Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Keine Stierkampfarena

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Bei der Arena, welche hier vorgestellt wird, geht es zwar um Bullen und zwar um rote, es geht allerdings, wie die Überschrift schon verrät, nicht um eine Stierkampfarena, vielmehr hat es etwas mit einer Brause zu tun, welche angeblich Flügel verleiht.

Es geht um ein wirklich großes Stadion für die Region, ganz passend zu den Ambitionen des Vereins, welcher in dieser Arena in Leipzig spielt, wobei man dies auch umgekehrt sehen kann.

Es geht um die Red Bull Arena, wo der RB Leipzig seine Heimspiele austrägt. Diese ist Teil des Leipziger Sportforums und man findet sie in unmittelbarer Nachbarschaft der 2002 eingeweihten Arena Leipzig, der Festwiese, sowie weiterer kleinerer Sportstätten. Die Fußballarena  liegt dort eingebettet in dem begrünten Wall des alten Zentralstadions, dessen Hauptgebäude übrigens erhalten blieb.

Im Jahr 2000 entschied die Stadt Leipzig den Umbau des legendären Leipziger Zentralstadions und es sollte danach eine 44.345 Zuschauer fassende reine Fußballarena werden.

Den Zuschlag für Umbau aber auch für den Betrieb dieses neuen Stadions erhielten der Unternehmer Michael Kölmel und seine EMKA Immobilien-Beteiligungs-GmbH.

Mitte Juli 2004 wurde das neue Zentralstadion im Rahmen eines internationalen Fußballturniers eingeweiht, wobei es schon im Mai 2002 während der Bauphase ein erstes großes Event gegeben hatte.

Trotz einer ersten internationalen Bewährungsprobe im Jahr 2005 stand schnell fest, dass es ohne Profifußball doch eher ein dauerhaft defizitäres Geschäft durch die Unterhaltungskosten werden würde. So fasste Stadionbetreiber Kölmel einen Verkauf ins Auge, welcher allerdings im April 2005 scheiterte.

Weil dieser Deal nicht funktioniert hatte, machte er sich dann auf die Suche nach finanzkräftigen Investoren, welche sich im Leipziger Fußball engagieren sollten. Dieses Vorhaben sollte allerdings erst im Sommer 2009 mit der Gründung des RB Leipzig von Erfolg gekrönt sein.

Wie auch beim Verein selbst, war auch hier der österreichische Getränkehersteller Red Bull GmbH federführend, was auch dazu führte, dass es Pläne für eine mittelfristige Umbenennung des Zentralstadions gab, da sich der Geldgeber im Rahmen seines Engagements beim RB Leipzig eine Option auf den Erwerb der Namensrechte gesichert hatte.

Es war der 1. Juli 2010, als das Stadion in Red Bull Arena umbenannt wurde, da im März der Leipziger Stadtrat kein Veto gegen eine Umbenennung eingelegt hatte und Kölmel die Namensrechte für dreißig Jahre an die Red Bull GmbH verkauft hatte. Zur gleichen Zeit wurde es die Heimspielstätte des RB Leipzig. Zu diesem Anlass traten die Leipziger dann am 24. Juli 2010 in einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 an und kassierten an der neuen Wirkungsstätte gleich eine 1:2-Heimniederlage.

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