Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Keine Wilde 13

Dieser 13. Spieltag versprach wirklich vielversprechend und vor allem wild zu werden, natürlich auch wegen dem Knallerspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund, welches glücklicherweise mit einem 1:0-Auswärtssieg für den BVB endete. Es hätte wirklich eine Wilde 13 werden können. Auch sonst begann der Spieltag schon richtig gut, denn am Freitag gewann Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 in der Ferne gegen den 1. FC Kaiserslautern. Man sieht schon an diesen beiden Spielen, wie gut grundsätzlich die Vorgaben eigentlich waren. Gut eine Woche nach Karnevalsbeginn sollte dann am Samstag auch noch das Spiel zweier Karnevalsvereine anstehen, denn der 1. FC Köln sollte in der Domstadt auf den FSV Mainz 05 treffen. Genau diese Partie sollte allerdings für den Schock des Spieltags sorgen und alles andere völlig nebensächlich werden lassen. Ein weiterer großer Schock sollte die Bundesliga erfassen und leider auch wieder für die üblichen Reflexe sorgen und dies mit der Gewissheit, dass sich auch nach diesem Schock wieder nichts verändern wird, sondern das Geschäft mit der Ware Fußball ganz normal weitergehen wird. Das hier Menschen auf der Strecke bleiben, scheint da einkalkuliert zu sein.

Der nächste Schock für die Liga
Kurz vor der Partie versuchte sich der renommierte Schiedsrichter Babak Rafati, der das Spiel in Köln leiten sollte, in seinem Hotel das Leben zu nehmen. Dies führte zu einer Spielabsage, wobei es so scheint, dass der wahre Grund eher mangelnder Ersatz war, was auch wieder den Zynismus im Fußball aufzeigt. Auch wenn Rafati schon wieder auf dem Wege der Besserung ist, sitzt der Schock hier tief. Es ist gerade erst ein paar Wochen her, da trat völlig überraschend der Trainer von Schalke 04, Ralf Rangnick, zurück, da ihm der Druck in der Bundesliga über den Kopf gewachsen war. Es ist gerade erst ein paar Tage her, da jährte sich der Todestag von Robert Enke zum zweiten Mal. Der Ex-Keeper von Hannover 96 hatte sich 2009 wegen Depressionen das Leben genommen. Wenn man nun den großen Fußball-Chef, Theo Zwanziger, hört, fragt man sich, ob es nicht besser wäre, wenn er schweigt und endlich etwas verändert, denn, wie die Zustände im deutschen Fußball sind, wird immer deutlicher und dies in sehr dramatischer Weise, wie auch diese Wochenende zeigte. In diesem Zusammenhang ist natürlich selbst eine, durch das abgesagte Spiel, nicht vollständige Tabelle irgendwie banal.

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