Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Keine Werbung für den Fußball

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Gestern endete endlich auch der Confed-Cup in Russland und mit dem Spiel um den dritten Platz in Moskau wurde es richtig skandalös. Es wurde damit auch zur völligen Nebensache, dass Portugal in der Verlängerung mit 2:1 gegen Mexiko gewann. Abends stand dann das Finale an und die LÖWenherzen trafen in St. Petersburg auf Chile und man war gespannt, was dort passieren sollte. Schon im Vorfeld stand übrigens fest, dass der Videobeweis ein schlechter Witz ist aber natürlich trotzdem kommen wird. Witz ist auch ein gutes Stichwort, was das Endspiel angeht und dies bezieht sich nicht nur aufs ZDF und die dortigen Kommentare, an welche man sich im Staatsfernsehen längst gewöhnt hat. In der ersten Halbzeit war Chile einfach drückend überlegen, es gab nur einen Fehler und der führte zum 1:0 für die DFB-Auswahl, einfach unglaublich. Zur Halbzeit ahnte man schon, wie groß dieses Turnier wohl noch werden würde, sollte es so weitergehen. Natürlich gab es auch bei dieser Übertragung wieder die übliche und nervende Dauerwerbung für den FC Bayern München und genau dieser Verein sollte auch die Spielart in der zweiten Hälfte prägen und man ahnte, dass dies nichts Gutes bedeutete und auch nicht für souveränen Fußball sprach.

Der dreckige Turniersieg
Unfairness ist natürlich das Stichwort, so gab es doch immer wieder den sterbenden Schwan, unter anderem ausgerechnet von Timo Werner, was wieder bewies, warum es korrekt ist, dass er in der Liga, genau wie sein Brauseclub, auf flächendeckende Ablehnung trifft. Noch besser machten es nur die Bayern Joshua Kimmich und Arturo Vidal, die sich somit fein selber neutralisierten und beide für diesen Stil bekannt sind. Mit Fußball hat all dies eigentlich wieder gar nichts zu tun aber dies passte zu diesem Turnier, womit eben keine Werbung für den Fußball gemacht wurde. Bela Réthy hatte sich spätestens zu diesem Zeitpunkt längst von jedem unabhängigen Kommentar verabschiedet, was auch nicht Außergewöhnliches war. So geriet das Spiel zunehmend aus den Fugen, was für einen Weltmeister eher peinlich ist aber auch bewies, dass der Videobeweis rein gar nichts an der Schiedsrichterproblematik ändert, denn es gab schon auch einen ordentlichen Bonus für die Jungs von Löw. Zum Ende des Spiels entglitt es immer mehr und so blieb es beim 1:0, was ein richtig dreckiger Sieg war, was irgendwie ebenfalls zum Turnier passte. Übrigens war es auch sehr interessant, wie man sich über alles Mögliche im Zusammenhang mit der FIFA aufregte. Fragwürdiges, was die DFB-Auswahl anging, war dann natürlich kein Thema. Nun ist endgültig Sommerpause und dies ist fein, auch wenn man weiß, dass es danach im gewohnten, von den wahren Fans abgelehnten Stil weitergehen wird.

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