Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Irland 2012

Endlose grüne Wiesen, ein unverständlicher Akzent, Pubs und Guinness – das verbinden die meisten auf den ersten Blick mit EM-Teilnehmer Irland. In der Europa-meisterschaft 2012 in Polen und in der Ukraine trifft das Team von der Insel in Gruppe C auf Spanien, Italien und Kroatien und gilt dabei in den Sportwetten als klarer Außenseiter. Und was hat Irland mit den drei Ländern gemeinsam? Richtig – finanziell steht es nicht gerade gut um den Inselstaat im Norden. Doch anstatt die Kapitalprobleme des Landes zu sezieren möchten wir den Lesern lieber allgemeine Informationen zur parlamentarischen Republik Irland geben.

Irland ist mit einer Fläche von 70.182 Quadratkilometern eines der kleineren Länder Europas, das nur von sage und schreibe gut viereinhalb Millionen Menschen bewohnt wird. Das sind 65 Einwohner pro Quadratkilometer, was auch den besonderen Reiz ausmacht. Schließlich gilt Irland wegen seiner unberührten Natur als absoluter Hingucker.

Generell erinnert die Insel von der Form her an einen Teddybären, wenn man Nordirland dazu nimmt und als Kopf sieht. Im Landesinneren der Insel, also quasi dem Teddybärenbauch, finden sich hauptsächlich Ebenen, die außen von hügeligem Gebiet umschlossen sind. Dabei ist der größte Fluss des Landes Shannon, der von Norden nach Süden verläuft und insgesamt 370 Kilometer lang ist. Dazu kommen viele Seen, die die herrliche Landschaft Irlands prägen. Der größte See ist dabei der Lough Corrib, der höchste Berg des Landes ist der Carrantuohill mit 1.041 Metern.

Wie bereits erwähnt leben in Irland nur 4,5 Millionen Menschen, das ist in etwa die doppelte Bevölkerungszahl von Paris. Das liegt daran, dass die Einwohnerzahl des Landes in Mitte des 19. Jahrhunderts drastisch zurückging, was vor allem Missernten, Hungersnöte und Repressalien durch die englischen Herrschenden bedingten. 1921 wurde Irland schließlich unabhängig vom britischen Königreich, woraufhin viele Iren auswanderten und ihr Glück in Großbritannien und in der USA suchten. Zwar führte die Unabhängigkeit zu einer Verbesserung der Lebensumstände, doch die Einwohnerzahl schrumpfte weiterhin.

Die Iren gelten als sportbegeistertes Volk. Vor allem die beiden irischen Ballsportarten Gaelic Football und Hurling genießen große Beliebtheit, sind jedoch reine Amateursportarten. Ebenso populär wie die beiden Nationalsportarten sind Rugby und Fußball. Vor allem im Rugby gelten die Iren als extrem erfolgreich und stehen daher nicht selten im Pokalfinale.

Im Fußball sind die Iren hingegen weniger erfolgreich. Erst seit den frühen 1980er Jahren gilt der Sport als populär, was auch daran liegt, dass Jack Charlton zum Teamchef der Fußballnationalmannschaft berufen wurde. Dabei bestand Charltons erste Amtshandlung darin, mit einem Ahnenforscher in England nach Fußballprofis mit irischen Wurzeln zu suchen, um diese in die irische Nationalmannschaft berufen zu können. Zu den größten Erfolgen der irischen Elf zählen das Erreichen des Viertelfinales bei der WM 1990 sowie die Qualifikation für die Weltmeisterschaften 1994 und 2002.

Bislang ein Ballkontakt

  1. Uli
    26. April 2016

    | 06:31

    Wie schon vor vier Jahren sind die Iren auch bei der Euro 2016 in Frankreich abermals dabei. Beim großen Turnier in diesem Sommer spielen sie in der Gruppe E und treffen dort auf Schweden, Belgien und Italien. Die Spiele werden in St. Denis, Bordeaux und Lille ausgespielt.

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