Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Im Land der Narren

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Mittwoch war es soweit und der Auftakt ins Länderspieljahr 2017 fand in Dortmund statt.  Die LÖWenherzen traten in einem Freundschaftsspiel gegen England an und dies war auch gleich das Abschiedsspiel von Lukas Podolski. Damit war natürlich vorab schon ein positives Zeichen gesetzt. Wie man Prinz Poldi kennt, war es auch ein Abend der ganz großen Show, was allerdings etwas dadurch getrübt war, dass es tagsüber Terror in London gab. Ansonsten ging es oft rein um die Person und weniger um die spielerische Leistung, was vielsagend war. 13 Jahre, 130 Länderspiele und 48 Tore vorm Spiel und was blieb, war eine Choreo, die noch einmal darauf hinwies, dass das ehemalige Land der Dichter und Denker längst eines der Narren ist. Tatsächlich ein wirkliches Trauerspiel. Die DFB-Funktionäre, welche die Ehrung von Poldi vornahmen, wurden auch in Dortmund mit Ablehnung empfangen, was auch ins aktuelle Bild passt und natürlich begrüßenswert bleibt. Da passte es auch, dass ausgerechnet an diesem Abend mit Timo Werner ein Antitraditionalist von RB Leipzig sein Debut hatte. Man muss wohl von wegweisend sprechen, zu mindestens so lange Jogi Löw noch den Bundestrainer gibt. Da ist in der Nationalmannschaft wohl noch mit einigen Narren und Clowns zu rechnen und weniger mit Jahrhunderttalenten. Was blieb und somit überzeugen musste, war das Spiel selbst, welches übrigens ohne Schweigeminute für die Opfer von London begann, was zeigte, dass die Machtstrukturen so verkrustet sind, dass nicht einmal angemessen spontan auf eine solche Tragödie reagiert werden kann.

Erwartungsgemäßes und Glück
Dann begann der Klassiker, das Abschiedsspiel und dies abermals vor nicht ausverkaufte Kulisse, was in Bezug auf beides auch viel aussagte und ein neuerliches Zeichen in Dortmund gegen den DFB war. Bis zur Halbzeit ging es weiter, wie man es schon länger gewohnt war und so konnten die LÖWenherzen von großem Glück sprechen mit 0:0 in die Pause zu verschwinden. Diese wurde dann von den vermeintlichen Machthabern des Fußballs und ebenfalls wieder von denen aus der Politik genutzt. Diesmal wollte man ein Zeichen gegen Manipulation und Betrug setzen, was bei dem, was man immer wieder in der Bundesliga erleben muss, irgendwie etwas von Comedy hatte, was dann schon fast wieder zur Choreo passte. Die Gefahren der immer weiteren Politisierung dieses Sports sind hinlänglich bekannt und werden deshalb nicht weiter kommentiert. Zum Start des zweiten Durchgangs ahnte man schon, ändern würde all dies auch wieder nichts, dies zeigte zuletzt auch noch der verpasste EM-Titel. Außerdem geht es am Sonntag in Baku wieder gegen ein Freilos in der Qualifikationsrunde zur WM 2018 in Russland, spätestens dann wird man wieder Tore feiern. Und für dieses Spiel galt schon wieder, dass man immerhin auch noch das Staatsfernsehen hat, was für jede Situation immer die passende Ausrede am Start hat. Dann war aber auch wieder Glück ein Thema, denn Poldi zimmerte drauf, ein Schuss der unendlich oft vorbeigeht aber diesmal war er zum 1:0 drin. So kann auch Glück die Geschichte verfälschen. Die ARD suggeriert gleich das Tor des Monats bis hin zum Tor des Jahres, man kennt auch dies aus dem Bereich der Politik, wenn es um Wahlergebnisse in der Scheindemokratie geht. Was blieb, war somit auch viel Schein und sportlich eher fast nichts.

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