Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Heimspiele seit 1911

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Zum Ende der Sommerpause gibt es hier noch einmal ordentlich Tradition, bevor es schon am Mittwoch den Ausblick auf die Saison 2015 / 2016 gibt und dann ab Freitag auch gleich schon die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal ansteht, womit auch die Erstligisten ihre Sommerpause beenden werden.

Diesmal geht es um das Holstein-Stadion, wo Holstein Kiel die Heimspiele austrägt und dies schon seit über 100 Jahren. Dieses Fußballstadion ist übrigens auch das größte in der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein und man findet es im Norden Kiels im Stadtteil Wik, welcher etwa vier Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt ist.

Schon seitdem Jahre 1911 tragen die Störche dort ihre Heimspiele aus. Dies ist auch der Grund dafür, warum man von einem der traditionsreichsten und ältesten Fußballspielstätten in ganz Deutschland spricht. Diese ganz besondere Spielstätte zählt nicht nur zu den zwanzig ältesten in ganz Deutschland, sondern ist auch die älteste im nördlichsten Bundesland der Republik.

Natürlich befindet sich auf dem Gelände des Stadions noch vielmehr, so gehören neben einem Rehazentrum und einem Gastronomiebetrieb ebenfalls eine Turnhalle und der Trainingsplatz hinter der Nordtribüne dazu. Letzterer nennt sich Ernst-Föge-Platz und dieser ist nach dem ehemaligen Präsidenten der Störche benannt.

Im Oktober 1911, nach nur vier Monaten Bauzeit, wurde damals der Holstein-Platz vom FV Holstein eröffnet. Damals kostete der Platz samt Holztribüne 14.500 Goldmark. Dieses erste Stadion wurde im Jahre 1922 nach Schäden durch eine verheerenden Windhose, ein Problem, welches nicht nur einmal auftreten sollte, ausgebaut. Außer einer neuen Tribüne gab es auch noch Stehplatztraversen, womit dort ab dem Jahre 1923 etwa 8.000 Zuschauer Platz fanden. Schon vier Jahre später, im Jahre 1927, stand dann auch gleich ein Generalumbau an, der zum Beispiel eine Leichtathletikbahn mit sich brachte. In den 1940er Jahren bot das Stadion dann sogar 18.000 Zuschauern Platz.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion durch Bombenangriffe sehr schwer zerstört aber schon 1949 begann der Wiederaufbau und so wurde im Juni 1950 die heutige Haupttribüne eingeweiht und dies mit einer Begegnung gegen Schalke 04, welche 2:2-Unentschieden endete. Nachdem die Traversen auf der Gegengerade ebenfalls erweitert wurden, gab es sogar Platz für 30.000 Zuschauer.

Im Jahre 1957 konnte dann auch eine Flutlichtanlage eingeweiht werden und dies geschah diesmal im Rahmen einer Partie gegen Fortuna Düsseldorf, welche auch wieder mit einem Unentschieden endete, allerdings in diesem Fall torlos. Acht Jahre später, im Jahre 1965 wurde das Stadion offiziell umbenannt und hieß somit nicht mehr Holstein-Platz, sondern eben Holstein-Stadion.

1973 sollte dann wieder eine Windhose eine maßgebliche Rolle spielen, diese war bereits zwei Jahre zuvor, im Jahre 1971, über das Stadion gezogen und hatte Schäden von 40.000 DM verursacht. Die so entstandenen Schulden, sowie allgemein leere Kassen, sorgten dafür, dass das Areal an die Stadt Kiel verkauft wurde.

Im Jahre 1975 wurde das Stadion dann vom neuen Eigentümer, der Stadt, generalüberholt. Mit dieser Ausnahme  sollte bis in das Jahr 2006 am Holstein-Stadion eher gebastelt, als gebaut werden, was dazu führte, dass die genehmigte Zuschauerkapazität nach und nach auf 13.500 Plätze sank. Dieser Prozess sollte sich dann auch noch weiter fortsetzen, obwohl das Stadion ab 2006 doch regelmäßig umgebaut wurde, bis es die heutige Kapazität von offiziell 10.200 Plätzen erreicht hatte.

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