Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Mangelnde Verantwortung bei der Werkself

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Sportdirektor Rudi Völler von Bayer 04 Leverkusen verfolgte mit seinem Trainer Roger Schmidt ein Konzept und es wurde schnell klar, dass es nicht aufgehen würde, trotzdem hielt er an seinem Trainerkonzept fest. Dies sollte sich erst am vergangenen Sonntag ändern, denn zu diesem Termin wurde der Trainer gefeuert. Dies führte gleich zu vielen Fragen und vor allem muss man sich über tatsächliche Verantwortung unterhalten. Bayer 04 Leverkusen hat sich vor langer Zeit schon von Titeln verabschiedet, was sich auch durch den Begriff Vizekusen untermauern lässt. Dies kann eigentlich schon kein Anspruch eines Topvereins sein aber wenn man dafür ständig oben mitspielt, ist es ein Weg, den man akzeptieren könnte. Nun kam Trainer Schmidt und sein Erfolgskonzept wurde immer wieder eben auch an Sportdirektor Völler festgemacht. Spätestens in dieser Saison wurde nun klar, dass dieses Konzept nicht zum gewünschten Erfolg führen würde, trotzdem hielt man weiter daran fest. Jetzt wurde die Reißleine gezogen, was immer auch für Unruhe im betroffenen Verein sorgt und dies muss nicht immer gut sein. Spricht man nun vom Versagen dieses Fußballsystems, ist es zu einfach nur den Trainer auszutauschen und ihm damit die ganze Verantwortung aufzuladen. Letztendlich ist mit diesem System, wie in verschiedenen Berichten kommuniziert, vor allem auch das Management und hier in erster Linie Völler gescheitert, was allerdings scheinbar keine großen Folgen haben wird. Nun wurde Tayfun Korkut erst einmal bis zum Saisonende verpflichtet und dies zu einem Zeitpunkt und in einer Situation, wo für diese Saison schon vieles unwiderruflich in den Sand gesetzt wurde. Zu mindestens ein wenig Selbstkritik von Seiten des Managements war nicht zu erkennen, was durch die geschilderten Umstände inakzeptabel ist.

Und wieder die Sache mit dem Spiegel
Immer wieder wurde bereits erwähnt, dass der Fußball auch sehr gut einen Spiegel für die Gesellschaft darstellt und dies trifft es auch wieder beim Scheitern von Sportdirektor Völler. Nicht mit einer Silbe ging es bislang beim aktuellen Trainerwechsel um sein Scheitern. Interessanterweise kommen solche Fragen bei den etablierten Massenmedien auch gar nicht erst auf. Völler gab noch ein wenig Schuld an die Mannschaft ab und damit ist das Thema für ihn scheinbar erledigt. Die Frage nach der Verantwortung stellt sich auch in anderen Gesellschaftsbereichen, von der Politik bis in die Wirtschaft, auch dort sieht es erwartungsgemäß ganz ähnlich aus. Es gibt offensichtlich Schlüsselfunktionen, wo man gerne von großer Verantwortung spricht, nur wenn es gilt diese zu zeigen, geschieht dies einfach nicht. Ganz anders sieht es natürlich im Bereich der Vergütung aus, wo man Verantwortung nicht groß genug schreiben kann, wenn es darum geht, utopische Summen zu rechtfertigen. Dies führt immer wieder im Rest der Gesellschaft zu verständlichem Unmut, denn dort muss Verantwortung übernommen werden und dies auch noch oft genug ohne eine angemessene Entlohnung. Somit dürfen sich auch die vermeintlich Verantwortlichen im Management nicht wundern, wenn auch weiterhin die wahren Fans ein Problem mit ihnen haben. Am Ende des Tages, auch dies darf man nicht vergessen, hat das nun beendete, gescheiterte Trainerkonzept dem Verein geschadet und dies war nicht das erste Mal, was das Management selbstverständlich einem ganz schlechten Licht erscheinen lässt.

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