Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Langeweile im Hochsommerherbst

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem das Transferfenster geschlossen war, stand dann auch fest, dass in der Bundesliga zum ersten Mal die Milliardengrenze in Sachen Umsatz gerissen wurde. Somit war klar, dass der Kommerzwahn auch in Deutschland ein neues Niveau erreicht hatte, was nichts Gutes erahnen lässt. Die erste Länderspielpause war gerade Geschichte, da stand am Wochenende endlich der 2. Spieltag an, den abermals der FC Bayern München eröffnete und bei Schalke 04 mit 2:0 am Freitagabend in der bekannten Spielart, wo es reicht kurz vorm Abpfiff ins Stadion zu kommen, gewann. Für sowas mag man natürlich keinen vollen Preis bezahlen. Gar keinen Eintritt mag man dafür bezahlen, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe den Schalkern einen Elfer verweigerte und Mats Hummels nicht vom Platz stellte. Allerdings war die Tabelle schon seitdem Saisonstart in dieser Richtung verfälscht, womit hier wohl wieder ein altbekannter Trend beginnt. Um beim FCB zu bleiben, gibt es wohl Probleme mit dem Vereinsstatus, denn Professor Lars Leuschner von der Universität in Osnabrück lässt diesen prüfen, da er an der Rechtmäßigkeit zweifelt. Man darf aber davon ausgehen, dass dies auch rein gar nichts verändern wird, schließlich wird die Chefetage bei den Bayern längst immer mehr ein Sammelbecken für Straftäter und auch dies stört offensichtlich kaum jemanden, was vor allem auch für den DFB und die DFL gilt. Alle Hoffnung war also wieder auf die Spiele ab Samstag gerichtet, allerdings sei so viel vorab verraten, es sollte nicht wirklich besser werden. Bestes Beispiel gab es in der Autoskandalstadt, wo der VfL Wolfsburg auf den 1. FC Köln traf und man sich torlos trennte, womit auch das Comeback von Mario Gomez ein Flop war. Jetzt konnte man sich selbstverständlich, wenn man mochte, an Rekorden erfreuen, denn Hertha BSC Berlin gewann mit 2:0 beim FC Ingolstadt und siegte somit zum ersten Mal in der Bundesliga zum Auftakt in zwei Spiele hintereinander aber so etwas ist bei den am Anfang genannten Summen auch nur ein schwacher Trost.

Das Rheinland und der Hype
Um Borussia Mönchengladbach wurde schon vorm Ligastart ein ziemlicher Hype gemacht, was allerdings vor allem wieder am Geld durchs internationale Geschäft lag. Nun ging es am Samstag an die Dreisam zum SC Freiburg, eher nicht die Lieblingsadresse für die Fohlen. Etwas überraschend gingen die Gladbacher dann aber doch mit 1:0 in Führung. Am Ende sollte dann allerdings wieder der SCF mit 3:1 siegen. Noch zu erwähnen ist die Premiere von Schiedsrichter Harm Osmers, der im Breisgau den Beweis antrat, dass auch an dieser Stelle keine Besserung in Aussicht ist. Bayer 04 Leverkusen empfing den Hamburger SV und hier muss man sagen, auch um die Werkself wurde ein ziemlicher Hype gemacht, macht man sie doch bis zum heutigen Tage gerne zum Titelkandidaten, was aber wohl nur den Grund hat, zwanghaft Spannung schaffen zu wollen, die aus den bekannten Gründen eben nicht vorhanden ist. Nun sah es am Rhein am Samstag ganz lange nach einem richtigen Fehlstart für Leverkusen aus, denn auch hier ging das Auswärtsteam erst einmal mit 1:0 in Führung, dann kam allerdings Joel Pohjanpalo bei den Leverkusenern und sorgte mit einem Hattrick kurz vor Schluss für den 3:1-Sieg, was den verpatzten Saisonauftakt verhinderte. Auch hier war es aber lange Zeit eher zäh. Dann war da noch das Hessenderby und es war eines der besondersten Spiele in der Bundesliga, die Details dazu gibt es nächsten Montag ganz ausführlich. Darmstadt 98 empfing die Eintracht aus Frankfurt, ein Spiel, wo Krawall vorprogrammiert war, so überraschte es auch nicht, dass die Fans der Lilien den Block der Frankfurter mit Pyro angriffen. Rein fußballerisch gesehen, war der 1:0-Sieg des SVD auch kein Leckerbissen aber immerhin blieben größere Skandale in Sachen Schiedsrichter aus, denn bei dieser Brisanz Felix Zwayer einzusetzen, ließ doch etwas anderes erwarten.

Antifußball gegen Tradition
Das Topspiel des 2. Spieltags lautet RB Leipzig gegen Borussia Dortmund, was zeigte, dass auch in dieser Saison die Sache mit dem Topspiel eher relativ zu sehen ist, schaut man sich an, welche Partien es an diesem Wochenende sonst noch so gab. Es war der Heimauftakt der Mannschaft, welche mit dem FCB gemeinsam wohl die umstrittenste Mannschaft in der Liga ist. An diesem Samstagabend konnte natürlich nur ein überragender Sieg der Borussen zählen, wollte man den Ansprüchen in Dortmund gerecht werden. Ob Thomas Tuchel dafür der richtige Mann ist, darf allgemein hinterfragt werden und nach dem 1:0 für Leipzig ist das Fragezeichen noch wesentlich größer geworden. Gejammer über den Rasen, wie es nach Spielende vom Dortmunder Trainer kam, ist bei solchen Teams einfach nur traurig. Traurig war auch das Comeback von Mario Götze. Schon bezeichnend, dass er ausgerechnet dort zum ersten Mal wieder auf den Platz dürfte und nicht vorm heimischen Publikum. Zum Spiel muss noch darauf hingewiesen werden, dass das einzige Tor des Abends ziemlich umstritten war, was natürlich bei Wolfgang Stark keine Überraschung war aber trotzdem die Befürchtungen, was den Erfolg der Bullen angeht, noch einmal unterstrich. Dann fehlten noch die Sonntagsspiele aber da war die Hoffnung schon längst abhanden gekommen, was zu einem so frühen Zeitpunkt in der aktuellen Saison schon bedenklich ist. Den Auftakt am Sonntag sollte Werder Bremen gegen den FC Augsburg machen und hier bewies Schiedsrichter Daniel Siebert schon zum Ende der ersten 45 Minuten mit einer fraglichen Elferentscheidung, dass es auch an diesem Sonntag in der gewohnten Form weitergehen sollte. Damit ist auch hier das 1:2-Endergebnisse nur bedingt zu bewerten aber der Fehlstart der Jungs von der Weser nimmt trotzdem immer deutlichere Formen an. Den Schlusspunkt setzte die Partie zwischen dem FSV Mainz 05 und 1899 Hoffenheim und es sollte tatsächlich noch ein richtiger Knaller werden. Auch dort tat sich der Schiedsrichter, in diesem Fall Markus Schmidt, wieder eher schwer und zum Ende gab es einige Karten inklusive eines Platzverweises. Mainz führte zwischenzeitlich mit 3:0 und am Ende trennte man sich 4:4, also zum Schluss noch ein Torfestival.

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