Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Jogi hat die Nägel schön

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. 7:0 sollte es am Samstag für die DFB-Auswahl gegen Gibraltar am Ende stehen. Wenn der Bericht zum letzten EM-Qualifikationsspiel vor der Sommerpause hier enden würde, wäre wahrscheinlich alles in bester Ordnung. Tatsächlich ist es aber so, dass er hier erst beginnt. Polen hatte das Heimspiel gegen Georgien mit 4:0 zuvor gewonnen, womit schon vor dem Anpfiff der Partie zwischen Gibraltar und Deutschland im portugiesischen Faro feststand, dass die LÖWenherzen nicht mehr als Tabellenführer in die Sommerpause gehen würden, hatte man diese Option doch schon viel früher verzockt. Trotzdem waren drei Punkt natürlich Pflicht und bei diesem Freilosgegner, ohne welche es für die Jungs von Joachim Löw ziemlich finster aussehen würde, war es eigentlich auch unmöglich, diese nicht zu holen. Nach der ersten Halbzeit war man sich da, trotz einer fast schmeichelhaften 1:0-Führung Deutschlands aber nicht mehr ganz so sicher. Es war schon wieder unfassbar, was dort abgeliefert wurde. Bastian Schweinsteiger, den man zuvor in den etablierten Massenmedien noch so groß lobte, verschoss gar einen Elfer, was sich mehr und mehr zu einem bayerischen Klassiker, wie Weißbier oder die Alpen, entwickelt. In der zweiten Halbzeit wurde es dann ein wenig besser und man hatte auch den Dusel immer wieder dabei, womit man trotz einer nicht befriedigenden Leistung noch das angesprochene Ergebnis hinbekam, welches über die Probleme, welche dieses Team auch weiterhin noch hat, nicht hinwegtäuschen kann. Für Spaß sorgten an diesem Abend aus deutscher Sicht vor allem zwei Personen. Jogi Löw machte sich ganz entspannt die Nägel, was wohl am meisten von diesem Spiel hängenbleiben wird und auch wieder einmal selbstredend ist. Nur gut, dass man einen namhaften Kosmetikhersteller als Werbepartner hat, womit dies in Sachen PR grandios war. Lukas Podolski muss man dann ebenfalls noch erwähnen, bot er auch diesmal wieder eine Leistung, wie man sie kennt und sich fragt, was er noch immer in diesem Team zu suchen hat. Womit Poldi glänzte, war mit seinem Abwehrverhalten, allerdings gegen die eigene Mannschaft. Man merkt, auch an dieser Stelle sollte noch gearbeitet werden. Fazit ist wohl, dass es so noch ein verdammt langer Marsch bis ins Finale der EM in Frankreich im nächsten Sommer wird. Erst einmal wird man auch weiterhin vertröstet, schließlich sollte es schon längst nachhaltige Besserung gegeben haben, die nun auf die Zeit nach der Sommerpause vertagt wurde.

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