Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Keine Phantomtore machen die Liga auch nicht wirklich spannender

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. In diesen Tagen konnte man überall hören, dass die Bundesliga ab der kommenden Saison wohl noch langweiliger wird, was allgemein dank der Bayern kaum vorstellbar ist. Grund für diese Berichte war, dass 15 der 18 Vereine aus der Bundesliga nun doch der Torlinientechnik zugestimmt haben und diese damit ab der kommenden Saison angewendet werden wird. Nun fürchtet man, dass durch die Hawk-Eye-Technologie, für welche man sich entschieden hat, an den Stammtischen der Nation nicht mehr über Phantomtore diskutiert werden  kann. Man braucht sich aber nur die Schiedsrichterleistungen der laufenden Saison anzuschauen, um zu erkennen, dass das Potenzial für Diskussionen sich nur minimal verringern dürfte. Eintracht Frankfurt, der SC Paderborn und der FC Augsburg waren die einzigen Vereine, die sich gegen die neue Technologie stellten, die vor allem sehr viel Geld kostet. Man fragt sich natürlich schon auch, warum man an dieser Stelle ansetzt, bevor man die Schiedsrichterproblematik, welche an fast jedem Spieltag für Skandale sorgt, angeht. Von A wie Aytekin bis Z wie Zwayer sind es immer dieselben Protagonisten, die zeigen, dass sie für diesen Sport entweder nicht geeignet sind oder sie bewussten Zielen folgen. Beides kann nur zur Folge haben, dass man diese Menschen aus den Stadien verbannt und durch fähiges Personal ersetzt. Nimmt man nur die Spielentscheidungen durch Schiedsrichterfehler in Sachen Handspiel und Abseits im Verhältnis zu Phantomtoren, wird schnell klar, dass hier keine wirklichen Probleme bekämpft werden, was scheinbar auch gar nicht das Anliegen der vermeintlich Mächtigen in diesem Sport ist. Somit geht die Entwicklung wohl weiter hin zur reinen Unterhaltungsware und da passt es ins Konzept, dass man der Torlinientechnik nun ganz plötzlich doch zustimmt, denn die Gründe, welche dafür nun propagiert wurden, sind so glaubwürdig wie viele Schiedsrichterentscheidungen auch. Zum Schluss sollte noch erwähnt werden, dass man nun mit Spannung abwarten darf, welchen Einfluss die Kosten für diese neue Technologie auf die Ticketpreise haben wird und ob man auf diesem Weg auch wieder gleich versuchen wird, den Sport für wahre Fans unerschwinglicher zu machen. So ahnt man auch direkt, dass es eine eher traurige Entscheidung zum Ende des Fußballjahres war, was wiederum rückblickend auch keine große Überraschung ist.

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