Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Luftnummern

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es war wieder eine internationale Woche und auch dort sorgen deutsche Schiedsrichter längst für die Probleme, die sie ansonsten in der Liga auch verantworten müssen. Diesmal war es Deniz Aytekin, der vorsichtig formuliert, mindesten für eine große Überraschung sorgte und auch er sollte an diesem Wochenende wieder pfeifen. Aber der DFB hat nicht nur ein Schiedsrichterproblem, sondern jetzt auch noch Ärger mit dem Finanzamt. Luftbuchungen und Scheingeschäfte waren da nur einige Stichworte, die zeigten, dass die Probleme auch an dieser Stelle immer größer werden. Man ahnte somit schon, dass es auch am Wochenende wieder einige Luftnummer geben würde. So begann der 24. Spieltag auch erst einmal ohne Überraschung und Bayer 04 Leverkusen verspielte gegen Werder Bremen eine 1:0 Führung und verschenkte so am Ende mit einem 1:1 unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut wieder drei wichtige Punkte. Die Werkself wurde zwar durch Schiedsrichter Tobias Stieler dezimiert, bekam allerdings in der Nachspielzeit noch einen Elfer, was wohl den Sieg bedeutet hätte. Wie man es in dieser Saison immer wieder erleben musste, wurde dieser aber nicht verwandelt. Die Verantwortung für diese Saison, welche bei den Leverkusenern immer miserabler wird, trägt natürlich das Management und hier vor allem Sportdirektor Rudi Völler, dass dieser sich nach dem Spiel noch vor die Kameras traute, war daher eine weitere Frechheit. Der Samstag begann dann mit einer kleinen Überraschung, denn das erste Tor des Nachmittags schoss tatsächlich Darmstadt 98. Sie traten in einem ganz besonderen Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 an. Es war genau vor einem Jahr, dass Johnny Heimes verstarb und das Gedenken an ihn war einfach nur ganz großartig. Recht schnell folgte auch das 2:0 für den SVD, allerdings kam dies durch einen Elfer von Schiri Frank Willenborg, welchen es so wohl nicht bei jedem Spiel gegeben hätte. Später verweigerte er den Mainzern auch noch einen, was natürlich wieder die allgemeine Diskussion in Sachen Schiedsrichter befeuerte. Da passte es ins Bild, dass es auch noch einen Platzverweis gab und zwar für einen Darmstädter und es war wieder einer, welcher eher ominös war. Zum Ende gab es noch Rudelbildung und das Spiel lief so immer mehr aus dem Ruder und ganz zum Schluss flog dann auch noch ein Mainzer vom Platz. In diesem Chaosspiel siegten am Ende die Lilien mit 2:1. Schade, dass selbst ein so bedeutsames Spiel zum Skandalspiel gemacht wurde, was einem echten Fan dieses Sports, um den es dort eigentlich gehen sollte, nicht gerecht wurde.

Spiele für die Langeweile
Einen überraschenden Start gab es aber nicht nur in Südhessen, auch der VfL Wolfsburg sorgte für eine Überraschung. Man trat bei den Antitraditionalisten von RB Leipzig an und ging erst einmal in Führung. Am Ende gewannen die Wölfe dann auch mit diesem 1:0, was auch für die gewohnte Langeweile in der Tabelle sorgte. RBL macht mittlerweile den Bayern ordentlich Konkurrenz und dies vor allem in Sachen Unfairness, so wunderte es nicht, dass es unter Schiri Benjamin Brand auch ein Kartenspiel war. Um aber noch etwas beim Thema Überraschungen zu bleiben, so muss man auch die Anfangsschwäche von Borussia Dortmund bei Hertha BSC Berlin nennen, welche zu einem frühen Rückstand führte. Im Laufe des Spiels zeigte sich, dass es nicht nur eine Anfangsschwäche war, sondern eine ganz allgemeine, womit das 2:1 für die Hertha auch in Ordnung ging. Schiri Robert Hartmann hatte Glück, dass es erst kurz vorm Ende richtig zur Sache ging, denn sonst hätte er wohl auch mit Kontrollverlust zu kämpfen gehabt. Der SC Freiburg trat gegen 1899 Hoffenheim an und es war von Beginn an eine hitzige Partie, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark damit nicht wirklich klar kam, erklärt sich von selbst. Zum Glück sind seine Tage gezählt, womit es in Sachen Schiedsrichterleistungen zum Saisonende ein Problem weniger geben wird. So erstaunte es auch nicht, dass im Breisgau das erste Tor nach einem Foulelfmeter fiel, am Ende stand dort dann ein 1:1. Wieder kaum zu erwähnen, bleibt das Spiel zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt, denn es war wieder eines dieser Spiele, die niemand braucht. Der FCB kam gewohnt grottig daher und natürlich gingen sie trotzdem mit einem 3:0-Sieg aus dem Stadion. Den Schiri machte dort Markus Schmidt und er half dem vermeintlichen Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs nicht nur damit, dass auch er die bekannte Unfairness dieser Fußballfirma nicht sanktionierte.

Dauerbrenner
Am Samstagabend gab es dann noch Felix Zwayer an der Pfeife und damit war vorher schon klar, dass der Samstag ebenfalls mit der Schiedsrichterdiskussion enden sollte. Der FC Ingolstadt und der 1. FC Köln trafen aufeinander und es begann mit einem umstrittenen Elfer für die Kölner, der zweite Treffer der Domstädter war dann auch noch ein unstrittiges Abseits, was dies bei einem Endstand von 2:2 bedeutete, muss man nicht näher erläutern. Die absoluten Dauerbrenner sind im Moment die Spiele zwischen Borussia Mönchengladbach und Schalke 04, welche es gerade in kürzester Zeit dreimal gibt, zuletzt am vergangenen Donnerstag, warum beide Teams diesmal auch am Sonntag ran mussten. Den Auftakt machte S04 gegen den FC Augsburg und es sollte mit einem Feuerwerk losgehen und so stand es zur Pause schon 3:0 und dies obwohl Schiedsrichter Robert Kampka den Augsburgern einen Elfer gab, den sie aber nicht verwandeln konnten. Dies sollte dann aber allen Beteiligten auch reichen und die zweite Hälfte war dann weniger spektakulär und so stand es auch am Ende noch 3:0. Ganz zum Schluss mussten dann auch noch die Fohlen beim Hamburger SV ran, bevor es dann in dieser Woche auch schon wieder gegen die Schalker gehen wird. Oben im Norden tauchte dann wieder Deniz Aytekin auf und es war eine sehr hitzige erste Halbzeit, zum Teil am Rande des Kontrollverlusts. Vier Tore und ein Halbzeitstand von 1:1 lassen erahnen, warum die Emotionen hochkochten, vor allem da die verweigerten Treffer nur den HSV betrafen. Im zweiten Durchgang bekam man das Gefühl, alle hätten dieses Ergebnis nun akzeptiert. Kurz vorm Ende sollte es aber ganz anders kommen und die Hamburger trafen noch einmal und der Treffer zählte sogar, womit der Dino einen wichtigen 2:1-Sieg feiern konnte und der Spieltag auch ein bisschen überraschend ausklang. All diese Überraschungen vom Wochenende änderten allerdings nichts am Gesamtzustand dieser Liga.

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