Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Man ist sich einig

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nun war es endlich soweit und am vergangenen Wochenende startete nach 104 Tagen auch wieder die Bundesliga. So ging es in die 54. Saison und in den Vorberichten der etablierten Massenmedien war man sich einig, der Meistertitel geht auch in der Saison 2016 / 2017 an das vermeintliche Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs. Wenn der FC Bayern München nun schon vor dem Anpfiff des 1. Spieltags Meister ist, braucht man eigentlich die ganzen Spiele mit Beteiligung der bayerischen Landeshauptstadt nicht mehr und könnte einen normalen Fußballwettbewerb ins Leben rufen. Wirklich schlimm ist allerdings, dass man aus der Vergangenheit weiß, wie der FCB vielfach an Titel und Rekorde kommt und so bleiben die Einstellung des Spielbetriebs der Gegner und Schiedsrichterskandalspiele auch wieder in dieser Saison ein großes Thema, wie man gerade auch erst beim ermogelten Supercup wieder feststellen konnte. Der FC Bayern war es dann auch, der am Freitagabend gegen Werder Bremen die neue Spielzeit eröffnete. Live konnte man dies in der ARD mit Mehmet Scholl, und damit auch weiterhin mit fehlender Unabhängigkeit, verfolgen. Man gibt dort somit weiter FCB-TV und lässt sich dies von fast jedem bundesdeutschen Haushalt mitfinanzieren. Dies gilt auch für die Technik, die, wie schon zum Auftakt des DFB-Pokals, wieder nicht reibungslos funktionierte. Schiedsrichter Christian Dingert hatte fast nichts zu tun und hatte so auch fast keine Möglichkeiten negativ aufzufallen. Er schaffte es aber trotzdem und schenkte den Bayern noch einen Elfer zum abschließenden 6:0, womit man schon gleich wieder irgendwie an Wettmafia denken musste. Ernstnehmen kann man dieses Ergebnis unter den geschilderten Umständen natürlich nicht und hat so auch gleich zum 1. Spieltag eine verfälschte Tabelle, ein altbekannter Trend. Außerdem muss man aber auch sagen, dass Bremen das Spiel verweigerte und man sich fragte, warum sie dann überhaupt zu dieser peinlichen Show antraten? Peinlich galt in diesem Zusammenhang auch für Tim Bendzko und die Nationalhymne, da bekam Uli wirklich gleich Ohrenschmerzen.

Zum Auftakt auch Grottenkicks
Nach der freitäglichen Lächerlichkeit, was sich sowohl auf die Teams, wie auch auf die dazugehörige TV-Show bezieht, folgten schon fast die Samstagsspiele. Vorher wurde im Anschluss an die bayerische Lachnummer aber noch die nächste Runde im DFB-Pokal ausgelost. In München wurde dann auch gleich das nächste Heimspiel für den FCB gezogen, was mit dem FC Augsburg wieder in Richtung nächstes Freilos ging. Übrigens verlief auch diese Auslosung bzw. die Präsentation nicht fehlerfrei und diese Entwicklung sollte auch am Samstag im Trend liegen. Endlich wurde wieder die ganze Palette geboten und sogar noch einiges mehr. Die Schiedsrichter bleiben das größte Problem und halten den Verdacht der Manipulation weiter hoch. Ein Jubiläum gab es, genau wie wirkliche Kuriositäten und Grottenkicks, kurz gesagt, der Wahnsinn setzte sich fort. Der bereits erwähnte FCA empfing den VfL Wolfsburg und es war nicht gerade ein Hochspannungsspiel, welches die Wölfe mit 2:0 gewannen. So sah es auch bei der 900. Partie vom Hamburger SV aus, wo man gegen den FC Ingolstadt nur ein müdes 1:1 schaffte. Mysteriös bleibt eine über zehnminütige Spielunterbrechung durch Patrick Ittrich im Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Darmstadt 98 wegen einem kleinen Sommergewitter. Zu den Kölnern, die mit 2:0 gewannen, muss man noch sagen, dass die Fans sich kollektiv unter anderem zum Singen von Fußballhymnen zuletzt wieder im Kölner Don trafen. Das untermauerte noch einmal, dass sich das viertgrößte Gotteshaus der Welt mehr und mehr zu einer großen Eventlocation entwickelt, machte man doch gerade erst eine temporäre Disco daraus. Allgemein muss man ebenfalls sagen, dass Religion im Fußball genauso wenig eine Rolle spielen sollte, wie auch Politik. Das Nichteinhalten solcher Regeln wird noch zu großen Problemen führen.

Die Schiris
Schiedsrichterfehlentscheidungen sollten sich auch nicht nur auf den Freitag beziehen, sondern auch wieder am Samstag zu Skandalspielen führen, wie beim 1:0 zwischen Eintracht Frankfurt und Schalke 04, was unter Wolfgang Stark nun wirklich keine Überraschung war und seine Ansetzung für ein solches Spiel, belegte natürlich den Vorsatz vom DFB. Somit bleibt es auch eine offene Provokation gegenüber den wahren Fans. Auch dies war bei diesem Spiel ein interessantes Thema, was ebenfalls wieder einiges über die Qualität des Staatsfernsehens aussagte. Ein wichtiger Block in Frankfurt war durch eine der bekannten und sinnfreien Sanktionen der vermeintlich Mächtigen in diesem Sport gesperrt. Im Staatsradio des Westens merkte man an, dass dies nichts bringen würde, da die Fans einfach einen Block höher gewandert wären. Im zu dieser Sendergruppe gehörenden TV-Sender sprach man dann davon, dass diese Fans nicht anwesend gewesen sein sollten. Man sieht, auch in Sachen Qualität macht die Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag keinen Sinn. Natürlich hetzte man bei der ARD auch wieder gegen Pyro, die es beim BVB gab. Dort traf  eben Borussia Dortmund und der FSV Mainz 05 aufeinander und es waren die Mainzer, welche auf den Rängen ein tolles Feuerwerk ablieferten. Zu den Dortmundern muss man sagen, dass Mario Götze noch immer nicht auftrat aber vielleicht will man einfach nur etwas Gras über diese Frechheit wachsen lassen. All dies war aber noch lange nicht alles, stand doch noch ein wirkliches Topspiel am Abend an.

Ein lächerliches Topspiel und die Aufsteiger
Der Saisonauftakt bot eigentlich ein wirkliches Topspiel und zwar zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen. Leider wurde auch dies nicht sportlich entschieden, denn Mister Phantomtor Felix Brych gab den vermeintlich Unparteiischen und sorgte, natürlich nicht überraschend, für eine weitere Verfälschung der Tabelle, da die Fohlen zwei Tore nach Fehlentscheidungen schossen, beim Ergebnis von 2:1 bedeutet dies schlichtweg, dass Leverkusen hätte gewinnen müssen. Auch in diesem Zusammenhang scheint sich ein Trend der letzten Saison fortzusetzen. So bleibt auch hier das Geschmäckle bei DFL und DFB. Alle Samstagsspiele waren von Trinkpausen geprägt, denn es ist Sommer und dies scheint topbezahlten Profis wohl ans Limit zu bringen, was dann aber bitte auch zu Limits in der Bezahlung führen sollte. So stand am Samstagabend schon fest, dass alles fortgesetzt werden sollte und damit ist auch weiterhin mit Widerstand der wahren Fans zu rechnen. Sowohl der Auftakt in den DFB-Pokal, wie auch der in die Bundesliga hatten glücklicherweise auch gleich wieder gezeigt, dass die, die meinen ihnen gehöre dieser tolle Sport, dem angesprochenen Widerstand ziemlich machtlos gegenüberstehen. Zum Abschluss standen dann noch die Sonntagsspiele an und diese waren für die Aufsteiger reserviert und so musste der SC Freiburg in die Hauptstadt und dort gegen Hertha BSC Berlin antreten. Wie so oft, war auch dieses Sonntagspiel nicht der Hammer, so kann man auch davon berichten, dass es wieder Trinkpausen gab. Richtig rund ging es eigentlich erst in der völlig überdimensionierten Nachspielzeit, fiel dort doch zuerst der Ausgleich für den SCF und dann tatsächlich noch der 2:1-Siegtreffer für die Hertha. Ganz zum Schluss hatte dann auch RB Leipzig das erste Auswärtsspiel in der 1. Liga und zwar bei 1899 Hoffenheim. Der Protest gegen den unbeliebten Neuling hielt sich dort aus verständlichen Gründen noch in sehr klaren Grenzen, war es doch ein Gipfeltreffen in Sachen Kommerzwahn. Bis kurz vor Spielende sah es aus, als hätte man einfach das erste Sonntagsspiel kopiert. Zum Schluss endete es dann aber doch 2:2. Am Ende dieses Spieltags stand dann, wie bereits angedeutet, das ernüchternde Fazit, dass sich rein gar nichts in der Liga zum Guten verändert hat, was leider auch für den Sonntag gilt.

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