Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Kirche – Bundesliga – Medien

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Da der 2. Spieltag auch völlig erwartungsgemäß verlief und dabei auch teilweise etwas langweilig, ist wieder ausreichend Platz für die Geschichten, welche sich am Rande abspielten. Dieser Spieltag war schon von Unentschieden geprägt, was bekanntermaßen nicht gerade zwingend zu großer Spannung beitragen muss. Dies gilt allgemein natürlich auch für den FC Bayern München, der diesmal nicht nur wieder Geschenke in Sachen Torbilanz bekam, sondern auch gleich die ersten Punkte einfach so bekam. Unfaires und fußballerisch meist nicht überzeugendes Auftreten, erledigte dann den Rest. Beim 1. FC Köln kennt man sich mit dem Abstieg aus und weiß damit umzugehen, vielleicht war dies ein Grund, warum im Kölner Dom eine große Show mit klerikalem Touch vorm Spiel gegen den VfL Wolfsburg anstand. Ebenfalls vor dem Spiel wurden wieder, ganz irdisch, Fans wegen Ausschreitungen in Gewahrsam genommen. Noch einmal zurück zur angesprochenen Andacht im Dom, dort rockte man das Gotteshaus sogar gleich mit der Kölner Vereinshymne. Sollten die Kirchen mit solchen Maßnahmen nun versuchen wollen gegen den eigenen Abstieg zu kämpfen, war es diesmal wohl wieder ein weiterer Schlag ins Wasser, verspielten die Geißböcke doch eine 1:0-Führung und so endete die Partie 1:1. Aber selbst die Kölner Kultband BAP sang schon davon, was wäre, wenn das Beten sich lohnen würde. Was es in diesem Fall brachte, weiß man jetzt auch bei der rheinischen Fahrstuhlmannschaft. Der Erzrivale von der anderen Rheinseite konnte so auch gleich am Samstag die Machtfrage am Rhein wieder klarstellen, gewann Bayer 04 Leverkusen doch bei Hannover 96 mit 1:0. Damit wäre die Werkself eigentlich vorm FCB in der Tabelle gewesen aber immerhin sollten die Bayern die Tabellenführung verlieren, was tröstlich ist und zu mindestens kurz Hoffnung aufkeimen lässt.

Was für ein Topspiel?
War der Freitag und der Samstagnachmittag vom 1:1 geprägt, war es doch das häufigste Ergebnis, wäre das Topspiel am Abend fast 2:2 ausgegangen aber kurz vor Schluss sollte der Hamburger SV das Spiel noch endgültig drehen und den 3:2-Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart erzielen. Am Ende des Spieltages sollte dies übrigens der einzige Heimsieg gewesen sein. Interessant dabei war nicht nur, dass es ein Kartenspiel von Günter Perl war, sondern auch die Ansetzung als Topspiel. So gern man beide Vereine haben kann, ein Topspiel war so etwas wohl vor Jahrzehnten, aktuell ist es eher ein Duell von Mannschaften, die hoffen die Klasse zu erhalten. Aber die etablierten Massenmedien bekommen so etwas genauso verkauft, wie die spieltäglichen Schiedsrichterfehlentscheidungen, was natürlich alles ebenfalls wieder gegen wirklich unabhängige Berichterstattung spricht und die so genannte Heimat der Fans, womit ein Teil des Staatsfernsehens wirbt, muss man dann auch noch teuer über eine Zwangsabgabe bezahlen. So etwas führt natürlich zu Sinnfragen. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Borussen und zwar der aus Dortmund, wie auch der vom Niederrhein. Im ersten Duell trafen mit dem FC Ingolstadt und Borussia Dortmund zwei Sieger des Auftaktspieltags aufeinander und in der anderen Partie mit Borussia Mönchengladbach und dem FSV Mainz 05 zwei Verlierer. Im ersten Spiel sollte sich die Serie unter Thomas Tuchel fortsetzen und der nächste souveräne Sieg mit vier eigenen Treffern folgen, womit man in der Liga acht Treffer ohne auch nur einen Gegentreffer hat und damit am Ende des Spieltags Tabellenführer war und zwar der erste wirklich überzeugende in dieser Saison. Die Serie des FCI war damit natürlich gerissen, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen. Im zweiten Spiel riss dann gleich die nächste Serie, denn der FSV konnte am Niederrhein mit 2:1 die Fohlen besiegen, was dazu führte, dass man zum Ende dieses Spieltags die Tabelle drehen konnte, wie man wollte, eine Borussia war immer oben. Natürlich zeichnete sich so langsam ein Fehlstart für die Gladbacher ab aber nächste Woche kann schon wieder alles ganz anders aussehen.

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