Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Hiebe für Diebe

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Auch weiterhin sind die Krawalle vom Spiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig vom vorletzten Wochenende ein riesiges Thema. Gerade auch die Leipziger hielten die Sache am Kochen und deshalb gab es dieses Wochenende zum 20. Spieltag dort das Thema: Liebe statt Hiebe. Kreativ ist anders und es lädt natürlich stark für Änderungen dieses kleinen Reims ein. So könnte man im Kontext von Vereinen, welche dem Fußball das Herz und die Seele stehlen wollen, die hier gewählte Überschrift daraus kreieren. Beide Teams konnten dann am Samstag auch nicht überzeugen. Für den Brauseclub setzte es in der sächsischen Metropole dann auch tatsächlich mächtig Hiebe, was allerdings rein sportlich gemeint ist, da der Hamburger SV dort 3:0 siegte. Nicht zum ersten Mal hörte man dort von einem ausverkauften Stadion, was durch die Bilder nicht belegt werden konnte oder größere Zuschauermengen nutzen ihre Karten nicht, was am Ende des Tages zum selben Ergebnis führt, Löcher auf den Rängen. Beim BVB war tatsächlich noch einmal Krawall ein Thema und dies wieder inklusive Pyro. Es wurden wohl einige Busse auf der Fahrt nach Hessen von der Polizei abgefangen und man soll dort Waffen, Drogen und eben auch Pyrotechnik gefunden haben, wobei auch diese Nachrichten vorsichtig zu beurteilen sind, da es verschiedene, teilweise widersprüchliche Informationen dazu gab. Fakten gab es für die Dortmunder hingegen bei Darmstadt 98, wo die Südhessen 2:1 gewannen. Wolfgang Stark gab den Schiedsrichter, womit die Probleme in diesem Bereich vorprogrammiert waren. So meinte er Thomas Tuchel auf die Tribüne verbannen zu müssen und bewies somit wieder, wie gut man ab der kommenden Saison ohne diese ganz besondere, Stark(e) Leistung auskommen wird. Die ARD nutzte den Spielbericht auch gleich wieder dafür, härteste Strafen gegen die angesprochenen BVB-Fans zu fordern, was natürlich eine nicht hinnehmbare Anmaßung ist und mit Journalismus nicht mehr viel zu tun hat. Es sind solche Sachverhalt, welche erklären, warum auch die Probleme der Staatsmedien immer größer werden. Sieht man von all dem ab, war es allerdings ein richtig gutes Spiel, welches die Lilien auch durchaus noch höher hätten gewinnen können.

Lahme Shows und großes Geschleime
Natürlich gab es auch ein Freitagsspiel und dort gab es einen 2:0-Sieg zwischen dem FSV Mainz 05 und dem FC Augsburg. Hier machte dann wieder Schiri Manuel Gräfe auf sich aufmerksam und beeinflusste das Spiel mit allem Nachdruck, ein bekanntes Bild. Da dies, aus den immer wieder genannten Gründen, scheinbar gewollt ist, sollte man sich nicht wundern, wenn es auch weiterhin Probleme mit den Zuschauerzahlen gibt, wie auch wieder dort in Mainz. Aber zurück zum Samstag, wo der FC Bayern München wieder den Beweis erbrachte, wie postfaktisch es ist, dass man dort die Tabelle anführt. Dazu trug auch wieder ein völlig unverdienter 2:0-Last-Minute-Sieg beim FC Ingolstadt bei. Hier fiel die ARD gleich noch einmal negativ auf, setzte sie doch die zum DFB-Pokal-Achtelfinale inszenierte Lahm(e) Show weiterfort und machte so wieder Punkte im Bereich FCB-TV, was später am Abend auch fürs ZDF gelten sollte. Auf Unabhängigkeit in Sachen Fußball braucht man bei solchen Sendern natürlich nicht zu hoffen. Da Bayer 04 Leverkusen gegen einen sehr starken Gegner spielen musste, überraschte es nicht, dass sie souverän mit 3:0 siegten und so deutlich wurde, dass der Hype um den Spieltag, welcher gerade auch in den Staatsmedien gemacht wurde, völlig lächerlich war, denn es war einfach wieder nur ein Spieltag fürs vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs. Was die Trainerdiskussion in Leverkusen angeht, ist diese allgemein der falsche Ansatz, denn das größte Problem bei der Werkself bleibt das Management und hier vor allem auch Rudi Völler. Das Geschleime des Managements nach diesem Sieg, vor allem gegenüber Trainer Roger Schmidt, war deshalb auch ziemlich unerträglich und man kann nur hoffen, dass der Druck der wahren Fans weitergeht. Was den Samstagnachmittag angeht, fehlt noch ein Spiel und hier trafen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach aufeinander und man trennte sich mit 0:1, was nun auch keine riesige Überraschung war und über weite Strecken auch einfach nur zum Gähnen einlud.

Der verpasste Rekord
Der Samstag wurde dann mit dem abendlichen, oft umstrittenen Topspiel beendet und es passte einfach in das, was DFB und DFL offensichtlich verkaufen wollen. Schalke 04 und Hertha BSC Berlin trennten sich so mit 2:0 und es setzte sich der angesprochene Trend fort. Ganz große Kunst bot der Rasen auf Schalke und auch die Leistung von Schiedsrichter Markus Schmidt muss man wohl so nennen, warum das ZDF so etwas lobt, bleibt wohl, wie vieles andere dort, ein gut gehütetes Geheimnis. Der Sonntag sollte dann mit der Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim beginnen und die SAP-ler gingen unter Schiedsrichter Daniel Siebert erwartungsgemäß mit 1:0 in Führung. Nun gab es bei diesem Spieltag einen klaren Trend, der bereits beschrieben wurde und so ist es absolut keine Überraschung, dass das Spiel noch kippte und am Ende ein 2:1-Heimsieg für die Wölfe stand. Es sind eben diese Zufälle, deren Anhäufung einfach nachdenklich macht, ob es überhaupt solche sein mögen. Ganz zum Schluss stand dann an der Dreisam noch die Partie zwischen dem SC Freiburg und dem 1. FC Köln an. Robert Hartmann gab hier den Mann an der Pfeife und sorgte für viel Unruhe und natürlich gewannen die Breisgauer mit 2:1, alles andere wäre zum Ende dieses Spieltags eine echte Überraschung geworden. Ganz knapp wurde in diesem Spiel übrigens noch ein Rekord verpasst, denn bislang vielen in der Bundesliga 49.999 Tore. Schaut man sich an, wie wenig Bewegung es in der Tabelle gab und wie die Bayern immer weiter davon ziehen, merkt man, wie postfaktisch sich die verhalten, die etwas von Spannung erzählen. Welche Konsequenzen diese Form des Missbrauchs dieses Sports haben wird, ist in diesem Spieltagsbericht hinlänglich zu erkennen gewesen. Es sollte sich somit bitte niemand überrascht zeigen, wenn die Radikalisierung sich unter diesen Bedingungen natürlich noch weiter fortsetzen wird.

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