Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Keine Träne für Theo Zwanziger

Manchmal passieren auch im Fußball noch Zeichen und Wunder. Man hatte schon das Gefühl, dass es beim DFB, komme da, was auch immer wolle, ewig so weitergeht. Denn, egal was geschah, der DFB-Präsident Theo Zwanziger zeigte sich völlig unbeeindruckt. Dann ganz überraschend, am letzten Wochenende, die große Überraschung, ZickZack-Zwanziger, wie man ihn auch schon einmal nannte, kündigte seinen Rücktritt für das nächste Jahr an. Anlässe zu diesem Schritt gab es in seiner Zeit als Präsident des Deutschen Fußballbunds immer wieder, denn diese Zeit war vor allem auch von Skandalen geprägt und natürlich muss man auch einräumen, dass der deutsche Fußball in seiner Zeit, komplett im raubtierkapitalistischen System angelangt ist. Wie sehr er sich diesem Ziel verschrieben fühlt, zeigte erst in diesem Sommer die Frauenfußball-WM in Deutschland. Dann waren da natürlich auch noch die massiven Probleme mit der Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw. Mir persönlich ist aber vor allem der Selbstmord von Robert Enke, der die Zeit Zwanzigers natürlich auch prägte, hängengeblieben. Auch hier gab es viele Worte von Theo Zwanziger zu, was an Taten folgte, reichte aber scheinbar nicht im Ansatz aus, denn kurz vor seinem Rücktritt, hätte sich genau diese Tragödie auch noch in kürzester Zeit fast wiederholt. Der hier angesprochene Selbstmordversuch des Schiedsrichters Babak Rafati, machte auch noch einmal deutlich, wo die Veränderungen in diesem Sport, mit immer mehr Druck, hinführen, direkt ins Abseits. Mein Fazit zu Theo Zwanziger ist, dass ich ihm keine Träne nachweinen werde, ich wüsste auch nicht warum.

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