Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Jetzt geht es im Fußball erst richtig los!

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Zeichen der anstehenden Euro 2016 in Frankreich werden deutlicher und auch national stehen im Fußball die letzten Entscheidungen an. Am Dienstag gab Bundestrainer Joachim Löw den vorläufigen Kader fürs große Turnier in diesem Sommer bekannt. 27 Spieler wurden vorerst nominiert und somit nun in einen Wettbewerb geschickt, da natürlich bis zum endgültigen Kader noch einige gestrichen werden. Bei dieser Show in der französischen Botschaft in Berlin gab es einige Überraschungen aber die wirklich ganz großen Knaller, die man nach der Ankündigung von Jogi Löw erwarten dürfte, blieben dann doch aus. Einige dieser Überraschungen gab es, was das Team von Bayer 04 Leverkusen anging, so ist Torhüter Bernd Leno dabei aber auch Julian Brandt und Karim Bellarabi. Was förmlich angedroht und nun tatsächlich umgesetzt wurde, war die Nominierung von Jerome Boateng, der gerade erst wieder fit wurde und noch nicht wirklich beweisen konnte, dass er eine Hilfe für die Titeljagd in Frankreich sein wird.  In diesem Zusammenhang muss man wohl wieder den Bayernbonus berücksichtigen. Von einem Bonus, über dessen Rechtfertigung man sehr wohl diskutieren kann, muss man auch bei Spielern, wie Sami Khedira, Toni Kroos, Mario Gomez aber vor allem auch bei Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger sprechen. Schweini weiterhin Kapitän nennen zu wollen, wirft richtige Fragezeichen auf aber wenn der Trainer meint, so den Titel zu holen und es in Paris auch schafft, hat er alles richtig gemacht. Nachdem schon ein Nachwuchstalent angesprochen wurde, gilt es auch noch Julian Weigl und Joshua Kimmich zu erwähnen, mit denen man auch nicht zwingend rechnen musste. Unterm Strich darf man aber auch nicht vergessen, dass es nur der vorläufiger Kader ist und man sehen wird, was am Ende wirklich rauskommt und dies gilt letztendlich auch für den Titel und hier wurden bei dieser Veranstaltung in der Hauptstadt, die Ansprüche weiter zurückgeschraubt.

Relegation und andere Entscheidungen
In einigen Stunden steht dann der erste Teil der Relegation an und Eintracht Frankfurt trifft zu einem ersten Spiel auf den 1. FC Nürnberg und es wird ein richtig heißer Tanz, so viel steht schon einmal fest. Getoppt wird dies dann wohl nur noch vom Entscheidungsspiel in der nächsten Woche im Frankenland. Da beide Vereine spätestens seit 1999 keine wirkliche Freundschaft verbindet, um es ganz vorsichtig zu formulieren, sind es Risikospiele, welche ihren Namen wohl auch tatsächlich verdienen. Vor dem Relegationsrückspiel geht es aber am Samstag dann auch gleich noch mit einer Entscheidung auf höchstem Niveau weiter, treffen doch im Berliner Olympiastadion Borussia Dortmund und der FC Bayern München im DFB-Pokal-Finale aufeinander, wobei die Erwartungen an das Sportliche eher gering sind, nach den Erfahrungen der gerade abgelaufenen Saison, wo man doch das Gefühl hatte, dass viele Entscheidungen nur billige Fakes waren, vor allem natürlich in Bezug auf das Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs. Um noch kurz beim deutschen Vereinsfußball zu bleiben, stehen natürlich noch weitere Relegationsspiele an, so unter anderem auch zwischen dem MSV Duisburg und den Würzburger Kickers, was auch spannend werden dürfte. Aus deutscher Sicht gab es aber auch schon am gestrigen Abend ein sehr interessantes Spiel, denn Jürgen Klopp konnte seinen ersten Titel nach seiner Zeit beim BVB holen. In Basel verlor er allerdings das Finale der Europa League mit seinem FC Liverpool gegen den FC Sevilla mit 1:3. Für Kloppo bedeutet dies nicht nur weiterhin den Endspielfluch, sondern auch kein internationales Geschäft in der nächsten Saison. Es war nun sein fünftes verlorenes Finale in Folge. Auf der anderen Seite hat Sevilla den Titel damit fünfmal in einem Jahrzehnt geholt und gleich auch dreimal hintereinander. Dies macht übrigens eine Finalsiegquote von 100 Prozent für die Spanier, die den europäischen Vereinsfußball weiterhin dominieren. Traurig an dieser Geschichte ist nur, dass auch diesmal der Schiedsrichter kein gutes Bild abgab und man sich immer mehr fragt, ich welcher Wettmafiaweltstadt eigentlich der europäische Fußball entschieden wird. Hoffentlich war dies nicht der Beginn eines Trends für die wichtigen, noch folgenden Spiele.

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