Heimspiel, Spaß und Politik
Während die Bundesliga in der Saison 2010 / 2011 wegen der Qualifikation zur Euro 2012 in Polen und der Ukraine an diesem Wochenende schon zum zweiten Mal pausiert, stand in Berlin so etwas, wie ein Derby an, denn Deutschland spielte gegen die Türkei. Was auf dem Papier ein deutsches Heimspiel war, war laut ZDF eher ein Heimspiel für die Türken, die laut gleicher Quelle, Zweidrittel der Zuschauer im Berliner Olympiastadion ausmachten. So sehr die Politik von beiden Seiten aus auch versuchte dieses Spiel für die in Deutschland tobende Migrationsdebatte zu nutzen, zeigten vor allem doch gerade auch die türkischen Fans, wie sie dies alles sehen, was zu ohrenbetäubenden Pfeifkonzerten und Buhrufen führte, wann immer der Deutschtürke, in Diensten der deutschen Nationalmannschaft, Mesut Özil am Ball war. Ein schönes Beispiel dafür, wieweit auch die Fußballrealität und die Politik von einander entfernt sind. All dies konnte man entspannt während der ersten Halbzeit schreiben, da es ein gähnend, langweiliges Spiel war, in dem das deutsche Nationalteam mal wieder durch grandiose Fehlpässe und einen Lukas `Poldi` Podolski überzeugte, der das leere Tor noch immer nicht trifft.
Zeit für tolle Bilder
Gegen die Langeweile begann ich ein passendes Bild zu dieser Partie zu suchen und siehe da, ich fand eine grandiose Illustration von Jeanne Kind,
einem Mitglied der fiktiven Illustratorengruppe illust.de der Kölner Künstlerin und Illustratorin Chris Strauss, die unter anderem auch schon für die FAZ und die Kölner Stadtrevue gearbeitet hat. Bild ausgewählt und wieder zurück zum Fußball, denn es fiel wieder einer dieser Zufallstreffer, den nur die Bayern schaffen. Das Glück des Abstaubens hatte diesmal wieder Miroslav Klose, trotzdem muss man sagen, überzeugend ist anders. Die zweite Halbzeit war auch nur ein klein wenig besser aber dies reichte immerhin für zwei Tore, wobei pikanterweise das 2:0 von Mesut Özil kam. Abgerundet wurde das, nicht ganz dem Spiel entsprechende, 3:0 dann durch einen zweiten Treffer von Klose, den man auch fast wieder als Abstauber definieren konnte. Eigentlich war es aber ein doppelter Volcan, denn der türkische Keeper hatte beim 3:0 gleich zwei richtige Aussetzer, welche Klose hemmungslos nutzte und den Bayernspieler, zu mindestens in der Nationalelf, mal wieder abheben ließ, warum auch immer. Jetzt geht es am Dienstag erst einmal als souveräner Tabellenführer mit 9 von 9 mögliche Punkten nach Kasachstan, wo es dann endlich einmal so richtig krachen sollte.
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Du hast den Ball





























