Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Kriminelle Energie und das Ende der Relegation

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es war wieder einmal soweit, immer wenn man meint, der DFB und die DFL könnten nicht noch einen draufsetzen, beweisen sie das glatte Gegenteil. So kann man direkt vorausschicken, dass es auch am Ende dieser Saison wieder bezeichnend werden sollte, wo das Agieren gegen die wahren Fans durch die gerade angesprochenen Protagonisten wieder hinführte. Gerade erst in den letzten Wochen hatte sich der Widerstand gegen die vermeintlich Mächtigen noch einmal verstärkt, längst ist die Rede vom Krieg gegen den DFB. Man setzt dort aber auch alles daran, die Stimmung unter den wahren Fans immer schlechter werden zu lassen, was klare Provokationen, wie der Auftritt von Helene Fischer im Pokalfinale zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund, zeigten. Übrigens bekam nicht nur sie das angemessene Pfeifkonzert in der Hauptstadt zu hören, auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wurde auf diesem Wege abgelehnt. Auch hier gibt der Fußball wieder einen guten Spiegel in Gesellschaftfragen ab. Es kommen offensichtlich viele Menschen nicht so gut an, wie man es in der Propaganda der systemtreuen Medien gerne verkaufen möchte. Was die Pyro des Anhangs der Endspielmannschaft in Berlin angeht, sprach der DFB nun von krimineller Energie, was schon der pure Hohn ist, wenn es von Seiten eines Verbandes kommt, wo nicht nur über dem letzten Sommermärchen noch ein großes juristisches Fragezeichen schwebt. Ganz davon zu schweigen, dass man dort auch keine Probleme mit der kriminellen Chefetage des FC Bayern München hat. Die Wortwahl des DFB zeigte so nicht nur wieder die pure Verzweiflung dort, sie war auch schlicht und ergreifend inakzeptabel. Verzweifeln war ebenfalls ein gutes Stichwort für den Abschluss der Relegation, hatte doch Schiedsrichter Sascha Stegemann in der Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig, den Wölfen zu Unrecht einen Vorteil fürs Rückspiel verschafft. Auch gegen diese traurige Normalität der Manipulation unternimmt der DFB rein gar nichts. Man war damit gespannt, wie es zum Wochenauftakt in Braunschweig aber natürlich danach auch im München weitergehen sollte und wie groß das Geschmäckle in der Relegation tatsächlich noch werden würde.

Wölfe bleiben mit Bayerntaktik in der Bundesliga
Gab es im Hinspiel zwischen Wolfsburg und Braunschweig schon ordentlich Krawall, sollte auch im Rückspiel bei den Löwen alles dafür getan werden, dass es mit wüsten Szenen endete und die Verantwortlichen wurden eben bereits benannt. Man ahnt schon, dass auch der Schiri, in diesem Fall Tobias Stieler, ein Thema war. Biss zum Schluss lautete die feine Choreo der Braunschweiger und dies sollte sehr wörtlich werden. Schnell war der Plan der Wölfe erkennbar, möglichst oft den sterbenden Schwan geben und auf Stieler hoffen und so absolute Unruhe im Spiel aufkommen lassen. Diese Taktik kennt man vom FC Bayern München, die dies unter der Saison oft genug zelebrierten und es so zum Teil der ermogelten Meisterschaft wurde. Bei dieser Art war es nicht verwunderlich, dass schon nach zehn Minuten die ersten Gegenstände flogen. Weiterging es mit Gesängen, die Mario Gomez einen Hurensohn nannten, auch dies war nach dem Vorspiel in der Autostadt keine Überraschung. Es ließ aber natürlich trotzdem bei der ARD den Puls langsam steigen. Mit 0:0 und einer abermals lächerlichen Schiedsrichterleistung ging es dann in die Pause und man ahnte so schon, es würde nicht gut ausgehen. Die zweite Hälfte begann mit Pyro und der üblichen populistischen Hetze der ARD, die noch an diesem Abend Folgen haben sollte. Ein Glückstreffer für die Wolfsburger heizte die Stimmung dann noch weiter auf und auch die Pyro wurde fortgesetzt. Stieler stand irgendwann kurz vorm völligen Kontrollverlust und meinte dann auch noch die Braunschweiger, ganz ohne Not, dezimieren zu müssen, womit der Ausgang des Abends besiegelt war. Mit Trug und Glück erhielten die Wölfe die Klasse, was, durch die Art des Spiels, schwer an den Meister erinnerte. Dem Staatsfernsehen fiel dann trotzdem nichts Besseres ein, als den Schiedsrichter zu loben aber Fake-News von dieser Seite ist man längst schon gewohnt. Es endete mit einem Platzsturm, der dann neben den Wölfen auch das Staatsfernsehen aus dem Stadion drängte, was nach all den Verbalangriffen der ARD gegen die Fans aus Braunschweig auch nicht irritieren konnte.

Populistisch und nicht fair
Was das Staatsfernsehen anging, war das Thema Fußball aber noch nicht durch. Konnte man auch noch auf den allerletzten Metern der Saison erleben, wo der Kommerzwahn längst hingeführt hat, gab es noch eine dieser populistischen Sendungen zum Thema, mit welcher man sich scheinbar mit denen solidarisieren wollte, die schon seit Jahren gegen den Ausverkauf kämpfen. Der wahre Grund war aber wohl eher, dass man den abgezockten Haushalten verkaufen muss, warum man trotz der fälligen Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag, ebenfalls im Sport, damit auch in Sachen Fußball, zukünftig noch weniger geboten bekommt. So schraubte man die Werte in Sachen Glaubwürdigkeit und Beliebtheit dieser Sender dann noch weiter nach unten. Am Dienstag ging es in der Relegation eine Etage tiefer weiter und zwar mit dem Spiel TSV 1860 München gegen SSV Jahn Regensburg, wo zu mindesten das Hinspiel unauffällig war, was schon eine Überraschung in diesen Tagen ist. Vorm Anpfiff machte allerdings noch die zu erwartende Nachricht die Runde, dass Trainer Thomas Tuchel und Borussia Dortmund getrennte Wege gehen. Die dazugehörigen Nachrichten vom Verein, wie auch schon länger vom Trainer selbst, lassen eine harte Abfindungsschlacht vermuten. Dann pfiff, vor einer Rekordkulisse von über 60.000 Fans, Schiedsrichter Daniel Siebert die Partie in München an und die Spannung war spürbar. Die Vorteile lagen weiterhin beim Jahn, allerdings hätte es das erste Tor für die 60er geben müssen, was fälschlicherweise nicht gegeben wurde, womit die Qualität der Schiris auch dort ein Thema war, allerdings nicht im Ansatz so groß, wie zuvor beim Niedersachsenderby. Nach gut einer halben Stunde fiel dann das überfällige 1:0 für Regensburg und zehn Minuten später auch noch das 2:0, womit es zur Halbzeit sehr düster für die Löwen aussah. Die zweite Hälfte ging weiter, wie es die drei zuvor auch schon taten, es fielen nur keine Tore mehr, womit der Jahn den Durchmarsch in die 2. Liga schaffte und sich in München zeigte, wie Geld Tradition zerstört, was zu gut 15 Minuten Unterbrechung führte, da es absehbar Fanausschreitungen bei den Löwen gab. Bei diesen Szenen kam wieder die Frage auf, was noch passieren muss, bis DFB und DFL endlich verstehen, wo der Ausverkauf hinführt. Es war für diese Verantwortlichen wieder ein großer Tiefschlag zum Ende der Saison und nicht nur in München. Dies war mindestens so bitter, wie auch der Umgang in großen Teilen des Staatsfernsehens mit diesem Thema, da man die tatsächlichen Gründe wieder nur am Rand behandelte und lieber gegen wahre Fußballfans hetzte.

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