinbar nur einige Kölner Fans in Gewahrsam genommen, was man mit Gefahrenabwehr erklärte, da sie offensichtlich gezielt für Auseinandersetzungen angereist waren. Ansonsten gab es einige Böller, wobei die Schalker wahrscheinlich mehr geplant hatten aber ein Sturm auf den Block wurde vom massiven Polizeiaufgebot unterbunden, vor allem gab es aber endlich einmal gleich drei Tore. Dieser hochverdiente 3:0-Sieg des BVB hatte es aber auch in sich, denn man versuchte es fast 80 Minuten lang vergeblich, bevor man die drei Treffer ab der 79. Minute reinmachte. Langsam kann man wohl tatsächlich von einer Erholung in Dortmund sprechen und wird nun sehen, wie es weitergeht, immerhin war dies ein verdammt wichtiger Sieg für Jürgen Klopp und seine Jungs. Um bei den Trainern zu bleiben, zeigte sich in Sinsheim, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, wie schnell die Euphorie über neue Trainer verfliegen kann. Wurde Martin Schmidt in der letzten Woche noch als neuer Trainer beim FSV Mainz 05 gefeiert, verlor er mit seinen Mainzern diesmal bei 1899 Hoffenheim. Nun mag ein 2:0-Heiimsieg für die SAP-ler erst einmal gut klingen, man muss aber einräumen, dass es eher urlangweilig war, was beweist, dass Tore auch nicht immer alles sind. Zwei Tore fielen auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo Hannover 96 sich mit 1:1 vom VfB Stuttgart trennte aber hier gab es wesentlich bemerkenswerteres als die Tore. Auf dem Platz war dies der völlige Kontrollverlust des Schiedsrichters inklusive eines Kartenspiels mit immerhin zwei Platzverweisen, was nicht überraschte, war es doch Wolfgang Stark. Neben dem Platz war wieder einmal ein riesiges Loch auf den Rängen zu erkennen, da die Ultras von Hannover ihren Boykott auch weiterhin mit solchen Aktionen untermauern, was sehr begrüßenswert ist.

Bekanntes beim Abendspiel
Da man das eben beschriebene, tatsächliche Topspiel des Spieltags, das Revierderby offensichtlich bei Tageslicht austragen wollte, da es sonst wohl noch einmal ganz anders ausgesehen hätte, gab es dafür am Samstagabend die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV. Auch bei diesem 2:1-Heimsieg der Hessen sollte der Schiri eine nicht unerhebliche Rolle spielen, um es vorsichtig zu formulieren. Florian Meyer sorgte auch hier für ein Kartenspiel inklusive Platzverweis und gleich zwei Elfern für die Frankfurter, welche allerdings nur einen verwandeln konnten. Am Ende dieser Partie schien es doch so, als hätte der Dino der Liga hier einfach nicht gewinnen dürfen, was zu dem bekannten Geschmäckle führte. Der Sonntag war dann von zwei Teams geprägt, welche in der realistischen Tabelle auch ganz weit vorne sind. Den Auftakt im Frühling gab es am Niederrhein, wo Borussia Mönchengladbach den SC Paderborn empfing und die Fohlen sollte auch gleich erst einmal in Führung gehen, was man durch aus erwartungsgemäß nennen darf. Es war ein eher ruhiger und unauffälliger Kick, da Gladbach doch gebremste spielte, was wahrscheinlich am internationalen Geschäft unter der Woche lag und der SCP war viel zu lange, viel zu ängstlich und nahm sich dadurch selber aus dem Spiel, was in der aktuellen Situation natürlich nicht wirklich clever ist und den 2:0-Heimsieg der Borussia auch rechtfertigte. Weiterging es dann an der Weser, wo Werder Bremen den VfL Wolfsburg zum Derby empfing und es sollte gleich schon in der ersten Halbzeit ein heißer Tanz werden, so fielen gleich fünf Tore, davon ein Eigentor durch die Wölfe und Werder ging mit einer 3:2-Führung in die Pause. Danach sollte sich allerdings in gut fünf Minuten alles noch einmal komplett drehen und so stand es plötzlich 5:3 für die Niedersachsen, was auch der Endstand war. Nun darf man gespannt sein, wie es unter der Woche im DFB-Pokal weitergeht.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball