Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Kurz vor dem Ende steht alles auf dem Kopf

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem die einzig wahre Entscheidung in der Bundesliga schon wieder einige Wochen her ist, braucht man etwas damit das Produkt Fußball so spannend bleibt, dass man auch weiterhin bestens Kasse machen kann, da ist es doch ein positiver Zufall, um es ganz vorsichtig zu formulieren, dass der Abstiegskampf so spannend ist, wie er es noch nie zuvor war. Man ist natürlich auch nicht überrascht, wenn auch am 33. Spieltag wieder die Schiedsrichter oftmals eine interessante Rolle spielten. Selbstverständlich wurden an diesem vorletzten Spieltag alle Spiele gleichzeitig ausgespielt und es gab auch Partien, die hätte man sich wohl schenken können, wie zum Beispiel den 2:0-Sieg vom FSV Mainz 05, die den 1. FC Köln zu Gast hatten. Ganz ähnlich sah es in der Hauptstadt aus, auch wenn es hier eigentlich noch darum ging, dass Hertha BSC Berlin sich hätte aus dem Abstiegskampf verabschieden können, da sie gegen Eintracht Frankfurt aber nur ein ganz mageres 0:0 schafften, blieb dieser Abschied aus. Erwähnenswert war die große Pyroshow des Anhangs aus Hessen zum Ende der Halbzeit, die ein weiterer Beweis dafür war, wie machtlos die vermeintlich Mächtigen in diesem Sport auch an dieser Stelle sind. Fans, die dem genannten Personenkreis Probleme machen, was natürlich begrüßenswert ist, gibt es auch bei Schalke 04, wo man mit tollem Protest im Spiel gegen den SC Paderborn überzeugte. Am Ende siegten die Schalker zwar mit 1:0, allerdings nur durch ein Paderborner Eigentor, welches übrigens gar nicht hätte zählen dürfen, womit sich S04 bei Schiri Bastian Dankert bedanken muss. Da es auf der einen Seite ein finanziell sehr wichtiger Sieg für die Heimmannschaft war und auf der anderen Seite fast ein vorzeitiges KO für den Neuling der Bundesliga, gab es auch an dieser Stelle schon ein ziemliches Geschmäckle.

Generalprobe oder Ablenkung?
Großes Aufsehen wurde im Vorfeld auch um die Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund gemacht, sieht doch das Endspiel im DFB-Pokal in gut zwei Wochen ziemlich ähnlich aus. Die Wölfe gewannen mit 2:1 und dies auch durch die Hilfe des vermeintlich unparteiischen Marco Fritz. Man sollte für den BVB nun hoffen, dass es kein Test für Berlin war, wo übrigens Skandalschiri Felix Brych, der zuletzt auch wieder international nicht glänzen konnte, pfeifen wird. Vielleicht war all dies aber auch nur Ablenkung in Sachen überraschend positiv laufender Abschiedstour von Jürgen Klopp, für den es übrigens die erste Niederlage war, nachdem er seinen Rücktritt angekündigt hatte. Rücktritt war auch das große Thema am Samstagnachmittag am Rhein, wo Bayer 04 Leverkusen auf 1899 Hoffenheim traf. Hier sorgte Schiri Robert Hartmann dafür, dass Leverkusen wieder einmal einen Treffer nicht bekam aber daran hat man sich bei der Werkself in der laufenden Saison leider längst gewöhnen müssen. Da es trotzdem noch ein souveräner 2:0-Heimsieg war, konnte man sich entspannt von den Fans verabschieden und leider auch von Simon Rolfes, der seine Karriere bei B04 beendete. Neuigkeiten gab es aber auch noch von einer anderen Mannschaft vom Rhein. Hatte Borussia Mönchengladbach in der Woche zuvor schon unter merkwürdigsten Umständen nach einer Ewigkeit gegen die Leverkusener gewonnen, sollte dieser direkte Kurs in die Champions League nun mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen Werder Bremen komplettiert werden. Übrigens war auch dieser Sieg an der Weser ein ganz, ganz besonderer, denn dies gab es zum letzten Mal 1987, da war Deutschland noch geteilt und der Fußball ganz allgemein noch ein ganz anderer. Nun spielten die Schiedsrichter bis hierhin schon eine gewisse Rolle und diese sollte sich so auch noch fortsetzen, schließlich stand noch einiges in Sachen Abstiegskampf auf der Agenda.

Wenn der FCB am Tabellenende auftaucht
In Sachen Klassenerhalt landete auch der SC Freiburg einen eigentlich unmöglichen Befreiungsschlag, denn man empfing nicht nur den FC Bayern München, sondern besiegte ihn auch gleich noch mit 2:1. Was sich da im Breisgau abspielte, war aber nur bedingt eine Überraschung, denn seit das Premiumprodukt des deutschen Fußballs, unter den bekannten Bedingungen, die Meisterschaft eingetütet bekommen hat und alles auf normalem Niveau läuft, ist halt merkwürdigerweise auch kein Zauber mehr drin, was gerade auch erst das internationale Aus zeigte. Tobias Welz, der auch immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen daher kommt, pfiff diesmal sogar gegen die Bayern, womit es plötzlich im Tabellenkeller so zu geht, wie lange Zeit zuvor noch im oberen Bereich der Tabelle. So scheint es doch, als stünde in der 1. Liga einiges auf dem Kopf. Selbstverständlich dürfte auch ein völliger Kontrollverlust an diesem Wochenende nicht fehlen und den gab es in Person von Schiri Felix Zwayer, was nun wirklich auch nicht überraschte und in dieser von ihm geleiteten Partie ging es ebenfalls um den Abstiegskampf. Dieses Kartenspiel zwischen dem FC Augsburg und Hannover 96, in welchem es auch einen Elfer gab, endete mit einem 2:1-Auswärtssieg für die 96er und am Ende standen immerhin nur noch zehn Hannoveraner und neun Augsburger auf dem Feld, den Rest hatte Zwayer vorzeitig entsorgt. Der ganz große Knaller in Sachen Abstieg stand übrigens an diesem Wochenende im Schwabenland an, wo der VfB Stuttgart auf den Hamburger SV traf und es schon nach relativ kurzer Zeit so aussah, als würden die Schwaben vorzeitig absteigen, denn der HSV lag in Führung, allerdings brauchten die Stuttgarter nur acht Minuten und schon hatten sie die Sache gedreht und gewannen so am Ende mit 2:1, womit es bis zur letzten Minute am kommenden, letzten Spieltag absolut spannend bleibt, zu mindestens am Tabellenende.

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